Deutlich weniger Startups als im Jahr zuvor

Rückgang der Gründungen in der Coronakrise

Inhaltsverzeichnis

  1. Gründungen in der Coronakrise gehen deutlich zurück
  2. Experten erwarten eine Pleitewelle
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Anfang des Jahres legte die Pandemie die Wirtschaft lahm – sowohl in Deutschland als auch weltweit. Tausende Unternehmen, Institutionen, Lokale und kleinere Geschäfte mussten schließen und sorgten für leere Straßen und Zentren. Obwohl mittlerweile alle Unternehmen ihre Geschäfte wieder aufnehmen können, zeigt ein Blick auf die Zahlen womit wir nun rechnen müssen.

Gründungen in der Coronakrise gehen deutlich zurück

Die Coronakrise zeigt nun langsam langfristige Auswirkungen auf die Wirtschaft und vor allem auf die Startup-Branche: Im ersten halben Halbjahr 2020 wurden deutlich weniger Unternehmen gegründet als noch im Vorjahr. Den Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge sank die Zahl der Neugründungen beiden größeren Betrieben von Januar bis Juni um 9,4 Prozent auf circa 58.000. Noch drastischer sehen die Zahlen bei Kleinunternehmen aus. Hier verzeichnete man einen Einbruch von 21,1 Prozent auf circa 68.100.

Als Grund für den Rückgang der Gründungen sehen Experten verschiedene Faktoren. Zum einen kam es aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Pandemie zu Personalengpässen in den Gewerbeämtern. Auch die Besucherzahlen in den Ämtern hat stark abgenommen. Und zum anderen kann davon ausgegangen werden, dass durch die unsichere Wirtschaftslage die Risikobereitschaft geringer ausfiel. Doch obwohl die Zahl der Gründungen sank, stieg dafür eine andere. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte ein Anstieg der neu gegründeten Nebenerwerbsbetriebe festgestellt werden. Sie stieg um 1,2 Prozent auf knapp 140.100.

Experten erwarten eine Pleitewelle

Obwohl die Zahl der Nebenerwerbsbetriebe positiv erscheint, rechnen Experten mit einer aufgeschobenen Pleitewelle und zahlreichen Insolvenzen. Zwar sank die Zahl der Geschäftsaufgaben und Abmeldungen im Vergleich zum Jahr 2019, doch Ökonomen machen dafür das Aussetzen der Antragspflicht für Insolvenzen verantwortlich. Im Herbst würde sich zeigen, ob diese Welle hereinbrechen wird und deutschen Unternehmen gefährlich werden könnte.

Durch die lahmgelegte Wirtschaft brach das Bruttoinlandsprodukt im Zweiten Quartal so stark wie noch nie zuvor. Um mehr als 10 Prozent schrumpfte die deutsche Wirtschaft im Rekordtempo. Doch nach Experten soll das Ende der Rezession in Sicht kommen, da mittlerweile fast alle Geschäfte aufgrund der gelockerten Corona-Auflagen wieder den Betrieb aufgenommen haben und der Bund zusätzlich Hilfspakete zur Verfügung stellt.

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Über den Autor

Autorenprofil: Lisa Goldner

Lisa Goldner

Nach ihrem Abitur 2013 entschied sich Lisa für ein Studium des Journalismus als auch der Unternehmenskommunikation und konnte durch den nahen Praxisbezug ein breit gefächertes Repertoire an Kenntnissen beider Branchen sammeln. Während des Studiums arbeitete sie als Assistenz der Öffentlichkeitsarbeit in einem öffentlich-rechtlichen Kulturbetrieb und erlernte somit auch essenzielle Aufgaben des Eventmanagements. Im Anschluss begann sie in Kiel den Masterstudiengang ”Angewandte Kommunikationswissenschaft“, in dem sie ihre Erfahrungen durch Projekte und wissenschaftliche Arbeiten besonders in den Bereichen Journalismus und Marketing ausbauen konnte. Seit Januar 2020 ist Lisa Volontärin in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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