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Berliner Startup ist pleite

Nuri Internet-Bank insolvent: Das geschieht nun!

Nachdem das Berliner Startup Nuri bereits im August das Insolvenzverfahren beantragt hat, wird es zum Dezember den Betrieb einstellen. Bis dahin sollen die Kunden nun Gelder, Kryptowährungen und Investitionen abheben.

Es steht fest: Der insolvente Startup Nuri wird zum 18. Dezember seine Türen schließen. Die Anwaltskanzlei GT Restructuring teilte mit, dass die verbliebenen rund 200.000 Kunden, an diesem Dienstag angehalten worden seien, ihre Gelder und Kryptowerte bis zu dem angegebenen Datum abzuziehen. Nuri wird die Auszahlung der Einlagen laut eigenen Angaben vollumfänglich unterstützen.

Die Online-Bank ist 2015 unter dem Namen Bitwala gelauncht. Kunden konnten krypto-basiert Geld in mehr als 20 Länder überweisen und eine Prepaid-Debitkarte nutzen. Im Jahr 2018 brachten sie das weltweit erste Krypto-Bankkonto auf den Markt. Mit Bitwala konnten die User direkt von einem Bankkonto aus in Kryptowährungen investieren. In den darauffolgenden Jahren gab es einen neuen Namen (Nuri) und Look für die Online-Bank.

Wie kam es zur Insolvenz von Nuri?

Nuri musste das Insolvenzverfahren im August aufgrund der starken Unsicherheit und Volatilität auf den Märkten anmelden. Maßgeblich verantwortlich für diese angespannte Situation auf den Märkten sind die andauernden Nachwirkungen der Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine. Die Zinserhöhungen durch die Zentralbanken sorgen ebenfalls für starkes Zittern an den Märkten.

Nachdem Investoren ihr Interesse an dem Unternehmen ausgedrückt hatten, zogen sie sich jedoch aufgrund der weiterhin kritischen Marktsituation zurück. Der Geschäftsbetrieb hätte laut der Anwaltskanzlei rund zehn Millionen Euro benötigt, damit er profitabel wird. Da man laut Nuri-Chefin Kristina Walcker-Mayer keinen neuen Investor fand und diese Summe somit nicht auftreiben konnte, wird die Krypto-Plattform nun abgewickelt. Rund 100 verbliebenen Mitarbeitern muss gekündigt werden.

Was passiert mit dem verwalteten Vermögen von der Online-Bank?

Die Online-Bank Vivid gab eine Kooperation mit Nuri bekannt. So können Kunden der nun insolventen Internet-Bank ihr Vermögen auf die App von Vivid übertragen und somit weiterhin investieren. Erforderlich ist dafür das Anlegen eines Accounts.

Nuri verwaltete bis zum Insolvenzverfahren nach eigenen Angaben ein Vermögen von rund 325 Millionen Euro für rund eine halbe Million Kunden. Es bleibt abzuwarten, ob in naher Zukunft weitere Online-Banken nachziehen und Insolvenz anmelden werden müssen. Das ist aufgrund der momentanen volatilen Marktsituation und den potenziellen weiteren Zinserhöhungen der Zentralbanken nicht ganz unwahrscheinlich.

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