Inspiriert von der NASA

Fleisch aus CO2 – wie ein kalifornisches Startup die Ernährung revolutionieren will

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Durch die industrielle Tierhaltung entsteht ein nicht unerheblicher Teil an CO2-Emissionen. Das kalifornische Startup Air Protein macht sich nun genau diese chemische Verbindung zunutze und stellt Fleisch aus CO2 her. Wie genau das funktioniert und woher die Idee kommt, erklären wir im nachfolgenden Artikel.

Im März veröffentlichte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen einen Report zu den mit der Tierhaltung verbundenen Treibhausgas-Emissionen. Rund 15 % der von Menschen weltweit verursachten Emissionen entstehen durch die industrielle Tierhaltung. Am meisten wird dabei Methan ausgestoßen (44 %), darüber hinaus Distickstoffmonoxid (29 %) und CO2 (27 %). Den größten Anteil verzeichnet die Zucht von Rindern und Milchkühen. Als nachhaltige Alternative hat das amerikanische Startup Air Protein ein sehr ungewöhnliches Produkt entwickelt: Fleisch aus CO2.

Emissionen nutzen für Fleisch aus CO2

Der große Vorteil am Fleisch aus CO2 von Air Protein: Es benötigt weder Tiere noch große Anbaufläche, um hergestellt zu werden. Das kalifornische Startup möchte seine veganen Fleischersatzprodukte möglichst emissionsarm herstellen. Gängige Fleischalternativen bestehen aktuell aus pflanzlichen Proteinquellen, etwa Soja, Erbsen, Weizen und Pilzen. Für diese wird allerdings Anbaufläche benötigt. Ganz anders beim Produkt von Air Protein, denn CO2 fällt täglich als Nebenprodukt an.

Derzeit fängt das Startup aus Kalifornien die Emissionen direkt bei den jeweiligen Fabriken ab. Die Gründer Dr. Lisa Dyson und Dr. John Reed planen jedoch die Einführung des sogenannten „Direct Air Capture“-Verfahrens. Bei diesem kann man das CO2 direkt aus der Luft extrahieren und infolgedessen sofort für andere Zwecke nutzen. Mit dieser Idee hat Air Protein bereits namhafte Investoren wie Ferry Heilemann begeistert.

Inspiration durch die NASA

Die Inspiration für das Fleisch aus CO2 lieferte ein Weltraumprogramm der NASA aus den 1970er Jahren. Wissenschaftler forschten damals an einer Möglichkeit, Astronauten auf langen Weltraumreisen durch Kohlenstoffumwandlung zu ernähren. Das kalifornische Startup hat diesen Prozess nun in den Fokus seiner Idee gestellt und weiterentwickelt. Das Ziel des Verfahrens: Veganes Protein aus den selben Bausteinen zu erzeugen, die auch Pflanzen benötigen, um zu wachsen. Das sind folglich Luft, Wasser und Sonnenlicht, genauer gesagt, Energie.

Für das Fleisch aus CO2 wird das Kohlenstoffdioxid aus der Luft gewonnen. Anschließend vermischt man es in einer Art Fermentationsprozess mit einem Mix an Mikroorganismen. Sofern die Temperaturbedingungen stimmen, entsteht dadurch ein essbares Protein in Form eines Mehls. Dann lässt sich dieses weiterverarbeiten zu einem nachhaltig hergestellten Fleischersatzprodukt. Darüber hinaus betreibt Air Protein die dafür benötigten Reaktoren nach eigenen Angaben mit Wind- und Solarenergie. Daher lässt sich das Verfahren praktisch überall auf der Welt umsetzen. Einen Plan, ab wann man das Fleisch aus CO2 kaufen kann, gibt es bislang noch nicht.

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Über den Autor

Autorenprofil: Andreas Fricke

Andreas Fricke

Andreas studierte 2013 nach seinem Abitur Journalismus & Unternehmenskommunikation in Köln. Parallel sammelte er Erfahrung bei den Redaktionen verschiedener Tageszeitungen. Nach dem Studium zog es ihn ins Online-Marketing, wo er mit dem Schwerpunkt auf SEO-Texte und Blogbeiträge fünf Jahre für verschiedenste Themen und Branchen schrieb. Seit März 2022 verstärkt er die Redaktion von Digital Beat und Gründer.de als Junior-Online-Redakteur.

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