Wie sich der steigende Goldpreis auf Investitionen auswirkt

Gold-Handel: Besonders glänzende Aussichten in Krisen-Zeiten?

Ein paar Goldmünzen oder Goldbarren im Tresor: Dieser Anblick vermittelt manchen Menschen ein Gefühl von Sicherheit. Gold steht nach wie vor für Luxus und gilt zugleich als Krisenwährung. Das zeigt sich auch aktuell in der Corona-Krise. Während der Kurs des Deutschen Aktienindex in den vergangenen Wochen gefallen ist, stieg der Goldpreis fast auf ein Rekord-Niveau. Diese Entwicklung verstärkt wiederum das Interesse der Anleger. Die Frage ist nun, ob sich eine Investition bei einem aktuell so hohen Goldpreis überhaupt lohnt. Und wodurch der Preis auch außerhalb der Krise überhaupt beeinflusst wird. Der folgende Report beantwortet diese Fragen und zeigt, welche Faktoren du beim Kauf beachten solltest.

Gold als Wertanlage

Rohstoffe wie Gold, Silber und Öl gelten schon lange als krisensicheres Mittel zur Geldanlage. Es sind Materialien, welche vermutlich niemals völlig wertlos werden, da sie begrenzt und deswegen sehr begehrt sind. Allerdings sollten vor einer Anlage immer verschiedene Faktoren beachtet werden, die die Preise und den Kurs beeinflussen. Beim Goldpreis ist das zum Beispiel das aktuelle Zins-Niveau. Je höher die Zinsen, umso mehr sinkt der Goldkurs und umgekehrt. In den nächsten Jahren wird kein starker und schneller Anstieg der Zinsen erwartet, was nämlich die hohe Verschuldung vieler Staaten noch mehr verschärfen würde. Folgt man dieser Überlegung, sollte sich das also positiv auf die Goldpreis-Entwicklung auswirken. 

Ein weiterer Faktor ist der aktuelle US-Dollarwert im Vergleich zum Euro. Denn Gold wird in US-Dollar gehandelt. Der Wert eines Euro schwankte in den letzten 20 Jahren zwischen rund 0,85 und 1,60 US-Dollar. Selbst bei einem unveränderten Goldpreis in US-Dollar besteht daher das Risiko, dass Anleger weniger Euro für ihr Gold erhalten, falls der Dollar an Wert einbüßt. Generell ist der Goldpreis in den letzten Jahren immer starken Schwankungen ausgesetzt. Innerhalb kürzester Zeit können Anlagen also an Wert verlieren, aber auch einen neuen Rekordwert erreichen. Im August 2011 gab es hierbei zuletzt eine absolute Rekordzahl: 1.900 US-Dollar kostete eine Gold-Unze. Die Unze, auch Apotheker-Unze oder Feinunze genannt, ist hierbei das Gewichtsmaß für Gold. Es sind umgerechnet 31,103 Gramm.

Seitdem gab es immer wieder stärkere Schwankungen, der Kurs ging stärker nach oben und dann wieder runter, vom Rekord war der Goldpreis seit 2011 jedoch weit entfernt. Unabhängig davon konnte sich Gold aber insgesamt als Anlageform etablieren. Mittlerweile existieren auch viele Online-Händler, die schnelle Investitionen möglich machen.

Argumente für eine Gold-Investition

Der Goldpreis ist von vielen Faktoren abhängig, die sich jederzeit ändern können. Dadurch lassen sich exakte Preisentwicklungen nicht vorhersagen. Trotzdem existieren auch einige Argumente, die für eine Investition sprechen.

Das Argument Rohstoff

Firmen oder Fonds-Gesellschaften können Insolvenz anmelden, Immobilien können zerstört werden. Währungen könnten theoretisch verschwinden. Gold hingegen bleibt als wertvoller Rohstoff bestehen. Zudem lässt sich es nicht künstlich herstellen und vermehren, somit behalten Goldbestände immer einen gewissen Wert.  

Das Argument Vielseitigkeit

Gold konnte sich seit Jahrtausenden als Zahlungsmittel und Wertspeicher etablieren. Es wird zudem auf der ganzen Welt akzeptiert und ist nicht an ein bestimmtes Land oder eine Regierung gebunden. Auch wenn sich der Goldpreis ändert, der wertvolle Rohstoff ist weltweit anerkannt.

Das Argument Beständigkeit

Während Geldscheine mit den Jahren ausgetauscht werden müssen, bzw. Papier insgesamt nicht besonders robust ist, sind Gold-Barren oder Münzen beständig und gehen nicht kaputt. Durch die hohe Wertdichte sind selbst kleine Mengen unbegrenzt lagerbar. Dabei löst sich Gold nicht auf oder verliert währenddessen an Qualität.  

Kaufoptionen für Gold-Investitionen

Wenn du in Gold investieren möchtest, gibt es zahlreiche Kauf-Möglichkeiten in speziellen Läden, bei Banken oder im Internet. Vergleiche immer die aktuellen Angebote, um die für dich passende Gold-Anlage zu finden. Das sind die bekanntesten Kaufoptionen:

Investment in physisches Gold

Zum physischen Gold gehören:

  • gängige Münzen (zum Beispiel Krügerrand, Wiener Philharmoniker, Känguru, Maple Leaf, American Eagle), 
  • 1-Unze-Münzen, da diese den realen Goldpreis widerspiegeln, 
  • Goldbarren bekannter Hersteller (zum Beispiel Heraeus, Johnson Matthey, Tanaka, Rand Refinery, The Perth Mint) 

Investment über ETF (Exchange Traded Funds)

Bei diesen Fonds profitierst du von der Entwicklung des Goldpreises, ohne das Gold physisch kaufen und lagern zu müssen. Weil ein Gold-ETF in der Regel für die verkauften Fonds-Anteile auch eine große Goldmenge hinterlegen muss, gehören die Gold-ETF-Anbieter mittlerweile zu den größten Käufern und Verkäufern von physischem Gold.

Wertpapiere

Beim Gold-Kauf über Wertpapiere erwerben Käufer eine Goldminen-Aktie oder ein Goldzertifikat. Die Beliebtheit hat in den letzten Jahren stark abgenommen, was durch den Online-Handel und die verstärkten Investitionen in Fonds begründet wird. 

Gold-Depots

In den letzten Jahren haben Banken sogenannte Gold-Depots angelegt. Dabei besitzen Käufer das Gold nicht physisch, sondern es wird von den Banken für die Kunden gesammelt verwahrt. Allerdings verlangen die Banken dafür teilweise hohe Gebühren.

Gold-Sparpläne

Viele Anbieter werben mit sogenannten Gold-Sparplänen für Einsteiger. Das Prinzip klingt erst einmal gut: Einen kleinen Betrag, zum Beispiel 100 Euro, monatlich in einen Sparplan einzahlen. Du kaufst dir damit also nach und nach ein Eigentum an Gold, das der Anbieter für dich lagert. Allerdings solltest du genau auf die Kosten und Gebühren achten. Bei den Kosten können das zum Beispiel Bearbeitungsgebühren beim Kauf oder regelmäßig erhobenen Lagergebühren sein. Zudem bist du dann für lange Zeit vertraglich an den Anbieter gebunden. Sollte dieser also Insolvenz anmelden, sind deine Anlagen in Gefahr. 

20 Ideen um Online Geld zu verdienen

Idee 1: Geld verdienen mit dem eigenen Online-Shop

Zunächst stellt sich die Frage, was du im Internet verkaufen kannst. Fast alles lässt sich heutzutage zu Geld machen – von der Handseife bis zur ausgefeilten Software. Um mit einem Online-Shop Einnahmen zu erzielen, brauchst du vor allem eins, nämlich eine zündende Geschäftsidee. Wenn du diese für ein ganz neues Produkt oder eine Dienstleistung hast, die bisher nur selten oder noch nicht angeboten wurde, dann ist der erste wichtige Schritt getan. Du hast eventuell eine Nische entdeckt, die du mit einem Online-Shop im Internet abdecken kannst.

Idee 2: Als „Affiliate“ Werbung machen

Wenn du einen Blog betreibst oder eine private Website dein Eigen nennst, ist das eine lukrative Möglichkeit, um online Geld im Internet zu verdienen. Du kannst dafür sogenannte Affiliate-Programme nutzen. Sie bieten Werbemittel an, die du auf deiner Seite einbaust. Immer, wenn ein Besucher deiner Website auf ein solches Werbebanner klickt und im Zielshop etwas kauft, erhältst du eine Provision ausbezahlt.

Idee 3: Geld verdienen als Influencer

Ein erst seit etwa zehn Jahren existierendes Betätigungsfeld im Bereich Arbeiten von Zuhause ist der des Influencers. Als solchen bezeichnet man Leute, die ihre Bekanntheit nutzen, um für Produkte oder Dienstleistungen von Unternehmen zu werben. Dafür zahlen Firmen Geld, denn sie sind auf jede gute Werbung angewiesen. Nehmen wir als Beispiel Kim Kardashian: Wenn sie in einer ihrer Nachrichten oder Videos auf Instagram ein bestimmtes Produkt erwähnt oder trägt, will der Großteil ihrer Follower dasselbe Produkt haben.

Idee 4: Online-Umfragen beantworten

Als sehr gute und sichere Methode, um online Geld im Internet zu verdienen, gilt das Beantworten von Umfragen. Damit du an solchen Befragungen teilnehmen kannst, musst du nur mithilfe einer kostenlosen Anmeldung einen Account bei verschiedenen Marktforschungsinstituten erstellen.

Idee 5: Arbeiten von Zuhause als Produkt-Tester

Du hast Spaß daran, Produkte zu testen? Dann versuch dich als Produkt-Tester. Die Einfachheit bei diesem Arbeiten und Geld verdienen von Zuhause liegt darin, dass du die Testprodukte normalerweise kostenlos erhältst und sie behalten darfst, wenn der Test vorbei ist.

Idee 6: Als Autor Geld verdienen

Eine gute Möglichkeit zum Arbeiten und Geld verdienen von Zuhause, ist die Betätigung als Autor oder Schriftsteller. Musstest du früher dein Manuskript erst an unzählige Verlage schicken, kannst du heute als sogenannter Self-Publisher durchstarten. Eine lukrative Form ist hierbei das eBook. Immer mehr Leute kaufen sich keine Bücher in der Buchhandlung, sondern laden sich die Bücher auf ihren PC, das Tablet oder den eBook-Reader.

Idee 7: Selbstständig machen als Texter

Mit dem Schreiben von Texten – allerdings in Form von Auftragsarbeiten – kannst du ebenfalls gutes Geld im Internet verdienen. Dabei gilt es zunächst, sich Kunden zu suchen, die dir Aufträge für solche Texte erteilen. Du musst also ständig die Augen nach neuen Klienten offen halten. Zusätzlich kannst du dich auf Content-Plattformen anmelden, auf denen du nach der Anmeldung einen Probetext liefern musst und anhand dieses Textes qualitätsmäßig eingestuft wirst.

Idee 8: Die eigene Sprachbegabung zu Geld machen

Eine Sonderform der Arbeit von Zuhause als Texter ist das Anfertigen von Übersetzungen für Kunden. Vielleicht beherrschst du ja nicht nur deine Muttersprache fließend, sondern hast noch weitere Fremdsprachen wie Englisch, Spanisch, Französisch oder Chinesisch erlernt. Neben der Möglichkeit die eigene Sprachbegabung für klassische Übersetzungen zu nutzen, besteht auch die Möglichkeit als Online-Sprachlehrer zu arbeiten.

Idee 9: Geld verdienen mit Fotos

Geld im Internet mit Bildern verdienen ist eine beliebte und lukrative Möglichkeit online nebenbei Geld zu verdienen. Sie eignet sich natürlich nur für dich, wenn du eine kreative Ader hast und vielleicht ohnehin schon gern fotografierst. Den letzten Schliff zur Professionalität kannst du deinen Skills zum Beispiel mit YouTube Videos geben oder einen Kurs besuchen.

Idee 10: Mit dem Smartphone als Microjobber unterwegs sein

Falls du viel unterwegs bist, über ein Smartphone mit guter Kamera verfügst, kannst du sozusagen unterwegs als App-Jobber Geld im Internet verdienen. Dazu musst du dir lediglich entsprechende Apps wie Fotolia, Streetpotr oder AppJobber auf dein Handy laden und schon kannst du Aufträge auswählen, die dir über eine Karte deiner Umgebung angezeigt werden. Dabei geht es fast immer darum, bestimmte Orte aufzusuchen, Bilder zu machen, die eine oder andere Frage zu beantworten und alles an die App weiterzuleiten. Für jeden erledigten Auftrag erhältst du ein Honorar.

Idee 11: Mit deinem Blog Geld verdienen

Zunächst einmal vorweg: Mit deinem Blog im Jahre 2020 online im Internet Geld verdienen zu wollen, ist keine Sache von wenigen Tagen oder Wochen, sondern meistens eine langfristige Angelegenheit. Dafür ist es jedoch auch eine nachhaltige Methode, online nebenbei Geld zu verdienen. Als Blogger veröffentlichst du Artikel, gibst Tipps, tauchst tief in Themen ein, oder du vermietest Werbeplatz auf deinem Blog. Diese Methode eignet sich für dich, wenn du gerne schreibst oder jemanden kennst, der das günstig für dich erledigen kann.

Idee 12: Webinare anbieten

Bei einem Webinar handelt es sich um eine interaktive Online-Sendung. Viele hunderte Teilnehmer können sich Live ein Webinar oder eine Aufzeichnung ansehen und aktiv daran teilnehmen. Ein Webinar eignen sich also ideal dazu, um sein Wissen an andere Menschen weiterzugeben.

Idee 13: SEO-Optimierung für Unternehmen

Wer als Unternehmen weit oben mitspielen will, der kommt um SEO-Optimierung (Search Engine Optimization) nicht herum. Die Suchmaschinenoptimierung bezeichnet Maßnahmen, welche die Platzierung einer Webseite in den organischen Suchmaschinen steigern. Die Folge: Die Webseiten, die in den Suchmaschinen weit oben ausgespielt werden, bekommen mehr Besucher. Wenn du dich gut mit der SEO-Optimierung auskennst, macht es Sinn, dies als Dienstleistung für Unternehmen anzubieten.

Idee 14: Social Trading

In Zeiten der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank schauen sich immer mehr Menschen nach Alternativen Anlage- und Sparprodukten um. Häufig wird sich dann für den Handel mit Wertpapieren entschieden, da hier hohe Gewinne erzielt werden können. Problematisch wird dieser Handel, wenn einem das Wissen fehlt. Dann können die Chancen auf Rendite schnell schwinden und sich in Verlusten bemerkbar machen. Wenn du dich mit Aktien auskennst: Perfekt, dann hast du sehr gute Möglichkeiten, um dir online Geld zu verdienen. Solltest du dich nicht auskennen, könnte das sogenannte Social Trading eine Alternative für dich sein. Beim Social Trading tauschst du dich mit anderen Privatanlegern über die neusten Entwicklungen am Finanzmarkt aus und orientierst dich an den Profis.

Idee 15: Selbstgemachtes Verkaufen

Du fertigst gerne eigene Produkte an, die anderen gefallen könnten? Dann kannst du mit diesen auch online im Internet Geld verdienen. Zum einen geht das, wie oben erwähnt, durch deinen eigenen Online-Shop. Doch auch ohne diesen kannst du deine Produkte an Kunden verkaufen. Anbieter wie Amazon bieten dir die Möglichkeit, deine Produkte auf deren Webseiten zu verkaufen.

Idee 16: Webseiten testen

Für den Erfolg einer Webseite ist es essentiell wichtig, dass sie übersichtlich, leicht zu verstehen und gut zu bedienen ist. Dies sollte das Ziel eines jeden Unternehmens sein, um Kunden zu gewinnen und ihnen Produkte zu verkaufen. Oft können das Unternehmen oder der Entwickler der Seite selbst gar nicht beurteilen, wie nutzerfreundlich ihre Seite nun ist. Für sie sind viele Bedienungen selbstverständlich, da sie beim Entwicklungsprozess dabei waren. Der Endverbraucher hingegen, kennt sich mit den Produkten und der Webseite nicht aus und hat so eine ganz andere Sicht.

Idee 17: Webdesign

Ebenso wie eine hohe Nutzerfreundlichkeit benötigt eine Webseite ein ansprechendes Design. Viele Besucher verlassen frühzeitig eine Webseite, weil sie das Design nicht anspricht, es keinen professionellen Eindruck macht oder es zu unübersichtlich ist. Besonders heutzutage ist dies wichtig, da es einen große Menge an guten Webseiten gibt – das gibt dir eine gute Möglichkeit nebenbei online Geld zu verdienen.

Idee 18: Apps programmieren

Wenn du dich mit dem Programmieren von Software auskennst, stehen dir viele Möglichkeiten für das Geld verdienen im Internet offen. Wenn du dann eine Idee hast, die anderen Menschen einen Mehrwert liefert, kann es sich lohnen, eine eigene App zu entwickeln. Wichtig ist dabei, dass es sich um eine App handelt, die es entweder so noch nicht gibt oder um eine, die besser und einfacher zu bedienen ist und den Menschen einen größeren Mehrwert bietet.

Idee 19: Webseiten programmieren

Falls Apps programmieren nichts für dich ist, du aber über Kenntnisse im Programmieren von Webseiten hast, kannst du dies auch für andere Unternehmen tun. Besonders ältere Unternehmen verfügen teilweise über keine besonders ausgereifte Web-Präsenz und suchen immer Programmierer, die sich um ihre Seiten kümmern. Um Aufträge zu bekommen kannst du dich entweder bei entsprechenden Webseiten wie twago.de anmelden oder initiativ Unternehmen anschreiben, deren Webseiten noch ausbaufähig sind.

Idee 20: Virtueller Assistent

Viele Selbstständige haben oft nicht das Geld und die Kapazitäten, um sich ein eigenes Büro mit Mitarbeitern leisten zu können. Trotzdem gibt es viele Aufgaben, die sie nicht alleine erledigen können und Unterstützung brauchen. Für solche Aufgaben greifen viele Unternehmer zu einem virtuellen Assistenten. Dieser kann sich um verschiedene Aufgaben, wie das Beantworten von E-Mails oder die Terminvereinbarung mit Geschäftspartnern kümmern.

Auswirkungen der Corona-Krise auf den Goldpreis

Generell war der Goldpreis auch vor der Corona-Krise schon immer großen Schwankungen ausgesetzt. Das liegt vor allem an den Gold-Verkäufen von Großinvestoren. Diese verkaufen in Krisenzeiten massenweise Gold, was sie beispielsweise in Gold-Fonds investiert hatten. Die Erlöse dienen dann dazu, in gefallene Aktienmärkte investieren zu können. Oder die Großinvestoren verschaffen sich dadurch generell finanzielle Mittel, die in Krisenzeiten sehr wichtig sind. Es kann also selbst in großen Börsenkrisen für den Goldpreis stark abwärts gehen, vor allem am Anfang einer Krise. 

Und genau so einen Kurs-Fall hatten Gold-Anleger auch zu Beginn der Corona-Krise befürchtet. Doch die Krise ließ die Kurse ansteigen, Großanleger und Privatinvestoren stürzten sich besonders auf das physische Gold. Händler hatten zwischenzeitlich sogar Lieferschwierigkeiten. Diese Reaktion sorgte wiederum für den besten Goldpreis seit neun Jahren. Dieser ist je Unze Gold seit Jahresbeginn 2020 zeitweilig um rund ein Viertel angestiegen, auf aktuell umgerechnet rund 1600 Euro. Diese Entwicklung zeigt das fehlende Vertrauen in das Finanz- und Bankensystem. Schwindet nämlich das Vertrauen in die Banken, steigt meistens die Nachfrage nach Gold. Gleichzeitig bleiben während der Corona-Krise weltweit die Zinsen niedrig, um die Staaten nicht zusätzlich zu belasten. Auch diese Tatsache wirkte sich positiv auf den Goldpreis aus. 

Zusammenfassend wird also klar, dass sich die Corona-Krise positiv auf den Goldpreis ausgewirkt hat. Wie lange der Preis-Anstieg weitergeht, lässt sich allerdings nicht vorhersagen. Die weiteren Entwicklungen könnte auch von Gesamtlänge der Krise und den Maßnahmen der Banken danach abhängen.

Hinweise für den Handel mit Gold – während und nach der Krise 

Gold gilt traditionell als sichere Anlage, das zeigt sich auch während der Corona-Krise. Besonders dann, wenn die Finanzmärkte schwächeln oder insgesamt Unsicherheit herrscht. Wichtig beim Handel ist allerdings, dass die Goldanlage keine Zinsen abwirft. Deshalb macht es Sinn, insgesamt nicht mehr als 10 Prozent des Vermögens zu investieren. Dadurch kannst du Schwankungen besser ausgleichen und setzt dich durch die aktuellen Entwicklungen nicht zu sehr unter Druck.

Dabei ist auch der Umgang mit der Einkommenssteuer wichtig. Denn liegt zwischen Kauf und Verkauf des Goldes mehr als ein Jahr, ist der Gewinn steuerfrei. Liegen dazwischen jedoch weniger als 12 Monate, ist ein Gewinn steuerpflichtig. Das gilt ab einer Gewinnhöhe von 600 Euro und muss dann auch in deiner Einkommensteuererklärung angeben werden. 

Zudem solltest du beim Goldkauf auch immer noch die möglichen Zusatzkosten mit einplanen. Zum Beispiel eine Transportversicherung beim Online-Kauf, Gebühren für den Tresor bzw. das Bankschließfach, sowie Aufschläge für den Kauf beim Händler. Lege also immer ein Budget fest und plane alle Zusatzkosten mit ein, damit am Ende keine versteckten Kosten auftreten und den Goldkauf unnötig in die Höhe treiben. 

Fazit

Die Investition in Gold lohnt sich, auch wenn der Goldpreis aktuell hoch ist und du es somit nicht günstig erwerben kannst. Denn der Goldpreis könnte sogar noch weiter steigen, aber auch so bleibt Gold ein seltener und wertvoller Rohstoff. Allerdings traten in den letzten Jahren auch immer wieder hohe Schwankungen des Goldpreises auf. Deshalb sollte Gold bei der Aufteilung deines Vermögens immer nur ein kleiner Bestandteil sein. Also falls du investierst, dann nie das gesamte Vermögen, um auch noch andere Anlage-Strategien verfolgen zu können. Denn eine Investition in Gold dient eher als Absicherung, nicht für schnelle Rendite. Beobachte dabei den Markt sowie die Börse und lass dich nicht unter Druck setzen, damit auch du zukünftig von den Entwicklungen profitieren kannst. 

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Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de und unterstützt seitdem das Team als Junior-Online-Redakteurin.

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