Diese Affiliate-Marketing-Steuern solltest du kennen

Affiliate Marketing: Steuern für Affiliates

Mit dem Affiliate Marketing setzt du auf das einfachste Geschäftsmodell im Internet – und erfolgreich ist es obendrein auch. Dabei gilt es auch, die Steuern im Blick zu behalten, die durch solche Mehreinnahmen anfallen. In dem nachfolgenden Artikel erklären wir dir, welche Steuern du als Affiliate zahlen musst und wie du diese berechnen kannst. Neugierig geworden? Dann starte gleich mit unserem kostenlosen Webinar zum Thema Affiliate Marketing durch und baue dir eine weitere Einnahmequelle auf!

Kurz erklärt: Was ist Affiliate Marketing?

Bei Affiliate Marketing handelt es sich um Marketing durch Empfehlungen und Kooperationen. Als Affiliate empfiehlst du online ein Produkt. Über den Link zum Produkt, den du auf deiner Website oder deinen Social-Media-Kanälen verbreitest, kann dein Kooperationspartner erkennen, dass die Kunden von dir gewonnen wurden und erhältst eine entsprechende Provision. Wichtig ist jedoch, beim Affiliate Marketing die Steuern nicht zu vergessen.

Warum sind beim Affiliate Marketing Steuern fällig?

Wie schon erklärt, empfiehlst und vermittelst du beim Affiliate Marketing auf Provisionsbasis und das ist nichts anderes als das Betreiben eines Gewerbes. Deine Einkünfte durch gewerbliche Tätigkeiten sind folglich gemäß § 15 Einkommensteuergesetz (EStG) zu versteuern.

Eine selbständige nachhaltige Betätigung, die mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, unternommen wird und sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt, ist Gewerbebetrieb, wenn die Betätigung weder als Ausübung von Land- und Forstwirtschaft noch als Ausübung eines freien Berufs noch als eine andere selbständige Arbeit anzusehen ist.

§ 15, Abs. 2. S. 1 EStG

Welche Steuern muss ich beim Affiliate Marketing zahlen?

Grundsätzlich gibt es drei Bereiche, die du beim Affiliate Marketing und den Steuern auf dem Schirm haben solltest:

Einkommensteuer beim Affiliate Marketing

Deine Affiliate-Einnahmen musst du als gewerbliche Einkünfte versteuern. Zu beachten ist dabei, dass eine Abfärbung der Einkünfte stattfinden kann. Wenn du Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit hast – etwa als Musiker – gelten diese vorerst auch als solche. Wenn du mit deinem Affiliate-Marketing-Gewerbe jedoch mehr als 3 Prozent deiner Einnahmen erzielst, gelten all deine Einkünfte als gewerblich. Die Formulare, die du für die Affiliate-Marketing-Steuern benötigst, sind die Anlagen EÜR und G in der Steuererklärung.

Umsatzsteuer: mögliche Befreiung als Kleinunternehmer

Als Gewerbetreibender unterliegst du der Umsatzsteuerpflicht und musst diese regelmäßig abführen. Wie oft das der Fall ist, legt das Finanzamt im Hinblick auf die Höhe deiner Umsätze fest. Bei Einnahmen außerhalb Deutschlands und innerhalb der EU – etwa bei ausländischen Partnerprogrammen – musst du zudem eine zusammenfassende Meldung (ZM) an das Bundeszentralamt für Steuern übermitteln. Die Umsatzsteuer beim Affiliate Marketing sieht bei Affiliate-Partnern im Inland wie folgt aus:

  • Nettoprovision: 100 Euro
  • 19 Prozent Umsatzsteuer: 19 Euro
  • Bruttoprovision: 119 Euro

Als Affiliate musst du bei den Steuern den Umsatzsteuerbetrag von 19 Prozent – im Beispielfall 19 Euro – beim Finanzamt anmelden und abführen.

Wenn du mit Partnern kooperierst, die ihren Sitz im Ausland innerhalb der EU haben – beispielsweise Amazon in Luxemburg –, bist nicht du, sondern dein Partner, Schuldner der Umsatzsteuer. In der Umsatzsteuer-Voranmeldung kannst du die Umsatzsteuer als Vorsteueranspruch geltend machen. Das sieht im Beispiel wie folgt aus:

  • Ausgezahlte Nettoprovision: 100 Euro
  • 19 Prozent Umsatzsteuer an Finanzamt: 19 Euro
  • Vorsteueranspruch des Affiliate: -19 Euro
  • Ergebnis Nettoprovision: 100 Euro

Wenn du nur geringe Einnahmen und keine Ausgaben hast, kannst du von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen. In dieser Form bist du von der Umsatzsteuerzahlung befreit und sparst dir folglich diese zusätzlichen Ausgaben. Um die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen und dadurch Affiliate-Marketing-Steuern sparen zu können, darf dein Jahresumsatz im vergangenen Jahr maximal 22.000 Euro betragen sowie im aktuellen Jahr maximal 50.000.

Gewerbesteuer: als Affiliate oft nicht nötig

Potenziell gibt es darüber hinaus die Gewerbesteuer. Diese greift allerdings erst, wenn dein jährlicher Gewinn über 24.500 Euro liegt. In den meisten Fällen kommst du als Affiliate um diese Steuern aber herum.

Brauche ich einen Steuerberater für mein Affiliate Marketing?

Wenn du online mit Partnerprogrammen einen kleinen Nebenverdienst aufbauen möchtest, kannst du die Affliliate-Marketing-Steuern auch selbstständig angeben. Die Einnahmen vermerkst du in den entsprechenden Anlagen, die Umsatzsteuer kannst du je nach Sitz deines Affiliate-Partners in der Umsatzsteuer-Voranmeldung abführen, sodass sich netto an deiner Provision nichts ändert.

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Die Steuern beim Affiliate Marketing sind gar nicht so kompliziert, wie man es vielleicht befürchtet. Nicht ohne Grund ist es schließlich eine der erfolgreichsten und am weitesten verbreiteten Möglichkeiten, um online Geld zu verdienen. Möchtest du dir ebenfalls eine zusätzliche Einnahmequelle aufbauen? Dann wirf einen Blick auf unser Webinar zum Thema Affiliate Marketing. Online-Business-Experte Thomas Klußmann zeigt dir dort Schritt für Schritt, wie du dir ein erfolgreiches Affiliate Business aufbaust.

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Was ist Affiliate Marketing?

Bei Affiliate Marketing handelt es sich um Marketing durch Empfehlungen und Kooperationen. Als Affiliate empfiehlst du online ein Produkt. Über den Link zum Produkt, den du auf deiner Website oder deinen Social-Media-Kanälen verbreitest, kann dein Kooperationspartner erkennen, dass die Kunden von dir gewonnen wurden und erhältst eine entsprechende Provision.

Warum muss ich bei Affiliate Marketing Steuern zahlen?

Das Vermitteln auf Provisionsbasis ist nichts anderes als das Betreiben eines Gewerbes. Deine Einkünfte durch gewerbliche Tätigkeiten sind gemäß § 15 Einkommensteuergesetz (EStG) zu versteuern.

Welche Steuern sind beim Affiliate Marketing fällig?

Grundsätzlich gibt es drei Bereiche, die du beim Affiliate Marketing und den Steuern auf dem Schirm haben solltest: Einkommensteuer, Umsatzsteuer sowie ggf. Gewerbesteuer.

Über den Autor

Autorenprofil: Andreas Fricke

Andreas Fricke

Andreas studierte 2013 nach seinem Abitur Journalismus & Unternehmenskommunikation in Köln. Parallel sammelte er Erfahrung bei den Redaktionen verschiedener Tageszeitungen. Nach dem Studium zog es ihn ins Online-Marketing, wo er mit dem Schwerpunkt auf SEO-Texte und Blogbeiträge fünf Jahre für verschiedenste Themen und Branchen schrieb. Seit März 2022 verstärkt er die Redaktion von Digital Beat und Gründer.de als Junior-Online-Redakteur.

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