Geld verdienen mit fleißigen Bienen

Selbstständig machen als Imker: Lohnt sich das?

Wie wichtig Bienen für unser Klima und uns selbst sind, hat in den letzten Jahren eine gewichtige Rolle in den Medien eingenommen. Das Bienensterben ist in aller Munde und so mancher Naturfreund hat sich entschieden, sich als Imker zu betätigen, um damit einen Beitrag zum Naturschutz zu leisten. Ganz nebenbei kann er den Honig verkaufen und ein wenig Geld zusätzlich verdienen. Doch reichen die Einnahmen aus der Imkerei auch aus, um sein Hobby zu Beruf zu machen?

Bienen sind drittwichtigstes Nutztier in Deutschland

Nach Rind und Schwein gilt die Honigbiene in Deutschland als drittwichtigstes Nutztier. Fast ein Drittel aller Lebensmittel sind abhängig von der Bestäubung durch die Bienen. Honig ist – rein wirtschaftlich betrachtet – nur ein Nebenprodukt. Allerdings ist die Nachfrage in den letzten Jahren zunehmend gestiegen, schon 2016 kletterte der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch auf mehr als ein Kilogramm Honig. Damit nimmt Deutschland sogar weltweit eine führende Stellung ein. Aktuell wird mehr Honig importiert als exportiert. Gerade regional ergeben sich daher noch viele Wachstumspotenziale.

Dennoch sind Berufsimker im klassischen Sinne in Deutschland in der Unterzahl, wie statistische Zahlen belegen. Im Durchschnitt kommt ein Imker auf gerade einmal sieben Bienenvölker. 95 Prozent der deutschen Imker besitzen maximal 25 Völker und nur fünf Prozent mehr als 50 Völker. Deshalb sollten sich angehende Gründer direkt fragen, was sie mit der Imkerei erreichen wollen:

  1. Hobby-Imkern mit Nebenerwerb
  2. Imkerei grünen, um davon zu leben

Erstere Variante lässt sich noch recht einfach umsetzen und die Freude am Umgang mit den Tieren geht meist nicht so schnell verloren. Wer die zweite Variante bevorzugt, muss sich im Klaren darüber sein, dass er einen eigenen Betrieb aufbauen muss. Händische Prozesse zur Herstellung von Honig werden dann nicht mehr ausreichen, da deutlich größere Mengen produziert werden müssen, um ausreichend Einnahmen zu generieren.

Ein Problem dabei: Vielen Imkern geht es bei ihrem Hobby in erster Linie um den Naturschutz. Der Verkauf des Honigs spielt lediglich eine untergeordnete Rolle. Wer von der Imkerei leben will, muss dagegen eine andere Herangehensweise nutzen, die aber dennoch mit dem Naturschutzgedanken konform geht.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Wer sich als Imker selbstständig machen will, muss natürlich auch mit entsprechenden Kosten rechnen. Der grundlegende Imkereibedarf, wie Bienenbeute, Honigschleuder und Co., wie er bei https://www.imkereibedarf-muhr.de/ angeboten wird, schlägt je nach Anzahl der Völker, die gehalten werden sollen, unterschiedlich stark zu Buche. Mit Kosten im vierstelligen Bereich für alles Zubehör sollten aber auch Hobby-Imker rechnen.

Imkern: Vom Neben- zum Haupterwerb

Wer sein Hobby zum Hauptberuf machen will, muss mit wesentlich höheren Kosten rechnen. Neben den reinen Gerätschaften zur Herstellung des Honigs muss auch die Produktionsstätte entsprechenden Hygieneanforderungen gerecht werden. Zudem sollten Gründer damit rechnen, dass das Geschäft sich in den ersten Jahren sehr verhalten entwickeln dürfte. Daher ist es vielfach ratsam, mit der Imkerei im Nebenerwerb zu starten. Das hat gleich mehrere Vorteile:

  • Es lassen sich erste Erfahrungen mit den Bienen sammeln.
  • Die passende Rezeptur für den Honig kann nach und nach entwickelt werden (wie lange muss er gerührt werden, wo sollte man die Bienenbeute aufstellen, damit die passenden Blüten angeflogen werden usw.).
  • Die notwendige Ausrüstung kann Schritt für Schritt angeschafft werden.

Grundsätzlich ist es aber auch für den Gründer im Nebenerwerb entscheidend, dass er sich vor der Gründung ausreichend mit der Thematik befasst. Sinnvoll ist es, sich einem erfahrenen Imker in der eigenen Region anzuschließen. Vielfach werden die alteingesessenen Imker ihre Erfahrungen gerne weiter geben, so dass man hier die besten Lernerfolge erzielen wird. Auch lassen sich auf diese Weise erste Kontakte knüpfen, die später hilfreich sein können.

So muss man sein erstes Bienenvolk von irgendwoher beschaffen – der bisherige Mentor ist hier bestimmt gerne behilflich. Auch bei den größeren Ausrüstungsgegenständen, die nicht so oft benötigt werden, kann das Netzwerken sinnvoll sein: Vielfach tauschen Imker untereinander Honigschleuder und Co. aus, so dass nicht jeder neue Imker sofort die hohen Kosten dafür aufbringen muss.

Imkerei ist ein Saisonjob

Was ein Gründer, der sich als Imker selbstständig machen will, ebenfalls beachten sollte, ist, dass es sich bei der Imkerei um ein stark saisonales Geschäft handelt. Die meiste Arbeit fällt im Frühling und Sommer an. Wer also auf seinen ausgedehnten Sommerurlaub nicht verzichten will, der sollte sich die Sache mit dem Imkern lieber nochmal überlegen.

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