Im Frühjahr waren noch sieben Millionen Menschen in Kurzarbeit

Ifo-Institut: Zahl der Kurzarbeiter sinkt unter 5 Millionen

Durch den wirtschaftlichen Stillstand durch die Corona-Pandemie konnten zahlreiche Betriebe ihre Mitarbeiter nicht mehr vollständig bezahlen. Deshalb mussten viele Arbeitnehmer Kurzarbeit anmelden. Damals waren es weit über sieben Millionen Kurzarbeiter, diese Zahl ist seitdem deutlich zurückgegangen. Laut Ifo-Institut sinkt die Anzahl nun noch einmal um eine Million im Vergleich zum Vormonat und liegt damit erstmals unter fünf Millionen.

Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist im August unter die Marke von fünf Millionen gefallen. Das geht aus einer Schätzung des Münchner Ifo-Instituts hervor. Die Grundlage dafür ist die Befragung von bundesweit 9.000 Unternehmen für die monatliche Konjunkturprognose des Instituts. Demnach waren bundesweit 4,6 Millionen Menschen in Kurzarbeit, eine Million weniger als im Juli. Damit ist die Zahl nach wie vor sehr hoch, aber seit dem Stillstand der Industrie im Frühjahr schon wieder deutlich zurückgegangen. Im Mai waren es noch über sieben Millionen Kurzarbeiter.

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Bayern liegt bei den Kurzarbeitern vorne

Das Bundesland mit der höchsten Anzahl an Kurzarbeitern – sowohl in absoluten Zahlen als auch prozentual – ist nach wie vor Bayern. Dort sind etwa 990.000 Menschen nicht voll beschäftigt. Das entspricht einem Anteil von 17 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Mit 16 Prozent Anteil folgt an zweiter Stelle Baden-Württemberg, wo geschätzt 750.000 Arbeitnehmer betroffen sind. „In Ländern mit großer Automobil- und Zulieferer-Industrie sowie Metallverarbeitung und Maschinenbau wird weiterhin sehr viel Kurzarbeit gefahren“, sagte Ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link in einer Stellungnahme zur aktuellen Schätzung. Auf Platz zwei liegt dabei das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 940.000 Kurzarbeitern. Die geringsten Zahlen besitzen hingegen laut Ifo-Institut die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg mit einem Anteil von jeweils 10 Prozent.

Verlängerung des Kurzarbeitergeldes

Erst vor knapp zwei Wochen hatte die Regierung die Zahlungen des Kurzarbeitergeldes verlängert. Union und SPD einigten sich dabei auf eine Verlängerung von regulär 12 auf bis zu 24 Monate. Die verlängerte Bezugsdauer soll für Betriebe gelten, die bis zum 31. Dezember 2020 Kurzarbeit eingeführt haben. Somit gelten die Zahlungen maximal bis zum 31.12.2021. Damit die Bundesagentur für Arbeit die Milliardenkosten für Kurzarbeiter übernehmen kann, will die Koalition dafür Steuergelder einsetzen. Dieses soll als Zuschuss und nicht als Darlehen fließen.

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Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de und unterstützt seitdem das Team als Junior-Online-Redakteurin.

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