Arbeitsleistung 2019 auf neuem Rekordwert

Deutsche arbeiten so viel wie noch nie

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Positive Nachrichten aus der Wirtschaft: 2019 stieg die Arbeitsleistung in Deutschland um 0,6 Prozent. Insgesamt haben die Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr 62,7 Milliarden Stunden gearbeitet. Damit steigt, laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, die geleistete Arbeitszeit auf einen neuen Rekordwert. Der Grund für die erhöhte Arbeitsleistung ist die Zunahme der Anzahl an Erwerbstätigen.

Denn 2019 waren mit 45,3 Millionen 0,9 Prozent mehr Menschen in Deutschland erwerbstätig als noch 2018. Im Durchschnitt arbeite jeder Erwerbstätige 1.386 Stunden. Unterschiede bei der Arbeitsleistung gibt es jedoch in der Art des Beschäftigungsverhältnis. So liegt die durchschnittliche Arbeitszeit bei Vollzeitbeschäftigten im angestellten Verhältnis bei 1.642 Stunden, während selbstständige Personen sogar 1.902 Stunden auf der Uhr stehen haben.

Dennoch erläutert Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen: „Im Jahr 2019 gab es erneut einen Rekordwert beim Arbeitsvolumen. Dieser wurde erreicht, obwohl die durchschnittliche Arbeitszeit pro Kopf im Zuge des Wirtschaftsabschwungs zurückging.“ Zur Arbeitsleistung ergänzt er: „So wurden weniger Überstunden geleistet, und gerade in Zeitarbeit und Industrie sind vor allem Jobs mit hoher Arbeitszeit weggefallen.“ Im Detail läge die Zahl der bezahlten Überstunden im Durchschnitt bei 23,6 – zwei Stunden weniger als 2018.

Mehr Mehrfachbeschäftigte und mehr Unzufriedenheit

Gleichzeitig zeigen die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, dass es in Deutschland immer mehr Mehrfachbeschäftigte gibt. Trotz des kürzlich gestiegenen Mindestlohns stieg die Anzahl von sogenannten Multi-Jobbern um 3,62 Prozent auf 3.537.686. Ebenso geht aus einer Indeed-Studie hervor, dass vielen Deutschen der klassische Karriereweg mit Beförderung und hierarchischem Aufstieg nicht mehr so wichtig wie früher ist. Viel mehr wollen die Deutschen Spaß in ihrem Job haben und Erfüllung finden. Dennoch sind die meisten in ihrem Job unzufrieden. Obwohl die Unzufriedenheit im Job hoch ist, sind nur 17 Prozent der Beschäftigten auf der Suche nach einem neuen Job.

https://www.gruender.de/indeed-studie/

Quelle: Wiwo

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Über den Autor

Autorenprofil: Katharina Schell

Katharina Schell

Bereits gut die Hälfte ihrer Lebenszeit ist Katharina als Journalistin aktiv, denn sie startete mit 15 Jahren als freie Journalistin in der Lokalredaktion der Westfälischen Rundschau. Nach ihrem Abitur 2010 folgte ein sehr praxisnahes Bachelorstudium der Medienwissenschaft an der Universität Siegen. Während des Studiums absolvierte sie Stationen bei Bild.de sowie in Fernsehproduktionen für ARD und ZDF. Danach entschied sie sich 2013 für ein Volontariat bei inside-digital.de und baute in den Jahren danach als Chefredakteurin unter anderem das Magazin von handy.de auf. Seit Dezember 2019 verantwortet sie als Redaktionsleitung und Portalmanagerin die redaktionelle Gestaltung von Gründer.de.

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