Mehrfachbeschäftigte nehmen zu, dazu zählen auch Kellner-Jobs

In Deutschland gibt es immer mehr Mehrfachbeschäftigte. Viele gehen einem zusätzlichen Mini-Job nach. Bildquelle: LuckyLife11 / Pixabay

Trotz des erst kürzlich gestiegenen Mindestlohns sind in Deutschland immer mehr Menschen Mehrfachbeschäftigte. Innerhalb von nur einem Jahr stieg die Anzahl von sogenannten Multi-Jobbern um 3,62 Prozent auf 3.537.686. Dies geht aus aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor, nachdem die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann eine entsprechende Anfrage gestellt hatte. Der Bericht liegt der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) exklusiv vor.

Die Daten stammen aus einem Bericht von Ende Juni 2019. Schon Ende Juni 2018 gab es in Deutschland 3.414.085 Menschen, die als Mehrfachbeschäftigte galten. Sie haben mindestens zwei Jobs gleichzeitig. Der Anstieg um 3,62 Prozent ist somit zwar recht groß, noch gravierender sind die Zahlen jedoch, wenn das Jahr 2004 zum Vergleich herangezogen wird. Anfang der 2000er gab es lediglich 1,86 Millionen Mehrfachbeschäftigte.

Trend zu regulärem Job mit einer zusätzlichen geringfügigen Beschäftigung

Fast drei Millionen Mehrfachbeschäftigte besitzen einen regulären Job sowie eine weitere geringfügige Beschäftigung. Gleich zwei sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse besitzen immerhin noch 345.440 Menschen in Deutschland. Zudem gehen ebenfalls 260.666 Mehrfachbeschäftigte zwei oder mehrerer sogenannter Minijobs nach.

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Linken-Abgeordnete fordert zwölf Euro Mindestlohn

Für die Linken-Abgeordnete Zimmermann sind diese Zahlen ein eindeutiges Zeichen. „Für immer mehr Beschäftigte reicht das Einkommen aus einem Job nicht mehr aus. Der überwiegende Teil dürfte aus purer finanzieller Not mehr als einen Job haben und nicht freiwillig“, so Zimmermann gegenüber der NOZ. Wie eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung bestätigt, sind für über die Hälfte der Mehrfachbeschäftigten finanzielle Schwierigkeiten oder Nöte der ausschlaggebende Grund für eine Nebentätigkeit. Zimmermann fordert daher die Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro die Stunde. Kritisch sieht sie außerdem die systematische Niedriglohnbeschäftigung in Form von Leiharbeit und sachgrundlose Befristigungen.

Quelle: NOZ via Presseportal

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