DHDL-Startups mit Erfolg: Von der Low Carb-Pizza bis zur Parkplatz-App

7 erfolgreiche Höhle der Löwen-Startups, die du kennen solltest

Die Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ bringt seit ihrem Start 2014 immer wieder ein paar sehr erfolgreiche Startups hervor. Obwohl viele der gezeigten Unternehmen keinen Deal von den Löwen erhalten, können andere wiederum durch ihre Teilnahme einen riesigen Erfolg verzeichnen. Hier zeigen wir dir die erfolgreichsten Die Höhle der Löwen-Startups.

Was ist das Konzept des Formats?

Das Konzept der Sendung ist einfach. Gründer und Erfinder können mit ihren Unternehmensideen vor prominenten und erfolgreichen Unternehmern und Investoren ihr Konzept pitchen. Gefällt das Unternehmenskonzept, erhalten manche die Chance auf einen lukrativen Deal mit den Löwen. Dabei werden die Ideen der Gründer auf Herz und Nieren geprüft: Wie steht es um die Finanzen? Was ist der USP? Wer ist die Zielgruppe? Wie sieht die Branche aus? Seit der ersten Folge, die 2014 im Fernsehen ausgestrahlt wurde, produzierte der Sender sieben Staffeln. Und es scheint, als ob die Geschäftsideen nicht ausgehen – 2020 sind weitere Folgen geplant und damit weitere erfolgreiche Die Höhle der Löwen-Startups.

Wer sind die erfolgreichsten Die Höhle der Löwen-Startups?

Können die Gründer vor den Löwen bestehen, winken in den meisten Fällen vorteilhafte Deals, die die Startups zu größeren Erfolgen führen können. Das dies möglich ist, beweisen folgende DHDL-Startups, die nach der Ausstrahlung Umsätze und Gewinne in Millionenhöhe erwirtschaften konnten und somit als erfolgreiche Die Höhle des Löwen-Startups gelten.

Lizza

Das Startup Lizza der beiden Frankfurter Gründer Marc Schlegel und Matthias Kramer schoss 2016 nach der Teilnahme der Sendung durch die Decke. Die beiden jungen Unternehmer bieten eine Low Carb Variante einer Pizza an und erwiesen mit diesem Konzept ein glückliches Händchen. Den Herstellern von Leinsamenpizzen wurde ein Deal angeboten, bei dem sich die beiden Löwen Frank Thelen und Carsten Maschmeyer verbündeten. Sie wollten 150.000 Euro investieren und dafür 25 Prozent der Unternehmensanteile erhalten. Schlegel und Kramer warteten nicht lange und schlugen zu. Das Geschäft lief gut. So gut, dass die Gründer Anfang 2020 ihr Unternehmen an Cremer, ein Hamburger Unternehmen, verkauften und ihnen damit der Exit gelang.

LizzaQuelle: Pressefoto Lizza
Pizzateig aus Leinsamen – das Startup Lizza macht das möglich.

Evopark

Ebenfalls pitchten 2016 die vier Gründer von Evopark in der Höhle der Löwen. Das Kölner Startup von Maximilian Messing, Marik Hermann, Tobias Weiper und Sven Lackinger ermöglicht mit einer App die Anzeige von freien Parkplätzen in Parkhäusern. Den Erfolg dieser Geschäftsidee witterten auch die Löwen und boten den jungen Unternehmern die damalige höchste Investition in der Geschichte der Sendung an. Ganze 1,5 Millionen Euro lagen auf dem Tisch. Doch die vier Jungs schlugen aus und suchten nach anderen Investoren. Lange mussten sie nicht warten, da offerierte Porsche ebenfalls ein Angebot in Millionenhöhe für circa 22 Prozent – und die Gründer willigten ein. Bereits 2017 wurde das Startup dann an ein mittelständisches Parkhausunternehmen verkauft und der Exit glückte.

Veluvia

2017 stand Jörn-Marc Vogler mit selbst entwickelten Vitaminkapseln vor den Löwen, die auf Basis von Superfood, Pflanzenstoffen, Vitaminen und Mineralien geeignete Nahrungsergänzungsmittel bilden. Mit dieser Geschäftsidee hoffte der Gründer von Veluvia auf einen Deal mit einem der Investoren. Und gleich zwei bissen an. Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel investieren jeweils 150.000 Euro und erhielten zehn Prozent der Unternehmensanteile. Ein paar Jahre später konnte das Startup so viel Erfolge verzeichnen, dass 2019 der Besitzer von Veluvia wechselte. Vogler verkaufte das gesamte Unternehmen an den Tele-Shopping-Sender Channel21 und somit erfolgte auch hier ein Exit des Gründers. Daher kann auch Veluvia zu den erfolgreichsten Die Höhle der Löwen-Startups gezählt werden.

Foodist

Zu einen der ersten erfolgreichen DHDL-Startups aus der Sendung zählt Foodist. 2014 stellten Alexander Djordjevic, Ole Schaumberg und Andreas Brandt den Löwen ihre Geschäftsidee vor. Ihr Konzept: Probierboxen mit Delikatessen und anderen Zutaten als Abonnement. Das Startup, dass zuvor 1,5 Millionen Euro durch Crowdfunding sammelte, stellte hohe Anforderungen an die potenziellen Investoren. Sie verlangten 125.000 Euro für 25 Prozent der Unternehmensanteile. Zuviel für die Gründer und das Startup ging mit leeren Händen aus. Doch der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. 2016 überging das ganze Unternehmen an den Werbekonzern Ströer und ermöglichte so den Exit für die Gründer.

FoodistQuelle: Pressefoto Foodist
Foodist setzt auf Probierboxen mit Delikatessen und anderen Zutaten.

Hip Trips

Das Münchner Startup Hip Trips von den Gründern Georg Schiffmann und Christina Borensky bietet Reisebegeisterten und Unternehmungsfreudigen außergewöhnliche Erlebnisreisen und Events. Da lag es Nahe, dass bei dieser Geschäftsidee der Investor und größte deutsche Anbieter von Erlebnisgutscheinen Jochen Schweizer 2014 in der Sendung sofort zubiss. Er investierte 150.000 Euro und erhielt dafür 26 Prozent der Anteile. So wurde Hip Trips Teil der Jochen-Schweizer-Erlebniswelt und konnte seine Buchungen vervielfachen. Bis 2017 der Medienkonzern Prosieben-Sat1 das gesamte Unternehmen abkaufte und hier auch einen Exit ermöglichte.

Waterdrop

2018 gelang den drei Gründern Christoph Hermann, Martin Donald Murray und Henry Wieser von Waterdrop ein Millionen-Deal bei der Höhle der Löwen. Die Anbieter von zuckerfreien Brausewürfeln wollen damit wieder zum „Wasser trinken“ animieren. Ihr Anliegen: Natur schonen und Gesundheit fördern. Dass diese Idee den Getränkemarkt revolutionieren kann, erkannten auch die Löwen. Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel investieren gemeinsam eine Million Euro und bekamen dafür Unternehmensanteile zugesichert. Ein Jahr später verzeichnet das DHDL-Startup der drei Gründer bereits einen Jahresumsatz von circa 20 Millionen Euro mit 40 Millionen verkauften Waterdrops. Durch die Teilnahme an der Sendung kann das junge Unternehmen nun expandieren und seinen Kundenstamm weiter ausbauen.

WaterdropQuelle: TV NOW/ Bernd-Michael Maurer
Die Produkte von Waterdrop sollen das Trinkwasser veredeln.

AspUra Clip

Mit einem Mini-Inhalator möchte das Startup AspUra Clip am Markt ganz nach vorne. In der Sendung stellten die Gründer Wolfgang Kleiner und Vinh-Nghi Tiet ihren U-förmigen Clip vor, mit dem bei jedem Atemzug ätherische Öle eingeatmet werden. Diese Idee konnte zwei Löwen begeistern: Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer bekundigten Interesse und investierten gleich 600.000 Euro in das Unternehmen. Die Medienpräsens zeigt sich vorteilhaft. Kurz darauf waren sie Gast in einem Teleshopping-Kanal und konnten dort eine große Menge der Clips verkaufen. Nun steht das Produkt in Drogeriemärkten und eine Expansion auf den asiatischen Markt ist auch geplant. Übrigens: Um sich stärker zu den Wettbewerbern abzugrenzen und optische Nähe zum Design des Clips herzustellen, hat sich das Startup umbenannt. Aus dem anfänglichen aspira clip wurde dann AspUra Clip.

aspiraQuelle: TV NOW/Bernd-Michael Maurer
Wolfgang Kleiner und Vinh-Nghi Tiet aus Berlin präsentieren den „Aspiraclip“.

Über den Autor

Autorenprofil: Lisa Goldner

Lisa Goldner

Nach ihrem Abitur 2013 entschied sich Lisa für ein Studium des Journalismus als auch der Unternehmenskommunikation und konnte durch den nahen Praxisbezug ein breit gefächertes Repertoire an Kenntnissen beider Branchen sammeln. Während des Studiums arbeitete sie als Assistenz der Öffentlichkeitsarbeit in einem öffentlich-rechtlichen Kulturbetrieb und erlernte somit auch essenzielle Aufgaben des Eventmanagements. Im Anschluss begann sie in Kiel den Masterstudiengang ”Angewandte Kommunikationswissenschaft“, in dem sie ihre Erfahrungen durch Projekte und wissenschaftliche Arbeiten besonders in den Bereichen Journalismus und Marketing ausbauen konnte. Seit Januar 2020 ist Lisa Volontärin in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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