So viel ist für Arbeitnehmer im Homeoffice drin

Homeoffice-Pauschale: Das musst du zur Regelung wissen

Durch die aktuelle Corona-Krise arbeiten viele Menschen im Homeoffice. Da auf die Menschen deswegen mehr Kosten zukommen, beispielsweise durch einen höheren Stromverbrauch, hat sich die Große Koalition nun auf eine Pauschale geeinigt, mit der Arbeitnehmer entlastet werden sollen.

Durch die weiterhin anhaltende Corona-Krise kommen auf Arbeitnehmer, die ausschließlich im Homeoffice arbeiten, mehr Kosten zu. Zum einen durch einen höheren Stromverbrauch, zum anderen müssen sich manche aber auch erstmal grundsätzlich für die Heimarbeit ausstatten. So werden für viele Haushalte Monitore, Schreibtische oder Schreibtischstühle gekauft. Aufgrund der daraus entstehenden Kosten haben sich Union und SPD auf die konkreten Details der geplanten Homeoffice-Pauschale geeinigt. Mit dieser Homeoffice-Pauschale unterstützt die Koalition die Ausstattung für das Arbeiten von zuhause, unabhängig davon, ob der Arbeitnehmer ein Arbeitszimmer nachweisen kann.

Nach Angaben des finanzpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion, Lothar Binding, soll es eine entsprechende Steuerpauschale von jährlich 600 Euro geben. Das sind fünf Euro am Tag für maximal 120 Tage im Jahr. Diese Regelung sollte zunächst auf zwei Jahre begrenzt sein. Nun hat sich die Große Koalition auf die genauen Details der Homeoffice-Pauschale geeinigt.

Homeoffice-Pauschale: So sieht sie aus

Fest steht nun, dass die Homeoffice-Pauschale in die sogenannten Werbungskostenpauschale eingerechnet und nicht zusätzlich gewährt wird. Die Pauschale in Höhe von 1.000 Euro wird bei der Steuerberechnung pauschal vom Einkommen für Ausgaben abgezogen, die im Zusammenhang mit dem Beruf stehen. Dazu können Fahrtkosten zur Arbeit, Arbeitskleidung oder Weiterbildungen gehören. Damit sinkt die Steuerlast. Wer so hohe Werbungskosten im Jahr hat, mit denen er den Pauschbetrag überschreitet, der muss diese geltend machen. Das wäre beispielsweise beim Arbeitsweg der Fall.

Kickstart – Passives Einkommen (Buch)

Mit der Homeoffice-Pauschale werden Kosten, beispielsweise für Strom, Internet und Telefon gefördert, sagt der CSU Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. „Damit entlasten wir die, die in der Pandemie von zu Hause Enormes geleistet haben und richten das Steuerrecht konsequent auf die moderne Arbeitswelt aus.“ SPD-Fraktionsvize Achim Post sagte zudem, dass Beschäftigte, die in den eigenen vier Wänden arbeiten, ihre Kosten nun einfacher steuerlich geltend machen können.

Wie weise ich meine Zeit im Homeoffice nach?

Ob und wie genau man die zeit, die man im Homeoffice verbracht hat, nachweisen muss oder kann, steht bisher noch nicht fest. Experten raten bisher dazu, sich dafür eine Bestätigung vom Arbeitgeber zu holen. Das ist besonders dann der Fall, wenn jemand mal im Büro und mal von zuhause gearbeitet hat. Normalerweise müssen Arbeitgeber für simple Steuererklärungen keine Nachweise mehr an das Finanzamt einreichen.

Für wen lohnt sich die Homeoffice-Pauschale?

Ob sich die Homeoffice-Pauschale nun für einen lohnt oder nicht, hängt vom Einzelfall ab. Denn diese zählt, ähnlich wie die Pendlerpauschale, zu den Werbungskosten. Bei diesen handelt es sich um Ausgaben, die im Zusammenhang mit dem Beruf entstehen. 1.000 Euro werden dafür pauschal bei allen angerechnet – egal, ob sie das nun nachweisen können oder nicht. Nur wer mit seinen Werbungskosten inklusive Homeoffice-Pauschale über 1.000 Euro kommt, wird somit extra entlastet.

Wer davon profitiert hängt somit davon ab, wie weit man früher zur Arbeit fahren musste. Denn je mehr Tage jemand von daheim gearbeitet hat, desto weniger Pendlerpauschale kann er anrechnen. Diese beträgt 0,30 Euro pro Kilometer. Ab rund 17 Kilometern Arbeitsweg für eine Strecke lohnt sich die Pendlerpauschale also rechnerisch mehr als die Homeoffice-Pauschale.

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Über den Autor

Autorenprofil: Leoni Schmidt

Leoni Schmidt

Nach ihrem Abitur studierte Leoni an der Fachhochschule des Mittelstands in Köln Medienkommunikation & Journalismus. In diesem Studium sammelte sie durch Praktika bei der Rheinischen Post und bei Antenne Düsseldorf viele praktische, journalistische Erfahrung. Neben ihres Studiums arbeitete sie als Werkstudentin bei einem Online-Magazin. Bei diesem wurde sie nach ihrem Studium übernommen und arbeitete dort in der Online-Redaktion. Im Mai 2019 wechselte sie dann zu Digital Beat und Gründer.de und arbeitet seitdem dort als Junior-Online-Redakteurin.

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