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Von Anfang an unter Strom

Was Unternehmensgründer beachten sollten

Die Unternehmensgründung ist ein großes Abenteuer und je nach Geschäftsidee treffen Gründer auf dem Weg zum Ziel auf viele oder wenige Stolpersteine. Von den meisten hört und liest man viel und je nachdem, wen man um Rat fragt, verschieben sich die Prioritäten der elf Basics. Dabei werden häufig die kleinen Wichtigkeiten vergessen die Wichtigkeiten, die den Unterschied machen.

Nach der zündenden Idee braucht es einen guten Plan, hier und da Überzeugungsarbeit und manchmal viel Durchhaltevermögen auf einer anfänglichen Durststrecke. Doch das ist noch lange nicht alles. Der Weg der Unternehmensgründung und der erfolgreiche Start sind eine Herausforderung für sich und können durchaus als Probe auf die Ernsthaftigkeit der Idee gesehen werden. Checklisten helfen dabei, den Überblick zu bewahren und bei der Verwirklichung der eigenen Vision das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Die Checkliste, die den Unterschied macht

Die meisten reden und schreiben beim Thema Unternehmensgründung von Dingen wie Startfinanzierung oder Unternehmensform. Diese und viele weitere Aspekte sind enorm wichtig für eine erfolgreiche Unternehmensgründung und nehmen eine Menge Zeit in Anspruch.

In dieser Zeit gehen Aspekte wie die nachfolgenden sechs schnell unter, werden auf später verschoben oder finden erst in letzter Sekunde Beachtung, dabei sind sie es, die ein Unternehmensfundament stabilisieren.

Erkenne deine Schwächen

Ein Unternehmen erfordert neben der Idee und dem Startkapital auch Verkäufer für die Idee, Buchhalter, Strategen und Planer. Konzentriere dich auf deine Kernkompetenz und engagiere Hilfe für Themen, bei denen du unsicher bist oder viel mehr Zeit verbrauchst als ein Profi. Die Hilfe kann durch Mitarbeiter, Praktikanten, Dienstleister oder auch Familie, Freunde und Bekannte erfolgen.

Sorge für Planungssicherheit bei deinen Energiekosten

Besonders in den ersten Geschäftsjahren ist Planungssicherheit von großer Bedeutung, explodierende Energiekosten können ein ohnehin löchriges finanzielles Fundament zum Einsturz bringen und damit ein vorzeitiges Aus der Unternehmung bewirken.

Eine passende Lösung dafür ist eine Mitgliedschaft in einer Energieeinkaufsgemeinschaft. Diese sind zum Teil auch kostenlos.

Managerhaftung

Aufsichtsräte, Vorstände und Geschäftsführer unterliegen einer sogenannten Managerhaftung. Oft kommt sie zum Tragen, wenn die Unternehmensidee misslingt und das Unternehmen im Rahmen einer Insolvenz liquidiert werden muss.

Darlehensgeber, welche nicht aus der Insolvenzmasse bedient werden können, haben dann unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, aus dem Privatvermögen der geschäfts- und nicht geschäftsführenden Gesellschafter bedient zu werden.

Es ist demnach ratsam, sich bereits bei Unternehmensgründung rechtliche Beratung zu suchen und im Laufe des Geschäftsbetriebes auch immer wieder darauf zurückzugreifen.

Bleibe flexibel

Wo immer möglich, schließe Verträge mit kurzen Laufzeiten oder wenigen Wochen Kündigungsfrist ab, das gibt dir die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren und dich wieder zu lösen, wenn sie (noch) nicht zu deinem Unternehmen passen.

Du fängst klein an? Sei offen dafür groß zu werden!

In kleinen Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern, die vielleicht auch aus Freunden oder guten Bekannten wachsen, sind Entscheidungswege kurz. Die Arbeitsatmosphäre ist locker und vor allem in den ersten Jahren von Enthusiasmus geprägt.

Ab einer bestimmten Mitarbeiterzahl oder einem Break Even an Auftragsvolumen ist es sinnvoll, den Geist der Firma wachsen zu lassen. Strukturen einzuführen, Aufgaben zu verteilen und Profis für Personal, Buchhaltung, Werbung und Weiteres zu engagieren.

Lizenziere deine Verpackungen

Ein Punkt, an den wohl jeder als letztes denkt, sind die Verpackungen, welche durch Ihr Unternehmen an Verbraucher in Deutschland in Umlauf gebracht werden. Für jede noch so kleine Papiertüte und jeden noch so kleinen Kunststoffring musst du Gebühren zahlen oder nachweisen, dass der Hersteller diese Gebühren entrichtet hat.

Die 11 Basics der Unternehmensgründung

Die Basics zur Unternehmensgründung sind in diesem Artikel zwar hinten angestellt, ihnen kommt aber eine ebenso große Bedeutung zu wie den vorgenannten Punkten, welche den Unterschied machen. Einige der To-Do’s bauen aufeinander auf, andere sind zeitgleich abzuarbeiten. Zu den 11 Basics zählen:

  • der Businessplan
  • die Wahl der Rechtsform
  • ein passender, zeitloser, frei zur Verfügung stehender Unternehmensname
  • Anmeldung der Unternehmung im Handelsregister und oder Anmeldung des Gewerbes
  • Steuernummer anmelden
  • die Startfinanzierung klären
  • Unternehmensstandort und wenn nötig Verkaufsflächen finden
  • Webseite erstellen
  • Lieferanten für Rohstoffe oder Waren finden
  • Versicherungen abschließen
  • Prüfen, welche Regularien und Gesetz ihr Unternehmen berühren

Starten lohnt sich

Jede noch so kleine Idee ist es wert, geprüft und ausprobiert zu werden. Sei es auch erst einmal am Stammtisch. Es ist wichtig, über deine eigene Idee zu reden, denn so erhältst du Impulse von außen. Du siehst, wie andere auf das Vorhaben reagieren und bekommst ein Feeling für die Kommunikation deiner Idee. Wo bist du zum Beispiel unkonkret in deinen Erklärungen, hatte vielleicht schon jemand anderes diese oder eine ähnliche Idee. So beginnt deine Idee Wirklichkeit zu werden.

Hör genau hin, wenn es Meinungen zu deiner Idee gibt. Vor allem kritische. Geh ihnen auf den Grund. So kannst du deine Idee verbessern. Doch bitte mit Vorsicht! Aus einem leuchtenden Schuh sollte keine leuchtende Keksdose werden, nur weil du keine Schuhe magst.

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