Dr. Andreas Beck, Wie hat bei Ihnen alles angefangen: Waren Sie schon immer an Finanz-Themen interessiert oder gab es einen Auslöser?
Als Mathematiker ist der Finanzmarkt besonders interessant, da dort Modelle handlungsleitend sind. Ich habe während der Promotion schon bei der Münchener Rück für Lateinamerika gearbeitet. Das hat sich alles dann eher ergeben, als dass es geplant war.
Was waren, finanziell gesehen, Ihre größten Pleiten und Erfolge?
Wir hatten immer große Freude, fachliche Probleme zu lösen. Das Geld kam dann praktisch automatisch hinterher. Fachlich würde ich die Lösung von verschiedenen Methodenproblemen in der Portfolio-Optimierung und die Entwicklung eines zeitsensitiven Risikomaßes nennen.
Welche Strategien verfolgen Sie, um langfristig finanziell erfolgreich zu sein?
Ich kenne zu viele Menschen, die beruflich erfolgreich sind und parallel glauben ihren Lebensstandard anpassen zu müssen. Letztendlich erhöhen sich die Einnahmen und die Ausgaben und am Ende ist es sinnlos. Ich fahre als Geschäftswagen immer noch einen gebrauchten Golf etc., der ganze Firlefanz interessiert meine Familie und mich nicht. Erst dadurch wird man finanziell erfolgreich, weil unabhängig.
Inwiefern hat die Corona-Krise in den vergangenen Monaten Ihre finanziellen Entscheidungen beeinflusst?
2019 haben wir ein spezifisch langfristig ausgerichtetes Risikomodell im Global Portfolio One als Fonds investierbar gemacht. Aus meiner Sicht ein großer Wurf – im Modell erhöht sich durch Krisen die langfristig erwartete Rendite. 2020 dann eine richtige und in gewisser Hinsicht sehr eigenartige Krise, so dass die meisten Modelle wie so oft versagt haben. Unser Modell konnte sich bewähren und die Gefahr von Krisen ist jetzt bei dem Investoren wieder präsenter. In diesem Sinne haben wir von der Krise finanziell profitiert.
Die besten Finanztipps für Krisenzeiten
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Victoria Heinzlmeier