Frischgebackene Mütter kennen das Gefühl: Wahrhafte und reine Glückseligkeit im Angesicht des winzigen Menschleins, welches nun neben einem im Körbchen liegt. Die Wogen des Glücks halten lange an und viele Mütter genießen die Zeit, in der sie einfach nur Vollzeit-Mami sein dürfen. Ein selbstbestimmtes Leben ist fortan passé: Es wird von den Sorgen um das Wohl des Kindes und seinen Bedürfnissen abgelöst. Das Kind ist der aufgehende Stern im Mittelpunkt des eigenen Sonnensystems – Aber irgendwann wird der Wunsch nach mehr als nur Brei aufwärmen, Windeln wechseln und Haushalt schmeißen wach: Bei vielen ist es die Ära der Mompreneur – Zurück zur Selbstbestimmung. Doch wie soll der Spagat zwischen Familie und Selbstständigkeit geschafft werden? Tipps dazu liefert der folgende Artikel.

Ein Mutterschiff bekennt Flagge: Segel der Selbstbestimmung

Es ist ein 24/7 Vollzeitjob, der sich oft zwischen Laufstall und Schreibtisch abspielt, um Beruf und Familie zu einen. Viele Hausfrauen und Herzblutmütter wagen den Sprung ins Eiswasser der Selbstständigkeit: Sie sind getrieben von den Visionen eines erfolgreichen Babystrickwaren-Shops oder der Idee eines Erziehungs-Coaches und mausern sich zu kinderfreundlichen Cafébesitzerinnen oder ähnlichen sozialen Entrepreneurinnen.

Der Grund: Mit einer durchtrennten Nabelschnur hat sich etwas sehr Grundlegendes im Bewusstsein vieler Eltern geändert – Der Wert der Zeit, insbesondere der gemeinsamen Lebenszeit. Umso wichtiger scheint es, das vorhandene Zeitkontingent sinnvoll zu nutzen und dabei eine gesunde Work-Life-Balance zu halten.

Goldene Regeln für den Spagat zwischen Beruf und Familie

Neben den allgemeinen Fragen, die sich jeder auf dem Sprungbrett zur Selbstständigkeit stellen sollte, gibt es für Mütter drei wichtige Ankerpunkte, auf die sie unbedingt achten sollten.

  1. Nicht untergehen! Auf das Ziel fokussieren und motiviert bleiben!
  2. Partner und Familie müssen mit ins Boot!
  3. Fahrpläne für das Mutterschiff: Timing und Struktur sind alles!

Es gibt kaum einen besseren Zeitpunkt als die Elternzeit, um den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Finanzielle Absicherung kommt durch das Elterngeld und das Homeoffice ist sicher eine willkommene Abwechslung zum Fläschchen machen, Wickeln und Co. Freie Zeiteinteilung ist Luxus, sich in Schlafanzughose an den PC setzen, nebenbei mal nach der Wäsche sehen oder wichtige Mails auf dem Spielplatz beantworten – kein Problem, aber auch nicht wirklich ratsam. Nach Möglichkeit sollten Arbeitszeiten und Privates streng voneinander getrennt werden. Deswegen sind Partner und Familie auch unabkömmlich, denn wer beruflich erfolgreich sein will, kommt ohne dieses Backup nicht aus.

Nach der Arbeit: Ein Besuch beim Kaufmannsladen oder auf der hauseigenen Vernissage

Selbstständige Mütter müssen sich klare Grenzen setzen und für eine optimale Work-Life-Balance diese beiden Lebensbereiche streng voneinander trennen – so gut das eben möglich ist. Für den Fall, dass der Sprössling während der Arbeitszeit doch bei Mama bleiben muss, gibt es einige Tipps und Tricks, um beides unter einen Hut zu bringen.

Vorab: Eine Selbständigkeit mit Kindern aufzubauen, ist kein Kinderspiel! Wohl aber dürfen die Schützlinge nebenbei spielen: Während die Mama ihrer Arbeit nachgeht, muss das Kind lernen sich alleine zu beschäftigen. Das bedeutet nicht, es sich gänzlich selbst zu überlassen. Es kann beispielsweise am gleichen Tisch sitzen und malen, während die Mama dem Homeoffice nachgeht. Sind die Gemälde und das Arbeitspensum fertig, können die Kunstwerke zusammen auf einer Vernissage bestaunt werden. Alternativ können sich die Kleinen mit Kuscheltieren, Steckspielen oder Puzzles im gleichen Raum vergnügen. Womöglich helfen die Kleinen auch der Mama beim Mittagessen und probieren die neuesten Gerichte in einer kleinen Kinderküche aus? Vielleicht wird aber auch der Traum nach dem eigenen Business geweckt: Wer den Großen nacheifern möchte, kann sich auch im Einzelhandel probieren und im Kaufmannsladen frische Waren anpreisen, oder eine „Praxis“ für verwundete Stofftiere und Püppchen eröffnen. Solche Rollenspiele sind wichtig für die Entwicklung des Kindes und verschaffen der arbeitenden Mami ein wenig Zeit. Solche Spielsachen kann man auch bequem online kaufen. Bei größeren Kindern wird es zunehmend schwieriger sie von medialen Einflüssen fern zu halten: Strickliesel, Zauberwürfel und Malen nach Zahlen können dem Fernseher aber noch die Stirn bieten.