Cyberattacken auf Startups und KMU nehmen zu
Die Rolle von KI bei Cyberangriffen auf Unternehmen – heute und in der Zukunft
Redaktion
| 15.09.2026
Dieser Artikel stellt die Rolle und Gefahren durch KI bei Cyberangriffen vor, ehe wir dir am Ende ein paar praktische Tipps geben. So können Gründer im Handumdrehen einen hohen Schutz vor den neuen Risiken gewährleisten.
Cyberattacken auf Startups und KMU nehmen zu
Früher hatten es Cyberkriminelle oft auf die großen Konzerne abgesehen, heute interessieren sie sich hingegen immer öfter für die vermeintlich kleinen Fische. Denn bei KMU sind die IT-Systeme noch nicht so stark ausgereift und deshalb oft einfacher zu knacken. Insbesondere auf KI-basierte Angriffe sind kleine und mittlere Unternehmen kaum vorbereitet.
So war allein im vergangenen Jahr 2025 jedes zweite KMU von einem Sicherheitsvorfall betroffen. Zwar geben die meisten Unternehmen schon heute an, dass Cybersicherheit zu ihren Top-Prioritäten gehört. Doch in der Realität gibt es nach wie vor eine große Lücke zwischen dem eigenen Anspruch und der Umsetzung im stressigen Geschäftsalltag.
Demnach kam die gleiche Umfrage auf ein alarmierendes Ergebnis: 84 % der Kleinstunternehmen und 65 % der kleinen Unternehmen sind auf KI-basierte Angriffe schlecht vorbereitet. Die meisten von ihnen vernachlässigen eine proaktive Sicherheitsstrategie – im Ernstfall können sie nur reagieren, da ist es aber oft schon zu spät.
Wie können Kriminelle KI für Cyberangriffe nutzen?
KI identifiziert Schwachstellen in Systemen und Software
Moderne KI-Systeme können heute selbst komplexen Programmiercode innerhalb weniger Minuten verstehen, analysieren und Schwachstellen finden. Das bietet die Möglichkeit für gezielte Cyberattacken. Die Sorge war zwischenzeitlich sogar so groß, dass beispielsweise Anthropic auf Anweisung der US-Regierung den Zugang zu ihrem neuesten Modell für Nutzer aus dem Ausland zwischenzeitlich sperren musste.
KI hilft beim Programmieren von Viren und Schadsoftware
Doch KI-Helfer können auch komplett neue Schadsoftware programmieren lassen, auf die klassische Antivirenprogramme nicht vorbereitet sind. Denn ein neuer Virus muss zunächst in die Datenbank aufgenommen werden, ehe ein Antivirenprogramm ihn erkennen kann. Das gibt Cyberkriminellen einen wichtigen Vorteil, weil ihre Schadsoftware zu Beginn unerkannt agieren kann. Und bei Bedarf lassen sie sich von der KI einfach einen neuen Virus erstellen.
KI unterstützt Angreifer bei Phishing und Social Engineering
Phishing bleibt in fast allen Unternehmen nach wie vor ein großes Problem. Angreifer verschicken täuschend echte Nachrichten an Mitarbeiter. Sie geben sich als Geschäftspartner, Mitarbeiter oder Chef aus, um an Informationen, Zugänge oder sensible Daten zu gelangen. Oder sie versuchen, Ransomware ins Unternehmen einzuschleusen. KI kann diesen Vorgang ohne viel Aufwand personalisieren und automatisieren.
KI erstellt täuschend echte Sprach- und Videobotschaften
Deepfakes sind zwar kein neues Phänomen, doch mithilfe von KI lassen sich täuschend echte Sprach- und Videobotschaften innerhalb weniger Minuten erstellen. Deswegen werden KI-Deepfakes für Unternehmen zu einer ernstzunehmenden Gefahr. Ein Vorgesetzter oder der CEO schicken eine plötzlich echt wirkende Nachricht, um Informationen herauszugeben oder Zahlungen zu veranlassen. Dadurch werden Mitarbeiter unter Druck gesetzt.
KI kann alle oben genannten Angriffe ohne viel Aufwand skalieren
Am Ende ist es aber vor allem die Möglichkeit zum einfachen Skalieren von personalisierten Angriffen, von denen eine besonders hohe Gefahr ausgeht. Das war früher nämlich immer der Engpass. Cyberattacken konnten entweder viele Ziele gleichzeitig anvisieren oder personalisiert sein. KI kann diesen Engpass aufheben und erlaubt Angreifern, ohne viel Aufwand personalisierte Massenangriffe auf Personen und Unternehmen zu starten.
Wie lässt sich das eigene Unternehmen davor schützen?
Hohe Cybersicherheit stellt nach wie vor ein paar grundsätzliche Anforderungen. Zunächst bildet eine aktuelle IT-Infrastruktur das Fundament, damit Sicherheitslücken minimiert und Updates schnell installiert werden können. Hierzu gehören auch eine Firewall und ein modernes Business-VPN, damit alle Zugänge zu sensiblen Daten geschützt werden.
KI lässt sich aber auch zur Steigerung der Sicherheit nutzen. So kann beispielsweise der Next-Gen-Antivirus von NordVPN Betrug, schädliche Websites und Phishing-Angriffe proaktiv erkennen und blockieren, anstatt nur im Nachhinein darauf zu reagieren. Schädliche Downloads, Inhalte und Ransomware landen also gar nicht erst auf einem Gerät.
Zuletzt darf die Bedeutung von regelmäßigen Schulungen aller Mitarbeiter nicht vernachlässigt werden. Hier gibt es speziell bei KMU noch viel Nachholbedarf. IT-Sicherheit und neue Bedrohungen befinden sich im ständigen Wandel. Mitarbeiter müssen also stets auf dem Laufenden gehalten werden, sonst bilden sie das schwächste Glied in der Kette.
Fazit: KI kann in Zukunft eine große Rolle bei Cyberangriffen spielen, Unternehmen müssen sich entsprechend schützen
Die meisten Unternehmen erkennen heute die vielen Vorteile, die KI ihnen bieten kann. Doch die neue Technologie lässt sich auch für Cyberangriffe missbrauchen. Sie kann Schwachstellen identifizieren, Viren erstellen oder personalisierte Phishing-Attacken automatisieren. Speziell Startups und KMU müssen sich darauf gut vorbereiten.
Eine solide IT-Infrastruktur mit allen wichtigen Sicherheitstools sowie regelmäßige Schulungen für Mitarbeiter gehören hierbei zu den Grundvoraussetzungen. So sorgst du als Gründer/in für einen hohen Schutz vor allen neuen Gefahren durch KI.
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