Betriebsbeginn verzögert sich aufgrund mehrerer Umstände
Um ein Jahr verschiebt sich nun der Start kommerzieller Flüge des deutschen Flugtaxi-Unternehmens Lilium. Eigentlich war der Start für 2024 geplant, doch die Zulassung des Elektro-Senkrechtstarters verzögert sich und damit auch der Betriebsbeginn der kommerziellen Flüge.
Doch nicht nur die Zulassung ist der Grund für die Verzögerung. Laut Lilium-Chef Daniel Wiegand gibt es gleich mehrere Gründe. Zum einen die leichten Verzögerungen bei der Auslegung des Modells, zum anderen Detailgespräche mit den Zulassungsbehörden. Aber auch die Corona-Pandemie erleichtert den Start von Lilium nicht erheblich.
Experten bezweifeln den Erfolg von Lilium und anderen Elektro-Flugtaxi-Projekten
Doch durch die Verzögerungen rechnet Firmenchef Wiegand auch mit Umsatzverschiebungen. So musste Lilium die Unterlagen für die US-Börse nochmals aktualisieren. Der neue Zeitplan kommt also nur ein halbes Jahr nach dem Gang an die Technologiebörse Nasdaq, obwohl im Vorfeld mit ca. 900 Beschäftigten ambitionierte Pläne für das Fluggerät vereinbart und präsentiert wurden. Um Investoren zu beeindrucken, sprach die Geschäftsführung von Lilium von Großaufträgen. Doch statt der geplanten 830 Millionen US-Dollar, sammelte das Unternehmen nur 584 Millionen US-Dollar Kapital ein.
Experten und Beobachter des deutschen Unternehmens hegen schon seit längerem Zweifel, inwiefern Lilium seine Pläne und Versprechen halten kann. Denn sowohl Branchenexperten als auch Studien gehen davon aus, dass nur ein Bruchteil der weltweit über 100 Elektro-Flugtaxi-Projekte wirtschaftlich auch wirklich erfolgreich sein werden.

Lisa Goldner