WordPress Sicherheit

Hackerangriffe und Phishing-Aktionen gehören zu den heutigen Kriegsszenarien des virtuellen 21. Jahrhunderts. Um die eigene WordPress-Seite zu schützen, bieten sich folgende Vorgehensweisen an:

  • Achte auf einen aktuellen Stand der Webapplikationen!
  • Bedenke, dass auch Plug-ins bzw. Erweiterungskomponente regelmäßig geupdatet werden müssen!
  • Sichere deine Daten, Datenbanken sowie Systemdateien!
  • Nutze unbedingt sichere Passwörter!
  • Nutze keine typischen Benutzernamen!
  • Sichere unbedingt dein Kontaktformular und das Gästebuch ab!
  • Prüfe regelmäßig deine WordPress-Seite nach Hacks!

Im nachfolgenden Beitrag findest du eine Reihe von Informationen zu den aufgeführten Punkten, die du beachten solltest.

Tipp 1: Achte auf einen aktuellen Stand der Webapplikationen!

WordPress ist eines der beliebtesten Open-Source-Anwendungen, die auf dem Markt zu finden sind. Wenn man sich die Installationen ansieht, so sind die Zahlen in Summe alarmierend, denn im Schnitt sind 75 Prozent der WordPress-Applikationen vollkommen überaltert. Bei anderen Web-Applikationen kann man sogar einen Wert von fast 90 Prozent ansetzen.

Denn hier sind im Schmitt 90 Prozent der Applikationen vollkommen veraltet und entsprechen nicht einmal ansatzweise den aktuellen Sicherheitsstandards, um Phishing zu vermeiden und Hackerangriffen erfolgreich standzuhalten. Aufgrund dessen ist es unbedingt zu empfehlen, die Webapplikationen so aktuell wie möglich zu halten. Es gibt bei WordPress beispielsweise die Option, im Hintergrund Updates einzuspielen, die die gesamte WordPress-Infrastruktur im Hintergrund aktualisieren. Aufgrund dessen solltest du zwingend dafür sorgen, dass diese automatisierte Funktion auch aktiviert ist – andernfalls müsstest du immer dafür Sorge tragen, dass die Applikationen manuell ausgeführt werden. Oftmals besteht hier die Gefahr, dass dies im Alltag schlicht vergessen wird. So haben Hacker leichtes Spiel.

Tipp 2: Bedenke, dass auch Plug-ins bzw. Erweiterungskomponenten regelmäßig geupdatet werden müssen!

Die Nutzung von Plug-ins ist weit verbreitet. Beachte in diesem Kontext jedoch unbedingt, dass die eigenständigen Programme nicht automatisch mit aktualisiert werden, wenn du WordPress aktualisierst. Es sind schlicht eigenständige Dateien.

Hacker sind sich dieser Situation bewusst und nutzen deshalb besonders häufig Plug-ins, um Daten zu stehlen bzw. ihre Hackerangriffe erfolgreich durchzuführen. Hiervon waren in diesem Jahr einige Plug-ins bei WordPress betroffen. Selbstverständlich werden die identifizierten Schwachstellen der eigenständigen Dateien kontinuierlich optimiert und beseitigt, dennoch treten dann im Zuge der weiteren Entwicklung wieder neue Schwachstellen auf. Hacker sind einfallsreich im Finden von Lücken.

Tipp 3: Sicher deine Daten, Datenbanken sowie Systemdateien!

Sollte deine Website erst einmal gehackt worden sein, so ist es faktisch schon zu spät. Im schlimmsten Fall können hier Daten unwiderruflich zerstört worden sein. Es ist auch denkbar, dass Systemdateien hier in diesem Kontext überschrieben werden. Das kann in Summe für den Nutzer ärgerlich sein, denn oftmals sind Template- sowie Themenanpassungen individuell von dir vorgenommen worden.

Die Einstellungen sind nach solch einem Vorfall ebenso meistens zerstört. Im Regelfall betreffen solche Vorgänge bei WordPress dann Dateien wie zum Beispiel index.php, wp-config.php sowie style.css. Regelmäßig durchgeführte Backups deiner Daten sowie Systemdateien sind aufgrund dessen wichtig, um deine Webanwendungen vernünftig zu schützen. Für WordPress kannst du in diesem Zusammenhang das kostenfreie Plug-in BackupWord-Press nutzen. Es gibt jedoch auch kostenpflichtige Backup-Pro-Varianten.

Tipp 4: Nutze unbedingt sichere Passwörter!

Das Thema Passwortsicherheit ist ein Komplex, der weit verbreitet ist. Sichere Passwörter sollten im Allgemeinen eine Selbstverständlichkeit darstellen, dennoch gibt es hier immer wieder Angriffspunkte. In der Praxis werden jedoch immer wieder Passwörter verwendet, die ein Hacker leicht knacken kann. Grundsätzlich gilt die Richtlinie, dass ein Passwort mindestens acht Zeichen aufweisen sollte.

Nutze hierbei immer kleine Buchstaben sowie vereinzelt große Buchstaben, Sonderzeichen und Zahlen. Es sollten immer Wörter vermieden werden, die man im Wörterbuch findet. Es gibt mittlerweile sogar unabhängige Tools, die für einen kostenfrei sichere Passwörter generieren.

Tipp 5: Nutze keine typischen Benutzernamen!

Schenke bei deiner Sicherheit jedoch nicht nur einem sicheren Passwort Beachtung, sondern auch dem Benutzernamen, den ein Unbefugter nicht ganz so einfach erraten kann. Vermeide in diesem Zusammenhang zwingend Standardnamen, wie Administrator, Admin oder Klarnamen. Es ist ratsamer, hier komplexere Namen zu verwenden. Nutze leichtere Erweiterungen durch Jahreszahlen oder auch zusätzliche Kürzel, um mehr Sicherheit vor Hackern zu gewinnen.

Tipp 6: Sichere unbedingt dein Kontaktformular und das Gästebuch ab!

Als ebenso beliebt für Angriffspunkte gelten Kontaktformulare sowie Gästebücher. Hier solltest du dringend einen extra sicheren Schutz einhalten. Es bietet sich eine praktische und einfache Variante des Schutzes, wenn du Captchas verwendest. Wenn du also Gästebücher oder dein Kontaktformular absichern möchtest, so achte darauf, dass du Captcha-Plug-ins nutzt.

Tipp 7: Erweiterte Sicherheitsvorkehrungen für WordPress

Darüber hinaus ist zu empfehlen, dass du für deine WordPress-Seite neben diesen Basictipps ebenso zusätzliche Vorkehrungen nutzt, um potenzielle Hackerangriffe abzuwehren und Schadprogramme zu blockieren.
Erstelle am besten einen eigenen Zugriffsschutz, für deinen eigenen Administrationsbereich durch .htaccess. Es bietet sich hierbei auch eine autarke Zugriffsverwaltung an, die durch ein Administrationstool sichergestellt werden kann. Modifiziere und optimiere die einzelnen Rechtevergaben der Dateien und der Verzeichnisse. Unterbinde in diesem Zusammenhang die Ausführung sogenannter PHP-Dateien in den Verzeichnissen.

Tipp 8. Prüfe regelmäßig deine WordPress-Seite nach Hacks!

Du siehst, du kannst einiges machen, um einen Hackerangriff zu vermeiden. Wichtig ist, dass du schnellstmöglich aktiv wirst, um einen möglichen Schaden zu verhindern. Oftmals ist es so, dass du als Website-Betreiber erst zu spät bemerkst, dass du gehackt wirst oder wurdest. Aufgrund dessen ist eine regelmäßige Prüfung und Wartung angeraten, um mögliche Angriffe frühzeitig zu erkennen, um gegebenenfalls zeitnah reagieren zu können. Im Internet findest du eine Reihe von kostenfreien Tools, die dir das Arbeiten so einfach wie möglich machen.

Fazit: WordPress-Sicherheit

WordPress gehört zu einer der beliebtesten Anwendungen im Internet. Aufgrund dessen zählt es parallel ebenso zu einer der beliebtesten Angriffsziele von Hackern. Um hier für dich eine maximale Sicherheit zu schaffen und zu gewährleisten, solltest du einige Standardvorgehen beachten, sodass du auf Nummer sicher gehst. Die geschilderten Tipps lassen sich in der Praxis recht einfach durchführen und garantieren dir ein gutes Arbeiten mit WordPress.

Solltest du dennoch einmal gehackt worden sein, so empfiehlt es sich dringend, mit deinem Provider in Kontakt zu treten, um den möglichen Schaden zu begrenzen und der Situation wieder Herr zu werden. Verliere in diesem Kontext nicht den Kopf und gehe den technischen Vorschlägen deines Providers nach.