WordPress ist großartig. Nicht nur, weil du damit sehr schnell kostenlos verdammt gute Blogs und Websites einrichten kannst. Sondern auch, weil du mit der riesigen Auswahl an WordPress Plugins genau die Funktionen einbaust, die du brauchst. Anstelle eines riesigen Gesamtpaketes installierst du also eine Grundversion und fügst nur noch das hinzu, was du benötigst.
Die Sache hat nur einen Haken: Die Menge an Plugins ist unüberschaubar groß. Es gibt nicht nur eine gigantische Anzahl an Funktionen, die man durch sie umsetzen kann. Es gibt auch noch für jede Funktion mehrere Plugins, die mehr oder weniger dasselbe tun. Deshalb brauchst du insbesondere am Anfang deiner WordPress-Karriere eine Liste, die dir einen Überblick über die besten WordPress Plugins gibt.

Wähle mit Bedacht

Die meisten Plugins sind kostenlos und nach der Installation ohne Schwierigkeit einzurichten. Trotzdem solltest du es nicht übertreiben. Denn je mehr von den kleinen Zusatzprogrammen du nutzt, desto langsamer lädt deine Seite. Natürlich gibt es auch wieder Plugins, die dieses Problem angehen, aber das wäre ziemlich umständlich. Arbeite lieber nach dem Prinzip „weniger ist mehr“.
Ehe du also beginnst, zu installieren, mache dir erst einen Plan, was genau du möchtest. Welche Funktionen soll deine Seite später haben und auf welche Spielereien kannst du eigentlich doch ganz gut verzichten?
Natürlich ist es auch sinnvoll, regelmäßig zu prüfen, ob es Updates oder bessere Alternativen zu deinen Plugins gibt. Durch veraltete Plugins erhöhst du das Sicherheitsrisiko durch Hacker für deine Website. Gute WordPress Plugins erkennst du daran, dass sie gute Bewertungen anderer Nutzer haben und regelmäßig aktualisiert werden.

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Plugins und das DSGVO

Das DSGVO hat sich länger angekündigt. Trotzdem ist es für beinahe jeden noch ein eher unverständliches Gesetz, das viele Fragen offen lässt. Bei der Wahl deiner Plugins solltest du es aber dennoch im Hinterkopf haben. Manche Plugins verstoßen gegen das DSGVO und werden gerade erst geupdatet. Andere nutzen z. B. Google Fonts, auf die du in deiner Datenschutzerklärung hinweisen musst.
Hier hilft nur eines: In den sauren Apfel beißen und bei jedem Plugin einzeln informieren. Aber zumindest gerätst du so nicht in Versuchung, doch zu viele Plugins zu installieren.

#1: UpdraftPlus – Backup/Restore

Stell dir den Worst Case vor: Plötzlich ist deine Website weg. Es gab Serverprobleme, ein Update hat deine Seite zerfetzt oder du warst das Opfer eines Hackers – Gründe gibt es viele. Zum Glück hast du ein aktuelles Backup, um den Schaden minimal zu halten, oder?
Auch, wenn dein Provider Backups für dich anlegt, solltest du dich nicht alleine darauf verlassen. Du weißt nie, wie alt die Backups deines Providers sind, und ob sie tatsächlich fehlerlos und vollständig sind. Gehe also auf Nummer sicher und sorge mit Updraft selbst für eine aktuelle Sicherung deiner Seite.

#2: Yoast SEO

Wenn du bei Google nach vorne kommen willst, geht es nicht ohne Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO. Deshalb ist das SEO Plugin von Yoast ein absolutes Must Have. Es ermöglicht dir nicht nur, komfortabel Metabeschreibungen und –titel hinzuzufügen und erstellt XML-Sitemaps für dich, sondern hilft mit einem einfachen Ampelsystem dabei, deine Texte auf Vordermann zu bringen.
Ein weiterer Vorteil ist der Flesch-Reading-Ease-Wert, den dieses Plugin dir berechnet. Er gibt an, wie gut dein Text zu verstehen ist und geht im Detail auf den Stil wie Satzlänge und Verwendung von Bindewörtern ein.
Ein kleiner Nachteil ist, dass das Plugin nur die Keywords in einem Text auswertet, die exakt so geschrieben wurden wie das definierte Keyword. Variationen werden dabei ignoriert, während Google diese längst in seinen Suchalgorithmus aufgenommen hat. Statt einen Text für einengrünen Punkt im Plugin sehr holprig zu formulieren, schreibe ihn lieber flüssig und so, dass deine Leser ihn auch mögen.

#3: Cookie Notice

Cookie Notice

Aus rechtlichen Gründen musst du deine Seitenbesucher darüber informieren, wenn auf deiner Seite Cookies zum Einsatz kommen. Da jede WordPress-Seite Cookies nutzt, musst du dich automatisch mit dem Thema beschäftigen.
Cookie Notice hat sich dabei besonders hervorgetan. Es ermöglicht z. B. auch Tracking Codes wie Google Analytics erst dann aktiv werden zu lassen, wenn der Seitenbesucher dem Einsatz der Cookies zugestimmt hat.

#4: Antispam Bee

Niemand mag Spam Kommentare, die Blogs verstopfen und zumüllen. Antispam Bee hilft zuverlässig dabei, sie auszufiltern und abzublocken. Es löscht Spamkommentare und verschiebt sie automatisch in den entsprechenden Ordner, wo du sie von Zeit zu Zeit bequem löschen kannst.

#5: Shariff Wrapper

Mit Shariff Wrapper erstellst du Buttons, mit denen deine Beiträge in den sozialen Netzwerken geteilt werden können. Dies ist das einzige Plugin in diesem Bereich, das datenschutzrechtlich verwendet werden darf. Denn mit Shariff Wrapper werden die Buttons erst durch ein Anklicken aktiviert, während sie bei anderen WordPress Plugins automatisch aktiv sind und so Daten deiner Seitenbesucher übertragen, sobald sie eine Seite aufrufen.

#6: Wordfence

Wordfence

Wordfence kostet zwar viel Speicherplatz, macht dies aber mehr als wett. Es hat eine Firewall und einen Virenscanner, und prüft darüber hinaus, ob durch Schadprogramme oder Hacker Änderungen an den WordPress-Dateien vorgenommen wurden. Dabei gleicht es auch deine installierten Plugins mit den Versionen auf dem WordPress-Server ab und erkennt so auch minimale Änderungen.

#7: Anti-Malware Security and Brute-Force Firewall

Weniger speicherintensiv ist Anti-Malware Security and Brute-Force Firewall, eine solide Alternative zu Wordfence. Der Fokus liegt auf der Bekämpfung von Malware. Ein Nachteil ist mitunter, dass es noch nicht ins Deutsche übersetzt wurde.

#8: WP Super Cache

Unter den kostenlosen WordPress Plugins, welche die Ladezeit deiner Seite verringern, ist WP Super Cache eine gute Wahl. Caching heißt, dass nicht bei jedem neuen Seitenbesuch eine neue Anfrage an die Datenbank geschickt wird, wodurch die Ladezeit sich deutlich verlängert. Entsprechende Plugins speichern die nötigen Daten zwischen und sorgen so für einen rasanten Seitenaufbau.
Aber auch, wenn WP Super Cache zuverlässig funktioniert, ist nach der Aktivierung eine gründliche Prüfung deiner Seite notwendig. Denn manchmal kommt es durch die dynamischen Elemente von Onlineshops zu Schwierigkeiten mit Caching Plugins. In der Regel sollte es aber keine Probleme geben.

#9: WP Fastest Cache

WP Fastest Cache

Eine Alternative für gute Ladezeiten ist WP Fastest Cache. Nutze aber nicht mehr als ein Caching Plugin zur Zeit, um Schwierigkeiten zu vermeiden! Wenn du zwischenzeitlich an deiner Seite arbeitest, denke aber daran, deinen Cache zu leeren, um auch die aktuelle Seitenversion sehen zu können.

#10: WP Smush

Wo wir gerade bei der Ladezeit sind, spielen auch Grafiken eine wichtige Rolle. Je größer ein Bild, desto langsamer lädt es. Das vergrault Besucher und wird von Google bestraft.
WP Smush schrumpft die Bilder ein, die du in die Mediathek hochlädst. Auch vorhandene Bilder kannst du so mit wenigen Klicks verkleinern. So sparst du Ladezeit und Speicherplatz.

#11: WP-Sweep

Auch WP-Sweep sorgt für mehr freien Speicherplatz. Wie der Name sagt, fegt dieser Besen alle ungenutzten und doppelten Dateien weg. Dazu gehören u. a. gelöschte Kommentare, Spam oder automatische Entwürfe. Darüber hinaus optimiert WP-Sweep deine Datenbanktabellen.

#12: Autoptimize

Autoptimize

Auch Autoptimize verringert die Ladezeit deiner Seite. Dafür komprimiert es die CSS- und JavaScript-Dateien, die du auf der Seite verwendest. Durch die geringere Dateigröße gewinnst du bereits Geschwindigkeit. Zusätzlich leitet das Plugin die Aufrufe in den Footer des Themes, was die Ladezeit zusätzlich senkt.

#13: PopupAlly

Wenn du deinen Newsletter ausbauen und mehr Empfänger bekommen willst, sind ansprechend gestaltete Popups eine gute Möglichkeit, die nötige Aufmerksamkeit dafür zu generieren. PopupAlly ermöglicht es dir auch ohne Programmierkenntnisse angepasste Popups zu gestalten, die deine Seitenbesucher direkt ansprechen.
Ein Nachteil ist, dass nur die kostenpflichtige Premiumvariante gemäß dem DSGVO zum Einsatz kommen sollte.

#14: MailChimp

MailChimp ist eines der weltweit führenden Tools für Newsletter. Neben dem „Forever Free“-Tarif mit einem kleinen Werbebanner gibt es verschiedene bezahlte Tarife. Die Einbindung von MailChimp in deine WordPress-Seite erfolgt übersichtlich mit dem Plugin MailChimp for WordPress.

#15: Contact Form 7

Contact Form 7

Mit Contact Form 7 richtest du Kontaktformulare ein und verwaltest sie. Das Plugin bietet dafür Funktionen wie Textfelder, Checkboxen, ein E-Mail-Feld und weitere. Nutzt ein Seitenbesucher, erhältst du eine E-Mail, die du mit diesem Plugin anpassen kannst. Zudem kannst du einstellen, dass auch der Besucher eine Kopie dieser Nachricht erhält.
Um der DSGVO zu entsprechen, kannst Du eine zusätzliche Einwilligungs-Checkbox zum Datenschutz hinzufügen. Hier stimmt der Nutzer der Verarbeitung seiner Daten zu, ehe er eine Nachricht an dich senden kann.

#16: Broken Link Checker

Es ist kaum etwas ärgerlicher, als wenn gesetzte Links nach einiger Zeit nicht mehr aktuell sind und ins Leere führen. Aber je mehr Inhalte du hast, desto schlechter kannst du ständig alle Links kontrollieren.
Broken Link Checker übernimmt dies für dich und findet fehlerhafte Links und fehlende Bilder. Zusätzlich verhindert dieses Plugin, dass Suchmaschinen defekten Links folgen. Die Bearbeitung dieser Links erfolgt über die Plugin-Seite, so dass du nicht erst einzelne Beiträge suchen musst.
Der Nachteil ist, dass es die Server-Ressourcen deutlich belastet. Statt es dauerhaft aktiviert zu halten, nutze es besser gezielt und deaktiviere es anschließend wieder.

#17: Thrive Architect

Thrive Architect ermöglicht es dir, Seiten individuell und einfach zu gestalten. Es boostet den bekannten Editor von WordPress, in dem du deine Texte entweder im visuellen oder im Text-Modus schreibst. Es bietet dir einen WYSIWYG (what you see is what you get)- Editor. Ohne Programmierkenntnisse kannst du hier per Drag & Drop Seiten individuell gestalten. Großartige Landingpages sind so kein Problem mehr. Entwickelt wurde das Plugin zusammen mit anderen von Thrive Themes.

#18: WooCommerce

Woocomerce

Wenn du einen Onlineshop einrichten willst, ist WooCommerce das Plugin der Wahl. Es ist geeignet für physische und digitale Produkte in verschiedenen Varianten. Es bietet die Option von Instant-Downloads für Käufer oder Affiliate-Produkte anderer Anbieter zu vertreiben. Auch eine Berechnung der Versandkosten in Echtzeit ist kostenlos möglich. Nicht zuletzt unterstützt das Plugin verschiedene Zahlungsformen.
Je nach gewünschten Funktionen kannst du Mitgliedschaften oder wiederkehrende Abonnements mit Premium-Erweiterungen hinzufügen.
Mit dem kostenlosen Theme Storefront gestaltest du das Design deines Onlineshops und kannst ihn genau an deine Bedürfnisse anpassen.

#19: Custom Sidebars

Kennst du das Problem, dass du auf deiner Startseite gerne andere Elemente in der Sidebar hättest als in der Seite mit deinen Leistungen oder deinen Blogbeiträgen? Custom Sidebars macht dies möglich. Es erlaubt dir, verschiedene individuelle Sidebars zu gestalten und einzustellen, in welchen Bereichen deiner Seite sie angezeigt werden. Auf diese Weise können die Widgets in der Seitenleiste genau auf die jeweilige Seite abgestimmt werden.

#20: Limit Login Attempts Reloaded

Um eine WordPress-Seite zu knacken, greifen Hacker oft auch die Brute-Force-Methode zurück: Sie probieren so viele Passwörter wie möglich, bis sie zufällig das richtige erwischt haben. Natürlich sind sichere Passwörter Pflicht und natürlich verwendest du nicht „12345“ oder „qwertz“ als Passwort. Das alleine reicht aber noch nicht.
Limit Login Attempts Reloaded ist der Nachfolger von Limit Login Attempts, das über fünf Jahre hinweg nicht geupdatet wurde. Das Prinzip ist das gleiche: Du legst fest, nach wie vielen fehlerhaften Loginversuchen eine Sperrung aktiv wird und wie lange diese anhält. Damit machst du Brute-Force-Angriffe unmöglich oder zumindest sehr, sehr schwer.

#21: Redirection

Redirection

Früher oder später wirst du dich mit dem Thema Weiterleitungen auseinandersetzen müssen. Redirection ermöglicht es dir, sehr intuitiv 301-, 302- oder 307-Weiterleitungen einzurichten. Darüber hinaus zeigt es dir auch 404-Fehlermeldungen an, damit du korrekte Weiterleitungen einrichten kannst. So sehen weder Suchmaschinen noch deine Seitenbesucher die nicht existierende Seite. Wenn du einmal deine Domain wechselst, kannst du mit diesem WordPress Plugin den Suchmaschinen den Umzug mitteilen und fliegst so nicht aus dem Index.

#22: SubHeading

Insbesondere im redaktionellen Bereichen sollten Unterüberschriften verwendet werden. Wie dies aussieht, kannst du dir direkt auf gruender.de anschauen, wo Unterüberschriften zum Einsatz kommen.
Mit dem Plugin SubHeading ist dies kein Problem: Es fügt im Editor ein entsprechendes zusätzliches Feld ein.

#23: Prosodia VGW OS

Du willst mit deinen Blogartikeln Geld verdienen? Dann ist die Verwertungsgesellschaft Wort, kurz VG Wort, für dich interessant. In dem Verein haben sich Autoren zur gemeinsamen Verwertung von Urheberrechten zusammengetan. Für Texte im Internet, die mindestens 1.800 Zeichen lang sind und in einem Jahr eine bestimmte Zahl an Aufrufen erreichen, kannst du einen gewissen Betrag bekommen. Die erforderlichen Zugriffszahlen und der Betrag wird jedes Jahr von der VG Wort festgelegt.
Gemessen werden die Zugriffe über Zählpixel, die du in jeden Beitrag einfügst. Je mehr Texte du hast, desto unübersichtlicher wird dies. Das Plugin Prosodia VGW OS unterstützt dich dabei, indem es Zählmarken samt Zuordnung im Admin-Bereich des Backends verwaltet. Darüber hinaus zeigt es an, ob ein Beitrag die notwendige Zeichenmenge erreicht hat und die eingefügte Zählmarke korrekt wiedergegeben wird.

War das alles?

Nein, natürlich nicht. Wie eingangs gesagt, gibt es zahllose wichtige WordPress Plugins. Mit dieser Liste hast du aber einen sehr guten Überblick über wichtige und nützliche Plugins, mit denen du sehr weit kommst. Und je genauer du weißt, was du umsetzen möchtest, desto gezielter kannst du nach weiteren Plugins suchen.

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