Dass Facebook für Gründer.de ein sehr wichtiger Bestandteil von vielen Geschäftsaktivitäten ist, ist den meisten Lesern unserer Blogs mittlerweile hinlänglich bekannt. So gibt es beispielsweise zahlenmäßig mit Abstand mehr Artikel über Facebook in unserem Blog als über andere Netzwerke.

Warum ist das so?

Ganz einfach – um Facebook wird es einfach nicht langweilig. Das Unternehmen rund um Mark Zuckerberg versteht es, immer wieder mit Schlagzeilen auf sich aufmerksam zu machen.

Sei es durch fulminante Übernahmen, wie beispielsweise der des Kommunikationsriesen „What´s App“, des Virtual-Reality-Spezialisten „Oculus“ oder des Netzwerkes „Instagram“, oder durch die jüngste Übernahme der aktuell beliebten Foto-App „MSQRD“, sei es durch eigene Innovationen wie dem Facebook-Messenger.

Hinzu kommt auch, dass Facebook nun einmal das wohl wichtigste und bekannteste soziale Netzwerk der Welt ist.

Doch es gibt wieder mal etwas Neues

Die neusten News in puncto Facebook kommen von der Entwicklerkonferenz. Hier gab das Unternehmen bekannt, wie es mit seinem Messenger weitergehen soll. Den vorgestellten Plan kann man ohne Zweifel als weitere Revolution bezeichnen.

Wie diese Revolution aussieht

Auf der Entwicklerkonferenz kündigte Facebook an, die Funktionalität seines Messengers dahingehend auszubauen, dass Nutzer das Netzwerk zukünftig bei allen ihren Aktivitäten nicht mehr verlassen müssen.

Egal, ob es sich um Bestellungen für einen gemütlichen DVD-Abend zu Hause handelt, um ein Taxi oder um andere Aufgaben, die neuen Funktionen des Messengers sollen alle Anfragen selbstständig lösen können.

Das Ganze soll durch die Nutzung von sogenannten „Chatbots“ ermöglicht werden, die mit als künstliche Intelligenzen den Nutzern viele Schritte der aktiven Kommunikation abnehmen sollen.

Was wäre der Vorteil?

Einen Vorteil, den Facebook in der Entwicklung eines „intelligenten“ Messengers sieht, ist die vereinfachte Kommunikation für die Nutzer. So können Nutzer zukünftig vor allem mit Unternehmen wie Reparatur-Dienstleistern, Bestellservices oder anderen Arten von Unternehmen auf einer neuen Ebene kommunizieren.

Der Vorteil daran wäre, dass Nutzer nicht mehr viele verschiedene Apps auf Ihrem Smartphone verwenden müssen, sondern alles über den Messenger regeln können.

Ein Effekt dieser Umsetzung wäre sicherlich, dass die Anzahl von Apps auf Nutzer-Smartphones deutlich abnehmen würde.

Voraussetzung dafür wäre natürlich, dass die betreffenden Unternehmen auch mitmachen.

Doch bei 900 Millionen Nutzern des Facebook-Messengers wird es sicher das ein oder andere Unternehmen geben, welches als Vorreiter fungiert und vielen weiteren Unternehmen den Weg ebnet.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten

Natürlich geht Facebook diesen Schritt nicht aus Liebe zu seinen Nutzern.

Für Facebook hätte eine erfolgreiche Umsetzung dieses Plans natürlich den Vorteil, dass sich so auch der viel genutzte Facebook-Messenger kommerzialisieren lassen würde.

Aktuell nutzen viele User die App lediglich dazu, Nachrichten hin und her zu schicken. So werden über den Messenger täglich 60 Milliarden Nachrichten verschickt.

Zudem ist die Frage des Datenschutzes sehr kritisch zu sehen. Wird zukünftig alles über eine App abgewickelt, bedeutet das, dass Facebook mehr Zugang zu sensiblen Daten erhält, als es bisher schon sammelt. Hinzu kämen die sehr sensiblen Bankdaten.

Was die Verbraucherschützer in Deutschland zu so einer „Monopol-Lösung“ sagen werden, kann man sicher prognostizieren.

Eure Meinung ist gefragt

Zum Schluss ist mal wieder Eure Meinung gefragt. Wie seht Ihr den Plan Facebooks, den Messenger zu einem Alleskönner umzufunktionieren? Seht Ihr dem Plan eher positiv oder negativ entgegen?

Wir freuen uns auf Eure zahlreichen Kommentare.

Mit besten Grüßen,
Simon Seidl
Produkt Manager, Gründer.de

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