Bei einem Entrepreneur hat jeder eine Vorstellung von einer bestimmten Person im Kopf

Bei dem Begriff Entrepreneur hat jeder ein Bild im Kopf – Doch was ist ein Entrepreneur wirklich?

Entrepreneur – ein Begriff, der toll klingt und Großes und Besonderes verspricht. Allerdings bedeutet Entrepreneur auf deutsch nichts anderes als „Unternehmer“. Die Bezeichnung stammt aus dem Französischen und setzt sich aus den beiden Wörtern „entre“ und „prendre“ zusammen. Auf deutsch übersetzt heißt das so viel wie „unternehmen“. Doch wie genau wird man so ein Entrepreneur?

Was ist ein Entrepreneur?

Bereits im Jahre 1725 wurde der Begriff Entrepreneur erstmalig verwendet – vom britischen Volkswirt Richard Cantillon. Für ihn stellte der Entrepreneur den Risikoträger des Unternehmens dar, der einer hohen Einkommensunsicherheit unterlag. Später wurde der Begriff und seine Definition von Joseph Schumpeter und auch David McClelland erweitert und verfeinert.

Das heißt, im klassischen Sinne der Definition versteht man unter einem Entrepreneur der Gründer und Inhaber des Unternehmens. Seine Handlungen zeichnen sich durch Verantwortungsbewusstsein, Eigenständigkeit und Willensstärke aus – eben das, was von einem Firmeninhaber, der das Unternehmerrisiko trägt, erwartet wird. Heute geht der Begriff Entrepreneur aber ein bisschen über die eigentliche Funktion eines Geschäftsführers hinaus. Beispielsweise zeichnet er sich auch durch innovative Ideen aus, die ihrer Zeit voraus sind. Zudem handeln Entrepreneure sehr zielorientiert, engagiert und schrecken nicht vor Risiken zurück.


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Definition: Was bedeutet der Begriff Entrepreneurship?

Entrepreneurship umfasst den gesamten Themenkomplex, der den Bereich des Unternehmertums und der Selbstständigkeit betrifft. Dabei geht es allerdings nicht nur um die einfache Übersetzung des Wortes Entrepreneur, sondern um die Person, deren Charakter, Lebenseinstellung und auch Fähigkeit, ein Unternehmen erfolgreich zu führen, es weiter nach vorne zu treiben. So bezeichnet der Begriff Entrepreneurship die Passion des Unternehmers, seine Unternehmensgründung und die Motivation, seine Idee umzusetzen und sich selbst und seinen Traum zu verwirklichen.

Welche Auswirkungen hat Entrepreneurship?

Prominente Beispiele des Entrepreneurship fallen wohl jedem auf Anhieb und ohne groß nachzudenken, ein. Unternehmen wie Apple und dessen Gründer Steve Jobs oder Muhammad Yunus, der 1983 das Mikrofinanz-Kreditinstitut „Grameen Bank“ in Bangladesch gründete, stehen als prominente Beispiele des Entrepreneurship. Yunus ermöglichte es Menschen, die an der Hungersnot litten, kleine Unternehmen zu gründen und ihnen so die gesellschaftliche als auch wirtschaftliche Teilhabe zu bieten. Für diese Idee wurde Yunus 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sowohl Jobs als auch Yunus lösten mit ihren einzigartigen und kreativen Ideen in der Entwicklungspolitik als auch in der Computerindustrie einen tiefgreifenden Wandel aus.

In den USA kann ein Großteil des Zuwachses an Arbeitsplätzen auf die schnell wachsenden und innovativen Unternehmensgründungen zurückzuführen sein. In Deutschland hingegen steckt Entrepreneurship sozusagen noch in den Kinderschuhen.

Was Gründer und Unternehmer von Apple lernen können

Fördermittel von Bund und Ländern

Bund und Länder stellen zur Förderung der Unternehmensgründungen diverse Fördermittel zur Verfügung. Vor allem innovative Geschäftsmodelle sollen durch die Fördermittel von Bund und Land unterstützt werden. Studien zufolge schlummern an unseren deutschen Hochschulen immense Potentiale für innovative Geschäftsideen und -modelle. Hier wird geforscht, gelernt und gelehrt, allerdings werden Forschungsergebnisse nicht entsprechend verwertet. Um dies zu ändern, wurden bereits an vielen Hochschulen in Deutschland Gründungszentren etabliert. Diese Gründungszentren suchen nach den kreativen Köpfen in den Schulen, leiten und führen sie bei ihren ersten Schritten innerhalb der Selbstständigkeit.

Wenn du eine innovative Geschäftsidee hast, mit der du dein Unternehmen gründen möchtest, solltest du dich über die möglichen Fördermittel informieren.

Staatliche Fördermittel für deine Gründung: Wieviel wartet auf dich?

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Die verschiedenen Richtungen des Entrepreneurship

So vielseitig wie die Entrepreneure ist das Entrepreneurship. Dabei gibt es verschiedene Stilrichtungen, wie beispielsweise Social Entrepreneurship, Ecopreneurship, Serial Entrepreneurship und viele andere. Wie sich diese Stilrichtungen des Entrepreneurship unterschieden, möchten wir dir im Folgenden kurz aufzeigen.

High-Tech Entrepreneurship

Wie der Name schon sagt, basiert die Gründung des Unternehmens in erster Linie auf der wissensintensiven Technik mit einem hohen Innovationsgrad. Gerade bei dieser Art von Gründung ist in der Regel eine lange und meist sehr kapitalintensive Entwicklungszeit notwendig. Diese Zeit gilt es mit entsprechenden Mitteln zu überbrücken. Für genau diese Gründungsform gibt es verschiedene Förderprogramme, die mit einer guten Planung und einem überzeugenden und durchdachten Konzept, unterstützen.

Regional Entrepreneurship

Auch hier beinhaltet der Name schon den Inhalt. Regionale Unternehmen sind mit ihrer Region verbunden und verwurzelt. Bei ihnen steht oftmals die Förderung der regionalen Verbundenheit im Vordergrund, was sich auch in der Unternehmenskultur niederschlägt.

Social Entrepreneurship

Bei diesem Entrepreneurship steht das soziale Unternehmertum im Vordergrund. Solche sozialen und sozial eingestellten Unternehmen werden in der Zukunft wohl immer wichtiger werden, da die öffentlichen Fördermittel immer weniger werden. Das heißt, das Unternehmen muss ohne die Beteiligung der öffentlichen Mittel auskommen. Um die sozialen Probleme und Herausforderungen zu lösen, sind natürlich kreative Ideen gefragt und mit diesen lassen sich große Märkte erobern.

Ecopreneurship

Dieses Unternehmertum stellt sich den Herausforderungen des Umweltschutzes. Hier sind geschäftstüchtige Unternehmer am Werk, die in der Umwelt und dem Umweltschutz ein großes Potential für ihr Unternehmen sehen. Ecopreneure zeichnen sich durch einen hohen Innovationsgrad aus, sie decken Marktnischen auf und finden kreative Lösungen, um beispielsweise diverse Folgen des Marktversagens zu beheben. Ebenfalls zählen sie zu den pragmatischen Visionären, die ihre Denkweise und Vorstellung von einer lebenswerten und nachhaltigen Umwelt in die Tat umsetzen.

Senior Entrepreneurship

Für diese Unternehmer gilt die gesetzliche Altersgrenze und das Renteneintrittsalter nicht. Sie arbeiten über diese Zeiten hinaus, bestimmen ihre Tätigkeiten selbst. Ein Senior Entrepreneur bringt den Vorteil mit, dass er über eine jahrzehntelange Erfahrung verfügt, die er in seinem Unternehmen und in seinen Tätigkeiten einbringen kann. Viele Unternehmen haben gemerkt, dass das Wissen der Senior Entrepreneure Goldwert ist und sind mehr als froh, dass diese Menschen ihre Unternehmerkarriere im Rentenalter beginnen oder fortsetzen.

Viele ältere Menschen werden für Unternehmen immer interessanter

Ältere Menschen bringen viel Erfahrung mit – davon wollen viele Unternehmen profitieren

Serial Entrepreneurship

Mehrfach- oder Seriengründer stecken hinter diesem Begriff. Diese Seriengründer sind aktuell immer nur mit einem Gründungsprojekt beschäftigt, doch nach deren Abschluss widmen sie sich einem neuen Gründungsprojekt. Mehrfachgründer hingegen sind gleichzeitig an mehreren Gründungen beteiligt. Dabei steht für ihn nicht unbedingt der Erfolg jedes einzelnen Gründungsprojektes im Vordergrund, sondern die Gesamtheit der Projekte, mit denen er in der Summe entsprechend genug erwirtschaftet.

Intrapreneurship

Hierbei handelt es sich um einen Gestaltungsansatz, um die Flexibilität und Innovationskraft in allen Ebenen eines Unternehmens zu erhöhen. Dabei werden die Arbeitnehmer dazu ermutigt, ihre eigenen Vorstellungen und Ideen einzubringen, in die unternehmerischen Prozesse aktiv einzugreifen und auch mehr Eigenverantwortung zu übernehmen. Im Idealfall führt Intrapreneurship zu einer so genannten Win-Win-Situation für alle. Mitarbeiter sind durch die Eigeninitiative stärker motiviert und ihr Handeln steht im Sinne des Unternehmens, wodurch das Unternehmen wiederum profitiert.

Wie werde ich Entrepreneur?

Das war jetzt alles reine Theorie, doch bestimmt stellst du dir die Frage: „Wie werde ich Entrepreneur?“ und vor allem „Wie werde ich ein erfolgreicher Entrepreneur?“ Im Folgenden möchten wir dir erläutern, was du tun musst, um erfolgreich zu sein. Denn eine Geschäftsidee alleine reicht nun mal nicht aus.

1. Fokussiere dein Ziel

Vor, während und nach der Gründung deines Unternehmens wird es immer wieder Ablenkungen geben, die deine Aufmerksamkeit auf sich lenken. Vor allem sind es oftmals die Probleme, die vom eigentlichen Ziel ablenken, aber auch mal neue Ideen, die dich in ihren Bann ziehen.

Dies ist allerdings für deinen Weg und dein Ziel gar nicht gut – also schenke deinem Unternehmen und deinen Zielen deine ungeteilte Aufmerksamkeit.

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2. Werde zum Informationen-Sammler

Informationen – sie stellen für dich eine gewisse Macht dar und sind deine zentrale Erfolgskomponente. Sammle Informationen wo du nur kannst, denn für einen erfolgreichen Entrepreneur sind Informationen äußerst wichtig. Außerdem basieren deine Entscheidungen oftmals auf den Informationen, die du gesammelt hast. Darüberhinaus solltest du deine Konkurrenten studieren und beobachten, was sie machen. Analysiere die Marktstruktur, sammle Daten und Informationen, die zu deinem Business passen und deine Zielgruppe auf perfekte Art und Weise ansprechen.

3. Schnelle Anpassungsfähigkeit und schnelles Lernen sind gefragt

Wenn du als Entrepreneur erfolgreich sein möchtest, ist die Geschwindigkeit entscheidend – nämlich die Geschwindigkeit, zu lernen und dich anzupassen. Je schneller dein Produkt oder deine Dienstleistung bereit für den Markt sind, desto schneller ist dein Unternehmen bekannt und wird sich entsprechend entwickeln. Wenn du zu langsam auf auf Veränderungen am Markt reagierst, kann es sein, dass du dadurch Kunden verlierst. Deshalb: Sei zu allem und jederzeit bereit und reagiere entsprechend.

4. Kommuniziere mit allen und jedem

Kommunikation ist für einen erfolgreichen Entrepreneur ganz wichtig. Bereits vor deiner Firmengründung musst du mit den entsprechenden Personen kommunizieren. Und auch während der Firmengründung musst du in Kontakt mit gewissen Personen bleiben. Ob dies Partner, Kunden oder Investoren sind – kommuniziere mit ihnen. Kommuniziere vor allem deine Ideen, denn nur so kannst du erfolgreich sein. Wenn du diese Fähigkeit nicht besitzt, dann besuche Seminare, die dir Tipps und Ratschläge zur perfekten Konversation mit anderen Menschen geben.

5. Ohne Moos nix los

Das gilt auch für die Gründung eines Unternehmens. Bei großen Unternehmen wirkt sich ein Fehltritt in finanzieller Sicht selten aus, wenn du dir aber als kleines Unternehmen, sozusagen als „frischer Gründer“ einen Fehltritt erlaubst, kann dies mehr als kritisch sein. Im schlimmsten Fall ist dein Unternehmen bereits zu Anfang am Ende. Damit dies nicht passiert, sollte dir eine entsprechende Finanzplanung vorliegen. Und vor allen Dingen behalte grundsätzlich deine Finanzen im Blick. Du als Unternehmer und Gründer entscheidest in der Regel alleine – deshalb wäge genau ab, was wichtig und was unwichtig ist und was sich positiv oder negativ auf dein Unternehmen auswirken könnte.

6. Selbstbewusstsein zahlt sich aus

Auch Selbstbewusstsein oder zumindest ein selbstbewusstes Auftreten gehören zum Erscheinungsbild eines Entrepreneurs aus. Als Unternehmer musst du an deine Ideen glauben und dich nicht vor Rückschlägen unterkriegen lassen. Zudem musst du auch andere von deinen Ideen und Visionen überzeugen können, damit sie an dich und das Unternehmen glauben und mit dir an einem Strang ziehen.

7. Vorbilder haben und Inspirationen suchen

Ebenfalls kann es für einen Unternehmer sehr wertvoll sein, wenn er sich ein Vorbild aussucht, nach dem er sich richten kann. Viele möchten gerne alles alleine machen und selbst auf ihre Ideen kommen – das ist aber nicht immer notwendig. Es gibt viele Menschen, die es bereits geschafft haben, sehr erfolgreich zu werden. Und die scheinen dabei sehr viel richtig gemacht zu haben. Also schnapp die Biographien oder Erfolgsgeschichten von bekannten Entrepreneuren und ziehe dir aus denen das heraus, was du für dein Unternehmen umsetzen willst.

Notwendigkeit der Finanzplanung für Start Ups

5 bekannte Entrepreneure, die du als Vorbild nehmen kannst

Als Entrepreneur ist es grundsätzlich wichtig, ein hohes Maß an Lernbereitschaft mitzubringen. Auch Kampfgeist, Ehrgeiz und das Verfolgen deiner Ziele sind mehr als wichtig. Und lass dich durch kleinere Malheure nicht gleich entmutigen – Rom wurde übrigens auch nicht an einem Tag gebaut. So ist es bei vielen bekannten Entrepreneuren ebenfalls gewesen. Schließlich haben es die Meisten von ihnen auch nicht beim ersten Versuch geschafft. Doch sie sind drangeblieben, haben aus ihren Fehlern gelernt und sie beim nächsten Mal besser gemacht.

Günther Faltin

Dass Entrepreneurship durchaus zum Erfolg führen kann, zeigt das Beispiel von Günter Faltin. Vor fast 30 Jahren gründete ein Hochschullehrer ein eigenes Unternehmen. Das ist noch nichts Ungewöhnliches. Allerdings ist an dieser Gründung ungewöhnlich, dass Faltin sein Vorhaben, mit nur einer Sorte Tee in Großpackungen zu handeln, in die Tat umsetzte. Natürlich wurde er von allen Seiten belächelt, niemand gab diesem Unternehmen auch einen Hauch einer Chance.

Doch Faltin ließ sich nicht beeindrucken und zeigte, dass es funktionierte – heute ist der Entrepreneur der weltweit größte Importeur von Darjeeling-Tee. Faltin leitet nicht nur sein Unternehmen, sondern ist auch Leiter des Arbeitsbereichs Entrepreneurship der Freien Universität Berlin. Zudem hat er ein Buch mit dem Titel „Kopf schlägt Kapital“ herausgegeben. Somit zeigt Faltin, dass es wichtig ist, seine Ideen zu verfolgen und diese auch beharrlich in die Tat umzusetzen.

Steve Jobs

Steve Jobs ist weltweit einer der bekanntesten Entrepreneure. Wenn man an einen richtig erfolgreichen Unternehmer denkt, kommt bei vielen direkt der Apple-Mitbegründer Steve Jobs ins Gedächtnis. Was viele nicht wissen: Gestartet ist Steve Jobs 1983 mit dem Computer „Lisa“ – mit dieser Erfindung scheiterte er jedoch. Niemand hätte gedacht, dass er nach diesem Scheitern mit seinen Apple-Produkten einer der erfolgreichsten Unternehmer weltweit werden würde – doch er schaffte es.

Oprah Winfrey

Auch viele erfolgreiche Frauen sind in der Gründerszene vertreten. Die weltweite bekannte Amerikanerin Oprah Winfrey begann ihre Karriere als Nachrichtenmoderatorin, bevor sie dann ihre eigene Talkshow bekam. Außerdem schauspielerte sie und gründete nach ihrer Talkshow ihren eigenen Pay-TV-Kanal.

Frank Thelen

Ein gutes Beispiel für einen erfolgreichen deutschen Unternehmer ist Frank Thelen. Den meisten wird er durch die Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ bekannt vor kommen, dem deutschen Pendant zum amerikanischen Format „Shark Tank“. Er selbst kennt alle Seiten des Unternehmertums. Von erfolgreichen Startups die er als Investor großgezogen hat bis hin zu zwei Insolvenzverfahren, die er in der Vergangenheit selbst erlebt hat. Heute unterstützt er andere junge Unternehmer, mit ihrem Business erfolgreich zu sein.

Jeff Bezos

Wer könnte besser wissen, wie man ein erfolgreicher Entrepreneur ist, als der reichste Mensch der Welt? Der Gründer von Amazon Jeff Bezos fing schon in jungen Jahren an verschiedenen Ideen für ein Unternehmen zu tüfteln: Angefangen vom solarbetriebenen Herd bis hin zum Luftkissenboot. Heute ist er Multi-Milliardär und eben seit 2018 der reichste Mensch der Welt.

Wenn du noch mehr zum Thema Entrepreneur-Sein wissen willst, schau einfach in folgenden Artikel rein.

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