Bonavendi Logo

Hallo Florian, kannst du dich und euer Startup Bonavendi kurz vorstellen?

Florian Forster: Hallo! Ich bin Florian Forster, Gründer von Bonavendi. Wenn ich versuchen würde unser StartUp mit einem Satz zu beschreiben kann man sagen: Bonavendi ist der Online-Preisvergleich für Gebrauchtes mit dem man immer die besten Preise zum Beispiel für gebrauchte Bücher, CDs, DVDs, Games oder Handys findet. So kann man mit dem Verkauf bei Bonavendi nicht nur schnell & einfach Gebrauchtes verkaufen, sondern schont auch noch die Umwelt. Denn jedes Buch, jede CD oder DVD, die nicht im Müll landet, hilft dabei unseren Nachhaltigkeitsgedanken umzusetzen.

Gegründet hast du das Unternehmen zusammen mit zwei Co-Gründern. Wie seid ihr auf die Idee gekommen die Online-Plattform ins Leben zu rufen?

Florian Forster: Begonnen hat alles damit, dass ich meine alten CDs und Studienbücher verkaufen wollte um mir meinen anstehenden Umzug zu erleichtern. Recommerce-Portale wie Rebuy, Momox & Co. erschienen mir hierfür als ideale Lösung, da Flohmärkte oder ebay einfach zu zeitaufwändig sind. Doch weil die verschiedenen Ankaufsportale auch völlig unterschiedliche Preise bieten, musste ich jeden Artikel bei jedem Portal einzeln eingeben, um am Ende einen attraktiven Preis für meine CDs und Bücher zu bekommen. Das ist unvorstellbar aufwendig. Und so war die Idee geboren! Dann holte ich Stefan Zinser und Marco Görgmaier, die beiden Co-Founder ins Boot und schon begann der Aufbau unseres Vergleichsportals. Mittlerweile haben wir ein junges siebenköpfiges Team, das hauptsächlich aus Studenten besteht und kreativ im Team zusammenarbeitet. So wurde Bonavendi bis heute zur zentralen Anlaufstelle, um gebrauchte Medien und Elektronikgeräte zeitsparend und mit möglichst hohem Gewinn zu verkaufen.

Gab es vor bzw. während der Gründung Schwierigkeiten mit denen ihr zu kämpfen hattet? Hast du ein paar Tipps, wie angehende Gründer diese Hürden meistern können?

Florian Forster: Da ich Bonavendi neben meinem Job aufgebaut habe, bin ich immer mit dem Spagat zwischen StartUp und Fulltime-Job beschäftigt. Das Besondere war, dass wir den Aufbau unseres Vergleichsportals zunächst eher als Freizeitbeschäftigung betrieben. Stefan und ich kümmerten uns um die Entwicklung und Marco um das Marketing. Jetzt haben wir für uns einen guten Weg gefunden, durch regelmäßige Meetings mit unserem Team alles unter einen Hut zu bekommen.

Außerdem hat sich unsere Seite über die Zeit kontinuierlich weiterentwickelt. Auf diesem Entwicklungsweg haben wir viel gelernt und gemeinsam umgesetzt. Zunächst konnte man nur Bücher, CDs, DVDs und Videospiele vergleichen. Unter anderem durch das Feedback unserer Nutzer kamen uns immer neue Ideen, wie wir die Plattform optimieren können. Nach unserer ersten Überarbeitung der Suche kamen dann Handys, Smartphones und Tablets hinzu. Parallel bekamen wir auf einmal immer mehr Nutzer und realisierten, dass der Aufbau der Plattform diesem Wachstum von der Architektur nicht gewachsen war. Wir entschieden uns einen zweiten Start zu wagen und überarbeiteten unser Angebot komplett: vom Backend bis hin zur Webpage. Zudem entschieden wir uns nach wenigen Monaten Bonavendi auch für Österreich anzubieten, da wir immer wieder Anfragen von Nutzern bekamen, ob wir die Anfrage nicht spezifisch für österreichische Ankaufsportale optimieren können. Als wir diesen Schritt geschafft hatten, wurde uns schnell klar, dass die Architektur unserer Lösung sich perfekt eignet um in neue Länder zu gehen und wir launchten Bonavendi.com für die USA.

Sind euch vor und nach der Gründung Fehler unterlaufen? Wenn ja, was war dein Learning daraus?

Florian Forster: Ganz am Anfang hatten wir die eine oder andere Marketingkampagne, von der man sich deutlich mehr erhofft hatte und am Ende weniger dabei herumgekommen ist als wir dachten. Aber das zeigte uns, dass wir unsere Kunden einfach erstmals besser kennen lernen mussten. Dachten wir zu Beginn noch, dass wir hauptsächlich junge Leute ansprechen und für die Idee des Re-Commerce gewinnen können, mussten wir im Laufe der Zeit feststellen, dass unser Kundenstamm wirklich eine bunte Mischung aus fast allen Altersklassen ist. Vom jungen Schüler, der seine alten Videospiele verkauft um sein Taschengeld aufzubessern bis hin zur älteren Dame die ihre Zeit in der Rente dazu nutzt um den Keller auszumisten. Ein Learning daraus war, dass wir natürlich die Funktionsweise unseres Produktes noch einfacher und für jede Altersklasse zugänglich gestalten mussten.

Worin liegen deiner Meinung nach die Vor-und Nachteile ein Unternehmen mit mehreren Personen aufzubauen? Gab es Situationen, während der du gedacht hast, dass es vielleicht doch von Vorteil gewesen wäre, der alleinige Gründer zu sein und alle Entscheidungen selbst treffen zu können?

Florian Forster: Natürlich nahm es, je größer das Bonavendi-Team geworden ist, mehr Zeit in Anspruch alle Interessen zu vereinen und vor allem das Tagesgeschäft zu besprechen. Jedoch war es nur von Vorteil das so zu machen, denn mit Marco Görgmaier, Stefan Zinser, unserem Team mit PR, Marketing und B2B Kompetenz ergänzen wir uns perfekt gegenseitig. Nur so war es uns möglich innerhalb von vier Jahren so schnell zu wachsen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Florian Forster: Ich arbeite Vollzeit als Manager bei einem Münchner IT-Unternehmen. Deswegen bin ich meist nur abends oder am Wochenende in unserem Office. Aber jeden Montag haben wir unser großes Team-Meeting, in dem wir alles besprechen, was die kommende Woche so ansteht, welche Erfolge wir verzeichnen können und woran wir in nächster Zeit arbeiten.

Welche Tools nutzt du, um deinen Arbeitsalltag produktiver zu gestalten?

Florian Forster: Um alle anfallenden Sachen zu besprechen, nutzen wir Slack. darüber schaffen wir es auch im ständigen Kontakt zu bleiben. Auch wenn nicht immer das gesamte Team in unserem Office in München anwesend ist. Es ist uns sehr wichtig uns immer gegenseitig auf dem neuesten Stand zu halten. Im direkten Workflow benutzen wir vor allem Google Tools. Diese helfen uns dabei auch von unterschiedlichen Standorten gleichzeitig auf Sheets zugreifen zu können. Um Tasks zu strukturieren und zuzuordnen benutzen wir Redmine.

Welche Faktoren sind deiner Meinung nach für den Erfolg eines Business ausschlaggebend?

Florian Forster: In erster Linie mit dem Herzen dabei zu sein. Wir haben viel Herzblut in Bonavendi gesteckt, um es aus den Kinderschuhen auf den Weg zu bringen. So haben wir uns im ersten Jahr keinen Cent der Unternehmensumsätze ausgezahlt, dafür aber im Dezember eine große Feier als Belohnung gemacht, bei der wir den bestimmten Prozentsatz eines Monatsumsatzes „verfeiert“ haben. Dieses Prinzip haben wir beibehalten und es hat sich als ein sehr wirkungsvolles Anreizsystem erwiesen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, sich ständig zu verbessern, weiterzuentwickeln und niemals aufzuhören zu lernen. Das Schöne an einem StartUp ist, dass man viele Dinge zum ersten Mal ausprobiert und nach bestem Wissen und Gewissen entscheidet. Dabei laufen dann durchaus mal Dinge nicht ganz so wie gewünscht. Das Wichtigste ist hierbei jedoch, das nicht als Fehler zu sehen, sondern daraus zu lernen und beim nächsten Mal etwas anders und besser zu machen.

Welche Ziele hast du dir für die Zukunft gesetzt?

Florian Forster: Unser Ziel ist es, die zentrale Suchmaschine für Gebrauchtes im Internet zu werden. Wir wollen, dass wirklich kein gebrauchter Gegenstand, der noch jemandem eine Freude bereiten könnte, auf dem Müll landet. Deswegen möchten wir in Zukunft auch unser Verkaufsangebot zum Beispiel mit Baby-Artikeln erweitern. Um stetig weiter zu wachsen haben wir unseren Service mittlerweile auch für Österreich und die USA noch weiter ausgebaut.

Weitere Infos zu unserem Gründerteam:

Florian Forster (34), florian-forster-foto.256x256Geschäftsführer von Bonavendi. Promovierter Informatiker (TU München) und Betriebswirt (Universität Madgeburg).
3 Jahre Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group, danach Manager bei einem Münchner IT-Unternehmen.

Marco Görgmaier (31), Betriebswirt (BSc – LMU München) und Wirtschaftsinformatiker (MSC – University of Reading/ Henley Business School), ist Teamleiter bei einem Münchener Automobilkonzern und verantwortet bei Bonavendi das Marketing sowie die Öffentlichkeitsarbeit.

Stefan Zinser (28), studiert Informatik an der LMU und ist bei Bonavendi hauptsächlich für die Weiterentwicklung der Webseite und Smartphone Apps verantwortlich.

Jetzt das Gratis-Ebook "Dein digitales Business" anfordern:
Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine Daten zu Versandzwecken verarbeitet werden und ich weitere Informationen per e-Mail erhalten werde. Lies dazu hier bitte unsere Datenschutzerklärung.