Alle Details zur Definition & Strategien zur Verbesserung der Nutzererfahrung

Warum ist User Experience so wichtig für Traffic und Einnahmen?

Wer schon einmal etwas kurz im Internet nachschauen wollte, kennt das Problem: Drei Popups versperren die Sicht, hinzu kommt noch ein merkwürdiger Aufbau der Website und die gewünschte Info ist nirgendwo zu sehen. Genau in diesem Moment handelt es sich um ein schlechtes Nutzererlebnis, dass sich nicht nur negativ auf die Klickzahlen einer Website, sondern sogar auf die Einnahmen einer gesamten Firma auswirken kann. Der folgende Artikel beschreibt deshalb die konkrete Definition der User Experience, ihre Vorteile, wie sie sich messbar machen lässt und welche Strategien zur Verbesserung der Nutzererfahrung funktionieren.

Definition User Experience

Der Begriff User Experience wird oftmals mit UX abgekürzt und lässt sich mit Nutzungserfahrung oder Nutzererlebnis übersetzen. Gemeint ist damit  die erlebte und gefühlte Qualität der Interaktion eines Nutzers, was sich besonders auf die Benutzererfahrung des digitalen Bereichs bezieht. Damit beschreibt die User Experience also Erfahrungen, Empfindungen und Gefühle einer Person während der Benutzung einer Website oder eines Produkts, die sich in der Nutzererfahrung zusammenfassen lässt. Anders als die Definition der Usability, die einen weiteren Bereich beschreibt.

Definition Usability – Unterschied zwischen Usability und User Experience

Häufig werden die Begriffe User Experience und Usability als Synonyme verwendet. Dies ist jedoch nicht ganz korrekt, weil die Usability einen Teil der User Experience darstellt. Denn die User Experience bezieht sich auf alle Verhaltensweisen und Gefühle einer Person, die bei einem bestimmten Produkt entstehen. Damit ist UX sehr subjektiv und dynamisch, weil sich die Nutzererfahrung auf einer Website mit jedem Klick ändern kann. Usability wiederum beschreibt die Benutzerfreundlichkeit einer Anwendung im objektiven Sinne und auch die technischen Funktionen. Damit unterscheiden sich beide Begriffe zwar in ihrer Bedeutung, doch gleichzeitig sind sie eng miteinander verbunden.

Die Bestandteile der User Experience – Benutzererfahrung erklärt

Um zu verstehen, warum User Experience für die eigene Website besonders entscheidend ist, sollten die einzelnen Bestandteile der UX bekannt sein. Bezogen auf eine Website sind dabei die folgenden Faktoren der Nutzererfahrung wichtig:

  • Zugänglichkeit: Verfügbarkeit der Website auf verschiedenen Endgeräten (z.B. PC, Smartphone), Umfang der Verfügbarkeit und Erreichbarkeit, Dauer der Ladezeiten
  • Ästhetik & Schönheit: subjektives Gefallen oder Nichtgefallen der Optik der Website
  • Usability: hoher Nutzen der Funktionen sowie der Inhalte, Einfachheit und Effektivität der Bedienung

Natürlich lässt sich User Experience auch neben der Website auf jedes andere Produkt beziehen. Auch dort gelten die drei grundsätzlichen Erfolgsfaktoren der UX und damit Zugänglichkeit, Schönheit und Nutzen.

Die Vorteile der User Experience – Darum ist das Nutzererlebnis wichtig!

Ein positives Nutzererlebnis entscheidet darüber, ob ein Nutzer bzw. Kunde auf einer Website bleibt oder sie direkt wieder verlässt. Stimmt also die UX, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Kauf oder eine Interaktion und somit erhöhen sich auch die Einnahmen. Außerdem beeinflusst die User Experience nicht nur die kurzfristige Nutzung eines Mediums, sondern wirkt sich auch auf die Markenwahrnehmung aus. Also ist die Nutzererfahrung wichtig, um die Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung zu erhöhen. Zusammengefasst lassen sich also die folgenden Vorteile der UX feststellen:

  • mehr Traffic durch Interaktion und guten Gesamteindruck bei der Benutzererfahrung
  • Marken und Produkte können sich gegenüber ihrer Konkurrenz abheben
  • neue Kunden lassen sich überzeugen
  • Image-Verbesserung durch die Nutzererfahrung
  • stärkere Kunden- und Markenbindung durch Benutzererfahrung
  • höhere Bereitschaft des Kunden, Geld auszugeben (Qualität der Website = Qualität der Produkte)
  • Vertrauen der Nutzer steigert Akzeptanz für mögliche Fehler

Praktisches Beispiel: Die Vorteile der UX bei Apple

Das Technologieunternehmen Apple gehörte zu den ersten Unternehmen, die bewusst auf User Experience setzten und die vorhandenen Vorteile nutzten. Der Smartphone-Hersteller stellte schon im Jahr 1993 Donald Norman als weltweit ersten „User Experience Architect“ ein. Norman hatte zuvor das Buch „The Design of Everyday Things“ über das psychologische Ver­hält­­nis zwischen Mensch und Alltagsgegenständen veröffentlicht. Als Grund nannte das Unternehmen damals, dass Kunden sich ­schon lange vor dem Kauf mit einem Produkt auseinandersetzen. Deshalb sollte die Nutzererfahrung so eindrucksvoll sein, dass bestehende Kunden mit ihren Erfahrungen weitere Kunden überzeugen.

User Experience messbar machen – Wie lässt sich das Nutzererlebnis ermitteln?

Da User Experience vor allem eine subjektive Empfindung darstellt, ist sie schwerer zu messen. Deshalb wird die Messung der UX in harte und weiche Faktoren unterteilt:

Harte Faktoren der UX messen für bessere Benutzererfahrung

Zu den harten Faktoren bei der Messung gehören alle technischen Voraussetzungen. Somit sind zum Beispiel Ladezeiten messbar und ob es möglich ist, eine Website auf allen anderen Endgeräten darzustellen. Auch die technische Verfügbarkeit von bestimmten Eingabefeldern lässt sich bei der Nutzererfahrung überprüfen. Allerdings ist es schwierig, den exakten „Nutzen“ dieser Felder zu bestimmen, denn dieser wird subjektiv vom Nutzer bewertet und gehört dann schon zu den weichen Faktoren einer Messung der UX.

Weiche Faktoren der UX messen

Die weichen Faktoren einer Messung der UX beschreiben, wie die Optik der Seite oder die Einfachheit der Navigation empfunden wird. Hierzu lassen sich bestimmte Erhebungsmethoden verwenden, um aussagekräftige Werte zu erhalten. Eine dieser Methoden ist das Eye-Tracking. Mithilfe spezieller Geräte werden dabei die Augenbewegungen und Blicke eines Nutzers beim Betrachten und Benutzen einer Website aufgezeichnet. So kann ausgewertet werden, was die Augen spontan wahrnehmen und worauf der Nutzer am schnellsten reagiert. Zudem lassen sich auch als weitere Erhebungsmethode Befragungen durchführen. Je mehr Fragen gestellt werden, desto aussagekräftiger sind am Ende die Ergebnisse für die UX.

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Strategien für die Verbesserung der User Experience – Tipps zum Nutzererlebnis

Für eine positive User Experience ist es entscheidend, dass eine Anwendung oder ein Produkt nicht nur effizient und nutzerfreundlich ist. Vielmehr sollte der Gesamteindruck passen, weshalb die folgenden Ansätze bei der Verbesserung der UX helfen können:

1. Das Design für die Nutzererfahrung anpassen

Egal ob Website oder Produkt, ohne ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild und das passendes Produktdesign wendet sich der Nutzer schnell anderen Dingen zu. Deshalb macht es Sinn, das Design an die Zielgruppe anzupassen und auch immer wieder Änderungen der UX  vorzunehmen. Dabei kann es helfen, die Konkurrenz zu analysieren und Erkenntnisse für das eigene Design und somit die User Experience zu erarbeiten.

2. Die Struktur verbessern für positive Benutzererfahrung

Wer eine Website besucht, besitzt im Normalfall wenig Zeit und möchte schnellstmöglich an die Informationen gelangen. Daher sollte für eine optimale User Experience die Struktur logisch und nachvollziehbar sein. Außerdem muss die Suchleiste an einer gut sichtbaren Stelle platziert werden. Denn wenn der Nutzer innerhalb weniger Sekunden nicht findet was er sucht, verlässt er vermutlich die Website und sucht diese Informationen bei der Konkurrenz.

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3. Persönliche Ansprache bei der UX nutzen

Auch die Kommunikation mit dem Nutzer ist wichtig für die User Experience. Denn die Ansprache sollte authentisch sein und zum Unternehmen passen. Einmal ausgewählt, kann diese Ansprache für eine bessere Benutzererfahrung über alle Kanäle hin beibehalten werden. Außerdem lohnt es sich auch, den Nutzer in Entscheidungen der UX mit einzubeziehen und durch eine persönliche Umfrage die Erfahrungen beurteilen zu lassen.

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4. Den Unterhaltungsfaktor für die Benutzererfahrung erhöhen

Jeder Nutzer besucht eine Website mit bestimmten Erwartungen. Diese sollten für eine ideale User Experience erstmal erfüllt sein. Jedoch ist es auch wichtig, sich mit kleinen Überraschungseffekten bei der Nutzererfahrung von der Konkurrenz abzuheben. Das können zum Beispiel überraschende Artikel sein, aber auch eine witzige Überschrift oder ein unerwarteter Preisnachlass. Damit steigt der Unterhaltungsfaktor und gleichzeitig sorgt die positive UX dafür, dass die Website bei den Nutzern und Kunden im Gedächtnis bleibt.

5. Werbeanzeigen bewusster platzieren

Sehr viele Webseiten werden durch Werbeanzeigen finanziert oder generieren durch Affiliate Links einen Großteil ihrer Einnahmen. Deshalb macht es keinen Sinn, die Werbung für die UX zu entfernen. Trotzdem sollten die Anzeigen nicht die Benutzerfreundlichkeit einschränken. Wenn ein Nutzer erst fünf Popups und drei Werbebanner schließen muss, um zum Inhalt zu gelangen, stört dieses Erlebnis die User Experience und kann sich negativ auf die Markenwahrnehmung auswirken. Besser ist es deshalb, Werbeanzeigen am Rand der Website zu platzieren oder in den Text einzubauen, um die Nutzererfahrung positiver zu gestalten.

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Fazit für User Experience & Nutzererlebnis

Wenn du eine Website für dein Unternehmen besitzt oder ein Produkt auf den Markt bringen möchtest, solltest du die verschiedenen Faktoren der User Experience nicht unterschätzen. Denn positive Nutzererfahrungen können sehr schnell für mehr Traffic und höhere Einnahmen sorgen. Deshalb ist es wichtig, die UX bei der Planung zu berücksichtigen sowie diese ständig neu zu überprüfen. Denn nur so hinterlässt du einen sehr guten Gesamteindruck bei deiner Zielgruppe und bleibst langfristig erfolgreich.

Häufige Fragen (FAQ) zu User Experience

Was ist die User Experience?

Der Begriff User Experience wird oftmals mit UX abgekürzt und lässt sich mit Nutzungserfahrung oder Nutzererlebnis übersetzen. Gemeint ist damit die erlebte und gefühlte Qualität der Interaktion eines Nutzers, was sich besonders auf die Benutzererfahrung des digitalen Bereichs bezieht. Anders als die Definition der Usability, die einen weiteren Bereich und damit die Funktionalität beschreibt.

Wie lässt sich die User Experience messen?

Bei der Messung der UX unterscheidet man zwischen den harten und weichen Faktoren. Zu den harten Faktoren bei der Messung gehören alle technischen Voraussetzungen. Somit sind zum Beispiel Ladezeiten messbar und ob es möglich ist, eine Website auf allen anderen Endgeräten darzustellen. Die weichen Faktoren einer Messung der UX beschreiben, wie die Optik der Seite oder die Einfachheit der Navigation empfunden wird.

Wie kann ich die UX verbessern?

Egal ob Website oder Produkt, ohne ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild und das passendes Produktdesign wendet sich der Nutzer schnell anderen Dingen zu. Deshalb macht es Sinn, das Design an die Zielgruppe anzupassen und auch immer wieder Änderungen der UX  vorzunehmen. Dabei kann es helfen, die Konkurrenz zu analysieren und Erkenntnisse für das eigene Design und somit die User Experience zu erarbeiten.

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Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de und unterstützt seitdem das Team als Junior-Online-Redakteurin.

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