Steigende Kaufbereitschaft für Online-ProdukteZahlen, die überraschen. Eine vom BITKOM-Hightech-Verband in Auftrag gegebene empirische Studie hat herausgefunden, dass ¼ der deutschen Internet-User für Online-Inhalte zahlen.

Zwar wirken 25 % auf den ersten Blick nicht grade viel, doch macht man sich bewusst, dass die Annahme, dass ein Großteil des Wissenswerten ohnehin kostenfrei im Web zu finden ist, noch immer weit verbreitet ist, erscheint der Anteil ungleich qualitativ wertiger.

Die 766 Befragten umfassen eine repräsentative Altersgruppe ab 14 Jahren, wobei die Altersgruppe der 30 bis 39-Jährigen mit einem Anteil von 31% den Großteil der Zahlenden Nutzer ausmacht. Laut der Umfrage werden monatlich im Schnitt 13,60€ für redaktionelle Online-Angebote ausgegeben.

Weniger überraschend ist der Wert der +65-Jährigen, die einen Prozentsatz von 13% ausmachen.

Ende der „Kostenloskultur“?

„Die so genannte Kostenloskultur im Internet ist weniger stark ausgeprägt als immer wieder angenommen wird“ so Achim Berg, BITKOM-Vizepräsident.

Einige Hürden müssen jedoch genommen werden, bevor Internetnutzer Paid Contant akzeptieren:

– Zum einen sollte der zu verkaufende Content einen einzigartigen Wert haben – es sollten Informationen und Details sein, die man nicht unmittelbar ohne großen Aufwand im Internet finden kann.

– Zum anderen muss das Preis-Leistungs-Verhältnis unbedingt stimmen, denn sonst gerät der potentielle Kunde schnell in Versuchung einen alternativen kostenfreien Weg einzuschlagen.

Sind diese beiden Punkte erfüllt, gilt es noch ein paar externe Aspekte zu beachten. Der Wichtigste ist ein organisatorischer:

Hat sich der Interessent einmal dafür entschieden für Ihr Produkt zu zahlen, unabhängig davon ob Abonnement oder als einmaliges Produkt, sollten Sie ihn nicht wegen Kleinigkeiten verlieren. Bereitet der Zahlungsprozess Schwierigkeiten wegen umständlicher Anmeldeformulare oder fehlenden Zahlungsoptionen, könnten Sie potentielle Empfänger verlieren.

Kunden nehmen es in Kauf, Geld für gute Inhalte zu investieren, um Informationen direkt und ohne langwierige Suchaktionen zu erhalten.

Potential für Online-Inhalte

Betrachtet man die Umfrageergebnisse in Bezug auf die Zahlbereitschaft für journalistische Angebote im Internet, muss man feststellen, dass sich dort große Ausbaumöglichkeiten verstecken.

Online-Nachrichten, Reportagen, Interviews, Webinare oder Zeitschriften und Bücher haben Bezahlmodelle noch längst nicht ausgeschöpft. Das Drittel Befragten, die bisher nichts für journalistische Web-Inhalte ausgegeben haben, erklären, dass Sie grundsätzlich bereit sind für Content zu bezahlen, unterstreicht dieses Potential.

Bereits 17% der Befragten zahlen bereits für ein monatliches Abo. Die Umfrage lässt vermuten, dass ihre Zahl in Zukunft steigen wird.

Weitere interessante Informationen finden Sie hier: KLICK

Mangelnde Qualität als KO-Kriterium bei Paid Content

Erschreckend ist jedoch der Prozentsatz von 44% der Befragten, die der Meinung sind, dass die Qualität der Angebote bei Paid Content den Preis meist nicht rechtfertige. So können durch schlechte Erfahrungen einzelner Kunden auch andere Inhalte abgewertet werden. Nichts verbreitet sich schneller als Unmut.

So bestimmen Erfahrungen über Häufigkeit und Anzahl der Onlinekäufe.

Kunden haben unterschiedliche Gründe, Paid Content-Angebote anzunehmen:

– Angst ein finanzielles Risiko einzugehen – wenn die Qualität des Produktes unbekannt ist
– Angst vor komplizierter Kündigung/Abbestellung des Produktes
– Bedenken bezüglich der Datensicherheit
– Misstrauen in Bezug auf Kreditkartenbetrug

Fazit

Zwar haben sich noch immer knapp über 60% der Befragten dagegen ausgesprochen im aktuellen Jahr für Internet-Inhalte zu bezahlen, doch zeigt die Umfrage positive Signale auf. Denn die Bereitschaft für Web-Content zu zahlen steigt kontinuierlich.

Ein Trend, den man im Blick behalten sollte. Gründer.de wird sie auf dem Laufenden halten, was die Entwicklung im Bereich Paid Content betrifft.

Mit besten Grüßen,

Simon Seidl
Produktmanager Gründer.de

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