Gründen unter 20

Wenn du ein junger Unternehmer bist, dann ist es sicherlich schon einmal vorgekommen, dass du dich an älteren, schon sehr erfolgreichen Persönlichkeiten orientiert hast. Das mach auch Sinn, denn diese Menschen haben schon viel erreicht und haben einen großen Erfahrungsschatz auf vielen Gebieten. Andererseits gibt es sicherlich auch Aspekte, mit denen du dich besser auskennst.

Unternehmertum ist ein stetiger Prozess und niemand sollte je aufhören neue Dinge zu lernen – sonst könntest auch du Gefahr laufen von der Zeit überholt zu werden und zum Auslaufmodell zu werden. Das will sicher niemand!

Im folgenden Artikel wird auf 3 Aspekte hingewiesen, die sich jeder Gründer zu Herzen nehmen sollte und in welchen die jüngere Generation vielleicht etwas voraus ist!

Lernen – was bedeutet das für dich?

Wenn das Wort „lernen“ fällt, dann denken die meisten Menschen sicher an die Schule oder die Universität, aber damit weit gefehlt. Lernen und wachsen ist die Aufgabe des Lebens und es gibt kaum etwas Wichtigeres als ständig an sich zu arbeiten und immer besser zu werden. Und um besser zu werden ist es notwendig mit der Zeit zu gehen und neue Dinge zu lernen und somit für sich nutzen zu können.

Im ersten Schritt ist lernen etwas Abstraktes. Du bekommst Wissen vermittelt, welches in der Theorie oft einfach klingt. Wenn du es dann einmal verstanden hast, kommt die eigentliche Aufgabe. Du musst lernen es in der Praxis anzuwenden und es für dich bzw. dein Unternehmen zu nutzen. Es ist wie im Sport: Je häufiger du etwas ausführst (Bewegung im Sport, Wissen anwenden im Unternehmertum), umso besser wirst du darin werden. Erst wenn du das Wissen im Schlaf anwenden kannst, beherrschst du es. Dann hast du es gelernt! Nun das große Aber… Sobald du etwas gelernt hast, wartet schon die nächste Neuerung auf dich und das Spiel geht von vorne los. Du musst nur anfangen.

1. Social Media für dein Unternehmen

Vor allem in der jungen Generation gibt es immer mehr Gründer, die es schaffen via Social Media ganze Firmen hochzuziehen und gut zu verdienen. Du musst dein Geschäftsmodell nicht auf die sozialen Medien aufbauen, aber du kannst sie zumindest zu deinem Vorteil nutzen. Nicht umsonst werben die „Big Player“ ebenfalls auch Facebook, Instagram und anderen Plattformen.

Gründer unter 20 sind oft mit diesen Medien großgeworden und der Umgang mit diesen ist Alltag. Natürlich kommt es bei einer erfolgreichen Vermarktung über Social Media auch auf Zahlen und Fakten an, aber auf der anderen Seite kommt es auch auf ein gewisses Bauchgefühl an. Dieses ist vor allem dann wichtig, wenn es um Trends und ähnliches geht!

Nicht umsonst ist eine oft gewählte Gründungsform bei jungen Gründern die so genannte Social Media Agentur. Solche Agenturen sind darauf spezialisiert die Präsenz anderer Firmen in den sozialen Netzwerken zu verwalten.

Jeder Gründer – so auch du – sollte etwas über die neuen Medien wissen und fast jeder kann diese auch zu seinem Vorteil einsetzen. Es ist wichtig, sich mit diesen zu beschäftigen und einfach anzufangen. Frag doch einfach nächstes Mal einen jungen Gründer-Kollegen um Hilfe und arbeite dich ein. Diese Form des Marketings wird in Zukunft integraler Bestandteil des Advertisment-Alltags von uns allen sein. Wer vor diesen Neuerungen die Augen verschließt, hat in Zukunft tendenziell eher schlechte Karten.

2. Entspannter Umgang mit Kunden und Partnern

Versteh mich nicht falsch. Ein entspannter Umgang und ein gutes Klima ist nichts, was der junge Unternehmer für sich gepachtet hat, aber der Erfahrung nach, sind junge Unternehmer oft etwas weniger förmlich im Umgang, was manchmal von Vorteil sein kann. Natürlich gibt es Situationen, in denen ein sehr gehobener Umgang und Ton sehr wichtig ist. Das kommt oft auch auf die Branche an, in der du tätig bist.
Aber vor allem im Tagesgeschäft, bietet es sich an, den Umgang etwas zu lockern. Vielleicht mal zu „du“ übergehen und eine Beziehung (auch auf privater Ebene) aufbauen. So entstehen Geschäftsbeziehungen mit Bestand und außerdem findest du so vielleicht einen guten Freund. Die Wahrscheinlichkeit, dass dir „Freunde“ in schlechten Zeiten beistehen ist höher, als dass es rein formale Geschäftspartner tun.

Genauso ist es im Umgang mit deinen Mitarbeitern. Du solltest nie zu „kumpelhaft“ werden, aber unnahbar zu sein, wird die Arbeitsmoral auch nicht steigern. Es ist erwiesen, dass Menschen in einem guten Arbeitsklima auch besser arbeiten. Lerne etwas über deine Mitarbeiter, merke dir beispielsweise Daten (Geburtstag, Hochzeiten usw.) und sprich hin und wieder auch auf persönlicher Eben mit ihnen.

Wie gesagt: Das ist lediglich eine Tendenz und sicherlich machen viele erfahrene Gründer das schon so, aber du kannst immer an dir arbeiten. Die richtige Balance zwischen Respekt und Freundschaft ist hier entscheidend!

3. Die berufliche Freiheit nutzen – du bist dein eigener Herr

Noch vor wenigen Jahrzehnten war der eigene Lebensweg mehr oder minder vorbestimmt. War dein Vater Inhaber einer Bäckerei, so war es ziemlich wahrscheinlich, dass auch du eines Tages Bäcker sein wirst. Es wurde nicht gefragt, wofür du dich interessierst, was dir Spaß macht und nur selten wurde geschaut, wo deine echten Talente liegen. Da ist es nicht verwunderlich, dass nur selten außerhalb dieses sehr begrenzten Spektrums gedacht wurde und so im Endeffekt viel Potential auf der Strecke geblieben ist. Das Ergebnis ist Frust, Unlust und vielleicht auch Burn-Out oder Depressionen.

Heute ist das anders. Es ist deutlich liberaler und im Normalfall kannst du selbst entscheiden, was du mit deiner Zukunft anfangen möchtest oder auch nicht. Lediglich ein Schulabschluss wird häufig als „zwangsläufig“ angesehen. Diese Bürde ich aber im Normalfall für jeden zu meistern und er trägt zur Allgemeinbildung bei.

Nun ist es aber an der Zeit, dein Leben in die Hand zu nehmen und dir selbst zu überlegen, was du tun möchtest. Du kannst viele verschiedene Dinge ausprobieren und das zu finden, was dich wirklich erfüllt. Du bist nicht gefangen in deinem Job und wenn dir auffällt, dass dir etwas keinen Spaß macht, wird dich nur in den seltensten Fällen jemand aufhalten, dich in ein neues Abenteuer zu stürzen. Sei mutig und gehe deiner Leidenschaft nach!

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