Du kannst dir eine Zukunft als Unternehmer sehr gut für dein weiteres Leben vorstellen und würdest gern schon während des Studiums darauf hinarbeiten? Eine erfolgreiche Karriere durch Selbstständigkeit können sich immer mehr junge Menschen vorstellen. Die Selbstständigkeit ist vor allem dadurch attraktiv, dass dir diese Art der Tätigkeit ausreichend Freiräume und digitale Chancen bietet. Wir haben für dich Tipps und Tricks zusammengestellt, wie du dich auf den Einstieg vorbereiten kannst – und was deine Unilaufbahn damit zu tun hat.

Selbstständiges Arbeiten braucht Struktur

Während deines Studiums kommen viele neue Herausforderungen auf dich zu, die du so in der Schule nicht benötigt hast. Dazu zählt auch, deinen Alltag selbst zu strukturieren. Diese Fähigkeit ist zudem einer der Grundsteine für das selbstständige Arbeiten. Nur wer konzentriert einem Zeitplan folgen und Aufgaben abarbeiten kann, hat als Unternehmer zwischen vielen disziplinierten Konkurrenten eine Chance. Du solltest dir bereits zu Beginn des Studiums angewöhnen, nach einer zeitlichen und inhaltlichen Struktur zu arbeiten. Jeden Tag zur gleichen Zeit aufzustehen, Handgriffe im Haushalt zu machen, pünktlich bei Nebenjobs zu erscheinen und alle Vorlesungen zu besuchen, ist ein guter Anfang. Doch auch Lerneinheiten sollten einem gewissen Ritual folgen, bis sie zur Gewohnheit werden. Egal wie fad der Stoff, durch Routine bewältigst du ihn. So wie später in der Selbstständigkeit auch Aufträge, Telefonate und Abrechnungen, die weniger Spaß machen.

Prüfungen meistern und notfalls anfechten

Zugegeben, als Selbstständiger wirst du selten nach deinen Abschlussnoten gefragt. Doch um deinen Bachelor- oder Masterabschluss zu bestehen musst du eine Reihe von Hausarbeiten, Klausuren und die Abschlussaufgaben meistern. Das ist nicht immer einfach. Immer öfter haben Studierende zudem die Sorge und dass teils berechtigte Gefühl, durch ihre Dozenten benachteiligt zu werden. Das kann am ausländischen Namen liegen, an der Sympathie oder einfach an einem schlechten Tag der Lehrenden. Steht der Verdacht im Raum, dass bei einer Prüfung unfair benotet oder Stoff abgefragt wurde, der nie in den Vorlesungen und Materialien genannt wurde, kannst du die Prüfungsergebnisse anfechten. Anwälte unterstützen dich dabei, den Fall vor einem Gericht untersuchen zu lassen. Das ist nicht nur völlig legal, sondern häufig auch Grund für Wiederholungen von Klausuren. Vor allem wenn sich mehrere Studierende über die gleiche Klausur beschweren, wird der Verdacht sehr ernst genommen. Natürlich gehört zum Bestehen von Prüfungen vor allem das intensive Lernen und Vorbereiten. Am Ende steht eine gute oder sehr gute Endnote, die in deinem Lebenslauf gut aussieht.

Habe ich das nötige Unternehmermindset?

Vor dem Schritt in die Selbstständigkeit steht oft die Frage – Kann ich das überhaupt? Wir sind der Meinung, dass jeder selbstständig arbeiten und Erfolg haben kann. Ein Unternehmermindset kann dennoch nicht schaden. Den einen geborenen Unternehmer gibt es nicht, aber viele heute weltbekannte Unternehmer haben früh angefangen, sich für Geschäftspraktiken, Entwicklungen und Geld zu interessieren. War das bisher in deinem Leben noch nicht der Fall, ist das Studium eine gute Möglichkeit zu testen, wie geschäftstüchtig du wirklich bist. Einige einfache Maßnahmen helfen dir dabei, ein paar Euro auch abseits des Nebenjobs zu verdienen. Gewöhne dir zuerst ab, Dinge kostenlos für Kommilitonen zu erledigen, oder besser gesagt – ohne Gegenwert. Auch Tauschgeschäfte sind eine Art Bezahlung. Du sollst bei einem Umzug helfen? Gern, wenn der andere dir eine konkrete Hilfe für andere Tätigkeiten zusagen kann. Vielleicht brauchst du jemanden, der mit dir gemeinsam eine große Menge Getränkekisten für eine Party abholt. Vereinbart den Tausch der Arbeitskraft. Für Dinge wie Korrekturen von Hausarbeiten für andere solltest du dich hingegen bezahlen lassen. Die Mitstudierenden wissen, dass diese Dienstleistung bares Geld wert ist, das sie durch deine Hilfe sparen wollen. Fordere einen geringeren Betrag als Profis, aber mach es nicht umsonst. Mit diesem Mindset bist du für das Unternehmertum gewappnet. Auch Selbstständigen fällt es oft schwer, Nein zu sagen, wenn ein Kollege um einen Gefallen bittet. Notwendig ist das Einfordern von Bezahlung dennoch.

Betriebswirtschaftliche Prozesse erlernen

Ein großer Teil der Selbstständigkeit besteht daraus, gerade zu Beginn, viele unterschiedliche Aufgaben zu übernehmen. Betriebswirtschaftliche Prozesse wie das Führen von Datenbanken, Schreiben von Rechnungen und Kommunizieren mit Kunden kann und sollte vor dem Beginn der Tätigkeit erlernt werden. Dafür musst du nicht BWL studieren, aber es hilft, organisatorische Nebenfächer zu belegen. Wahlweise kannst du dir diese Fähigkeiten auch über VHS-Kurse oder externe Seminare antrainieren. Wichtig ist, dass du nicht völlig unvorbereitet in das Unternehmertum startest. Sonst wird bereits die erste Steuererklärung zum Desaster, bei dem Belege fehlen, Zahlen nicht korrekt notiert sind und am Ende ein Verlust steht. Auch die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater kann eine nicht erfolgte Erfassung der Belege nicht ausbügeln. Die ersten Schritte kannst du bereits während des Studiums gehen, indem du all deine Aktivitäten tabellarisch erfasst und Ein- und Ausgaben überwachst. Dieser Prozess auf ein kleines Unternehmen maximiert bildet einen Teil der Aufgaben ab, die dich erwarten.

Was studieren um selbstständig zu werden?

Niemand kann dir mit Sicherheit sagen, was zu Ende deines Studiums auf dem Markt nachgefragt sein wird und welche Branche Erfolg für Unternehmer verspricht. Einige Jobs werden jedoch immer gebraucht. Dazu zählen Wirtschaftsberufe wie Wirtschaftsinformatiker, Wirtschaftskommunikation und Wirtschaftschemiker. Medizinische Berufe werden immer konkreter, aber wenn du dich beispielsweise als Psychotherapeut selbstständig machen möchtest, wirst du immer Patienten finden. Geriatrie und Pflegeberufe sind stark nachgefragt. Tech-Startups können mit dem passenden Marketingkonzept eine Zukunft haben, doch hier holt der asiatische Markt rapide auf. Aber wer sagt, dass du in Europa selbstständig sein musst, wenn dir mit einem guten Studium die ganze Welt offensteht. In jedem Fall solltest du mindestens ein Modul oder Wahlfach nutzen, das dich auf die Bürotätigkeit während der Selbstständigkeit vorbereitet.

Während des Studiums bereits ein Unternehmen aufbauen

Viele Studierende sind in der hervorragenden Lage, nicht zwingend für ihr Studium arbeiten zu müssen. Durch Stipendien und Unterstützung der Eltern sind sie finanziell unabhängig. Gehörst du auch zu den Glücklichen, kannst du deine Freizeit bereits während des Studiums in Berufspraxis stecken und dich in eine Branche einarbeiten, die nur geringe Risiken bietet. Hast du dir beispielsweise das Programmieren beigebracht, wird es Zeit, ein Tool zu programmieren, das es so auf dem Markt noch nicht oder nur in einer wenig funktionellen Version gibt. Dadurch wirst du wahrscheinlich nicht reich, aber du verdienst ein wenig Geld und lernst die Abläufe im Unternehmertum kennen. Wovon du dich mit begrenztem Studierenden-Budget fernhalten solltest sind Dinge wie Dropshipping, die zwar als risikofrei gehyped werden, aber schnell zu juristischen Streitfällen werden können, wenn doch einmal etwas schief geht.

Fazit: Selbstständigkeit ist ein gutes Ziel

Auf die Selbstständigkeit hinzuarbeiten ist während des Studiums eine gute Motivation. Auch Module bieten sich zur Vorbereitung an. Deine Hauptaufgabe ist dennoch zuerst einmal, das Studium erfolgreich abzuschließen. Halte dir dafür den Kopf und ausreichend viel Zeit frei. Dann klappt es auch mit dem guten Abschluss und der anschließenden Selbstständigkeit.