Videostreaming

In der heutigen Zeit gewinnt die Präsenz auf Social-Media Kanälen immer mehr an Bedeutung. Streaming Anbieter wie YouTube und Vimeo sind zu gigantischen, globalen Unternehmen aufgestiegen und können täglich mehrere Millionen Aufrufe verzeichnen. Egal ob jung oder alt, jeder weiß etwas mit den sogenannten Social-Media-Plattformen anzufangen. Damit auch du mit deinen Videos Anteil am Gewinn dieser vielen verschiedenen Unternehmen haben kannst, ist die richtige Wahl des Streaming-Hosters essenziell, da du abwägen musst, wo dein erarbeitetes Produkt am besten hineinpasst.

Was bedeutet eigentlich Streaming Media und was benötige ich dafür?

Streaming Media bedeutet, dass du gleichzeitig die Übertragung und Wiedergabe von Video- und Audiodateien über ein Rechnernetz vornimmst. Den Vorgang der Datenübertragung, also das, was du produziert hast (Video oder Audio) und nun allen Usern zeigen möchtest, nennt man Streaming. Übertragene – auch „Gestreamte“ – Programme nennt man Livestream oder kurz „Stream“. Im Gegensatz zum Herunterladen („Downloaden“) ist das Ziel beim Streaming nicht, eine Kopie der Medien beim Nutzer anzulegen, sondern die Medien direkt auszugeben, anschließend werden die vermittelten Daten wieder verworfen. Außerdem wird beim Streaming für jeden Benutzer gesondert auf dessen Anforderungen hin eine Art Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen dem Mediaserver des Senders und dem Gerät des Benutzers realisiert.

Um auch in der Lage zu sein Streaming-Medium zu nutzen, ist auf der Empfängerseite eine spezielle Software erforderlich. Dies kann in erster Linie ein Plug-In sein, welches eigentlich immer in deinen Webbrowser integriert sein sollte, aber auch ein eigenständiges Wiedergabeprogramm. Ersteres wird beim Abrufen eines Videos oder auch „Streams“ automatisch ausgeführt, sobald die von dir aufgerufene Seite „Streaming-Media“ beinhaltet. Im Gegensatz zu Streaming Servern, welche die eigentlichen Daten an den User senden, werden diese Programme und Plug-Ins oftmals kostenlos angeboten.

Ist meine Datenübertragungsrate von Relevanz?

Ja, auf jeden Fall. Da die Wiedergabe deiner Daten gleichzeitig mit dem Empfang stattfinden soll, muss eine ausreichende Datenübertragungsrate zur Verfügung stehen. Dabei muss die Datenübertragungsrate, welche dir zur Übertragung zur Verfügung steht, größer sein, als die für das Streaming verwendete Datenübertragungsrate. Der gesamte Umfang ist vor allem von der Qualität deiner Videos bzw. Audios abhängig. Während ein Video mit einer niedrigen Auflösung eine vergleichsweise schlechtere Datenübertragung benötigt, braucht ein qualitativ hochwertiges 4k Video eine viel bessere Datenverbindungsrate.

Welche Streaming-Arten gibt es?

Man unterscheidet zwischen Zwei verschiedenen Streaming-Arten:

On-Demand-Streaming: Daten werden vom Server über das Netz an den Empfänger übertragen. Die Widergabe läuft gleichzeitig mit der Übertragung ab. Eine Zwischenpufferung für eine optimale Wiedergabe ist notwendig. Vor-sowie Zurückspulen und Pausieren sind möglich
Protokolle: http, FTP

Live-Streaming: Bereitstellung des Angebotes in Echtzeit-„Live“
Sonderform: Phonecast (Verbreitung der Datei über Telefonserver)
Protokolle: RTP, RTCP, RTSP, SIP

Gibt es Probleme und was muss ich bei der rechtlichen Grundlage beachten?

Streaming-Media Dienste werden für dich mit wachsender Teilnehmerzahl immer teurer, da die Daten an jeden Empfänger einzeln versendet werden müssen. Des Weiteren kann die Bild-und Tonqualität eher niedrig ausfallen, um bei niedrigen Datenübertragungsraten, z.B. Smartphones, einen flüssigen Ablauf zu garantieren. Aus dieser Sicht erscheint die Streaming-Technik bei der Verwendung von Inhalten eher mager, weshalb du dir genau überlegen solltest, was du mit deinen Videos bzw. Audios vermitteln und erreichen möchtest.

Hinzu kommt, dass das Streaming ständig neu geladen und aktualisiert wird, weshalb es zu einem unnötig hohen Datentransfer und die damit verbundenen Kosten kommt.
Hinsicht der rechtlichen Grundlagen musst du auch sehr vorsichtig vorgehen und deine Daten kontrollieren. Durch das Streaming soll das Speichern von Daten umgangen werden. Deshalb versuchen einige Anbieter ihre Daten zu verschlüsseln, sodass diese nicht gespeichert werden können, jedoch ist man sich strittig ob dieses Hindern oder das Speichern solcher Daten illegal ist. Wenn deine Daten beispielsweise unter die GEMA-Anforderungen fallen, ist der Anbieter dazu verpflichtet diese zu verschlüsseln, also Augen auf bei der Tool-Wahl um enorme Schwierigkeiten zu umgehen. Außerdem ist es kaum zu kontrollieren, ob etwa die Nutzung eines über das Internet verbreiteten Musiksenders nur in dem Land erfolgt, in dem der Betreiber die Rechte inne hat. Die daraus resultierenden rechtlichen Probleme sind kaum noch nachzuvollziehen, weshalb es kaum vorliegende Gerichtsurteile gibt.

Die Frage aller Fragen, wie kann ich mit meinen Videos Geld verdienen?

Die Frage lautet natürlich, wie und in welcher Höhe werde ich für mein Bemühen entlohnt. Hier gibt es beispielsweise bei YouTube Geld für die Anzahl der Klicks und für die Anzahl der Views. Dies ist mit der dazwischen geschalteten Werbung in Verbindung zu bringen. Je mehr Menschen sich also in deinem YouTube-Video Werbung ansehen, um so mehr verdienst du (ca. 1-2 Euro pro 1000 Aufrufe). Um also 1.000 Euro zu verdienen brauchst du in etwa 500.000-1.000.000 Klicks, eine ziemliche Mammut Aufgabe für einen Anfänger.

Die verschiedenen Tools im Überblick

Wirklich viele und profitable Streaming-Tools gibt es nicht all zu viel. Natürlich gibt es wie bei vielen anderen Dingen verschiedenste Formen und Anbieter, jedoch sollten diese auch schon bewährt und nützlich sein. Deshalb ein kurzer Überblick:

YouTube

YouTube

Das wohl größte und bekannteste Streaming-Tool ist der US-Amerikanische Konzern YouTube. Rechtlich gesehen erfüllt YouTube alle Anforderungen, weshalb du dir bei der Wahl keine Sorgen um sonstige Probleme machen solltest. Jedoch ist dein Ziel wohlmöglich ein Kapitalgewinn durch dein Videos oder Audios, was sich bei diesem Tool als nicht ganz so einfach erweist. Um wirklich eine ausreichende Menge an Geld zu generieren benötigst du eine enorm hohe Klick-bzw. View-Zahl, welche für Neueinsteiger kaum erreichbar sind. Dennoch bleibt YouTube einer der ältesten und bewährtesten Tools, wo du nicht der erst wärst, welcher mit etwas Fleiß und Schweiß den einen oder anderen Geldbetrag verdient hat.

Twitch

Twitch

Twitch ist eine neu aufstrebende und immer bekannter werdende Live-Stream-Plattform. Sie wird größten Teils zum Streamen von diversen Games (League of Legends; Fortnite; Call of Duty, etc.) verwendet, wo man ganz einfach sein lieblings-Spiel, gespielt von deinem lieblings-Streamer, live nachverfolgen kann. Hier kannst du schon mit deutlich weniger Zuschauern einen größeren Betrag generieren. Dort kann man als User zum einen den gewünschten Kanal für 4.99 Dollar/Monat abonnieren, andere Einnahmen kannst du aber auch durch dazwischengeschaltete Werbung und sogenannten Donations erwirtschaften.

Dailymotion

Dailymotion

Dailymotion wurde 2005 in Paris gegründet und gehört heute zu den weltweit führenden Videoportalen im Internet. Es gibt 11 lokalisierte Portalseiten, welche eine eigene Programmplanung enthalten. Auch ein geeigneter Startpunkt für deine Unternehmung.

Fazit:

Um wirklich Geld zu verdienen musst du dir einem enormen Aufwand bewusst sein, da es nicht so einfach ist, wie es viele auf den ersten Blick glauben.

Video-Streaming-Anbieter: Die besten kostenfreien Anbieter im Vergleich
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