Bodenständiger Gründer mit erfolgreichem Unternehmen

Saturn-Gründer: So entstand der galaktische Elektro-Großhandel

Saturn ist seit vielen Jahrzehnten ein bekannter Name im deutschen Tech-Business. Angefangen als eigenständige Kette, gehört der Elektrogroßhandel seit 1990 der Holding des Media Marktes. Saturn und Media Markt gingen gemeinsam in der MediaMarktSaturn Retail Group auf. Mit 140 Standorten in Deutschland ist der Tech-Riese aus der Branche nicht mehr wegzudenken. Aber wer ist der Saturn-Gründer und wie fing die Erfolgsgeschichte an?

Friedrich Wilhelm "Fritz" Waffenschmidt
Geburtstag
02.03.1925
Geburtsort
Brühl
Abschlüsse
Ingenieursschule
Beruf
Gründer und Unternehmer
Unternehmen

Saturn

Website

www.saturn.de

Wer ist der Saturn-Gründer?

Der Saturn-Gründer war Friedrich Wilhelm „Fritz“ Waffenschmidt. Geboren am 3. März 1925 in Brühl-Pingsdorf, besuchte er zwischen 1946 und 1948 die Ingenieursschule in Köln und heiratete im Juli 1949 Anni Kühl. Bis 1950 arbeitete er im elterlichen Elektrohandel, anschließend wechselte er zum Bonner Unternehmen Kleine-Erfkamp & Co., einem der damals führenden Elektro-Großhändler in Westdeutschland. Waffenschmidt startete im Oktober 1955 die Kölner Filiale der Elektrofirma Stratmann. Bereits nach kurzer Zeit wurde diese Filiale umsatzstärker als die Zentrale in Hagen. 1961 gründete er in Köln die Saturn Electro-Handels GmbH & Co. KG.

Wie hat sich Saturn entwickelt?

Bis 1966 belieferte Saturn diplomatische Vertretungen weltweit. Ende 1972 nahm der Elektrohändler die Schallplattenabteilung in sein Angebot auf. Mit Discount-Preisen und Mengenrabatten bei Großbestellungen von Tonträgern entwickelte sich das Kölner Unternehmen zum umsatzstärksten Schallplattenhändler Deutschlands. Im Laufe der Jahre erweiterte Saturn-Gründer Waffenschmidt das Sortiment seines Markts um Radios, Fernseh- und andere Elektrogeräte. Innerhalb der ersten 20 Jahre verdoppelte er die Umsätze seiner Unternehmensgruppe mehrfach.

Wann wurde Saturn verkauft?

Ihren geschäftlichen Höhepunkt erreichten Fritz Waffenschmidt und seine Frau Anni im Frühjahr 1984. Am 31. März verkauften sie Saturn an die Tertia GmbH, zu der Kaufhof und einige führende Versicherungsunternehmen gehörten. Bis einschließlich Dezember 1985 fungierten beide noch als Geschäftsführer der Holding. Anfang 1986 gingen der Saturn-Gründer und seine Frau in Florida in den Ruhestand, zogen jedoch 2006 nach Köln zurück.

Am 26. März 2017 starb Fritz Waffenschmidt im Alter von 92 Jahren, wenige Monate später verstarb auch seine Frau. Beide liegen auf dem Kölner Melatenfriedhof begraben.

Was hat den Saturn-Gründer so erfolgreich gemacht?

Den Verbrauchern blieb Saturn-Gründer Fritz Waffenschmidt vor allem durch seine niedrigen Preise in Erinnerung. Denn anders als seine Konkurrenz ignorierte er nach der Aufstellung seines Elektro-Großhandels die damals gültige Preisbindung. Gewisse Organisationsformen des Discounts wendete er bereits damals erfolgreich an. Statt auf großflächige Werbung setze Waffenschmidt vor allem auf Mundpropaganda und niedrige Preise, um die „größte Schallplatten-Schau der Welt“ erfolgreich zu vermarkten. Dass er dies schaffte, zeigte sich an den Zahlen seines Geschäftshöhepunktes, als der Saturn-Gründer das Unternehmen 1984 an Kaufhof und verschiedene Versicherungsunternehmen verkaufte:

  • Über 5 Millionen Besucher pro Jahr in der Filiale am Hansaring (größter Kölner Publikumsmagnet nach dem Dom)
  • Jahresumsatz von umgerechnet 200 Millionen Euro
  • Fast 500 Mitarbeiter

Saturn-Gründer Fritz Waffenschmidt: bodenständig und sportbegeistert

Fritz Waffenschmidt war für sein vergleichsweise leises Auftreten bekannt. „Ich weiß, woher ich komme“, erklärte der Saturn-Gründer einst. In seiner aktiven Zeit fürchtete er um seine Handlungsfreiheiten. Auch wenn er sich selbst als „Erfolgskaufmann“ bezeichnete, stieg ihm dieser Erfolg nie zu Kopf. Denn, wie er selbst sagte, sei er „ein Mensch, der auf der Suche und zur Selbstkritik fähig ist.“

Waffenschmidt und seine Frau Anni waren beide sehr sportbegeistert, insbesondere vom Basketball. So verwunderte es nicht, dass das Ehepaar zwischen 1977 und 1988 als Sponsor des BSC Saturn Köln fungierte. In diesem Zeitraum gewann der Verein vier deutsche Meisterschaften, holte drei Pokale und spielte auch auf internationaler Ebene. Anschließend flossen über die Jahre viele Millionen der Saturn-Gründer in die Entwicklung des BSC.

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Sind Media Markt und Saturn eine Firma?

Ja, denn Saturn wurde 1990 von der Holding des Media Marktes gekauft. Seither gehören beide als eigenständige Marken zur Mutterfirma MediaMarktSaturn Retail Group.

Wer hat Saturn gegründet?

Der Elektrohandel Saturn wurde 1961 in Köln von Friedrich Wilhelm „Fritz“ Waffenschmidt gegründet.

Wem gehört Saturn?

Saturn gehört seit 1990 zur MediaMarktSaturn Retail Group. Diese gehört seit 2017 zum Konzern Ceconomy (ehemals Metro Group).

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Über den Autor

Autorenprofil: Andreas Fricke

Andreas Fricke

Andreas studierte 2013 nach seinem Abitur Journalismus & Unternehmenskommunikation in Köln. Parallel sammelte er Erfahrung bei den Redaktionen verschiedener Tageszeitungen. Nach dem Studium zog es ihn ins Online-Marketing, wo er mit dem Schwerpunkt auf SEO-Texte und Blogbeiträge fünf Jahre für verschiedenste Themen und Branchen schrieb. Seit März 2022 verstärkt er die Redaktion von Digital Beat und Gründer.de als Junior-Online-Redakteur.

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