"Just Do It" - Was steckt hinter der Gründung des Sportartikelherstellers?

Nike-Gründer: Ein Student mit einer großen Leidenschaft

Nike ist bis heute der größte Sportartikelhersteller der Welt. Mit Sicherheit hast du auch schon mal ein T-Shirt, eine Hose oder Schuhe von dem Sport-Händler gesehen oder sogar besessen. Doch wie ist das Unternehmen zu dem geworden, was es heute ist?

Philip Hampson Knight
Bild folgt in KürzeQuelle: fotohansel - stock.adobe.com
Geburtstag
24.02.1938
Geburtsort
Portland, Oregon, USA
Abschlüsse
Bachelor und Master of Business Administration
Beruf
Unternehmer
Unternehmen

Nike, Laika

Bill Bowerman
Bild folgt in KürzeQuelle: fotohansel - stock.adobe.com
Geburtstag
19.02.1911
Geburtsort
Fossil, Oregon, USA
Abschlüsse
Journalismus
Beruf
Leichtathletik-Trainer
Unternehmen

Nike

Wo und wann wurden die Nike-Gründer geboren?

Der Sportartikelhersteller Nike wurde von zwei Personen gegründet: Philip Knight und Bill Bowerman. Philip Knight wurde am 24. Februar 1938 in Portland Oregon geboren. Nach der Schule studierte er Wirtschaftswissenschaft an der University of Oregon und schloss diese 1959 mit dem Bachelor of Business Administration ab. Danach schloss er 1964 im selben Studiengang noch den Master ab.

Bill Bowerman wurde hingegen am 19. Februar 1911 in Portland, Oregon geboren und starb am 24. Dezember 1999 in Fossil, Oregon. Er war als Leichtathletiktrainer an der University of Oregon tätig und trainierte unter anderem seinen späteren Mitgründer Philip Knight.

Wann wurde Nike gegründet?

Die Nike-Gründer Bill Bowerman und Philip Knight lernten sich an der University of Oregon kennen. Knight studierte dort und Bowerman war als Leichtathletik-Trainer tätig. Knight erarbeitete 1962 in seiner Abschlussarbeit ein Konzept, wie man Sportschuhe für den US-Markt günstig produzieren und vermarkten könnte. Als Motivation diente die damalige Dominanz der Marken Puma und Adidas. Das Konzept war dabei recht simpel und konzentrierte sich auf die Produktion in Billiglohnländern.

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Zusammen mit Bowerman gründete er im Jahr 1964 das Unternehmen Blue Ribbon Sports. Mit diesem Unternehmen vertrieben sie zunächst ausschließlich Sportschuhe der Marke Onitsuka Tiger, denn Knight hatte immer die Vision, japanische Schuhe nach Amerika zu importieren. Keine unbekannte Marke, denn diese ist heute besser unter dem Namen Asics bekannt. Der Erfolg kam dabei über die billigen Preise. Mitte der 60er begannen die beiden Nike-Gründer schließlich, eigene Schuhe zu designen. Das führte jedoch zum Zerwürfnis mit dem japanischen Unternehmen.

So vertrieben und entwickelten die beiden ab 1971 eigene Schuhe unter dem Namen Nike. Diese waren viel leichter und hatten profiliertere Sohlen als die der üblichen US-amerikanischen Schuhe.

Wie wurde Nike so erfolgreich?

Den hauptsächlichen Erfolg verbuchten die beiden Nike-Gründer damit, dass sie professionelle Sportler mit ihren Schuhen ausrüsteten. Bei den olympischen Spielen 1972 in München rüsteten sie den ersten Sportler Steve Prefontaine aus, der beim 5000 Meter-Lauf den vierten Platz holte. Dieser machte die Schuhe auch bei den anderen Läufern bekannt, sodass Nike ab 1978 auch in den europäischen Markt eintrat.

1984 nahm Nike dann den amerikanischen Basketballspieler Michael Jordan unter Vertrag. Gemeinsam mit ihm entwarfen sie eigene Kollektionen. Im ersten Jahr der Zusammenarbeit konnten sie bereits einen Umsatz von 130 Millionen Dollar alleine mit der Marke Air Jordans generieren. Insgesamt soll Michael Jordan dem Unternehmen etwa 2,6 Milliarden Dollar gebracht haben.

Demnach erlangten die Nike-Gründer ihren kommerziellen Erfolg hauptsächlich damit, dass sie erfolgreiche Sportler an sich gebunden haben. Mit den Jahren schaffte das Unternehmen jedoch, neben Sportschuhen auch noch Sportkleidung und Lifestyle-Mode zu vertreiben.

Wie kam es zu dem Namen Nike?

Nachdem es zu dem Zerwürfnis mit der japanischen Sportschuh-Marke Tiger kam, brauchten die beiden Nike-Gründer Bowerman und Knight eine eigene Marke, über die sie ihre Schuhe vertreiben konnte. Bei einem internen Brainstorming blieb man wohl bei dem Wort „winning“ hängen, was wiederum zu dem Namen der Siegesgöttin Nike führte.

Woher kommt der Slogan „Just Do It“?

Der Slogan „Just Do It“ wurde von Dan Wieden, dem damaligen Werbechef von Nike, Ende der 80er entwickelt. Dabei ließ er sich jedoch nicht etwa von einem Sportler, sondern vielmehr von dem zweifachen Mörder Gary Gilmore inspirieren. Dieser wurde nach einem Raubüberfall, bei dem er zwei Männer erschossen hatte, zu Tode verurteilt. Vor der Vollstreckung seiner Strafe sprach er dann die Worte: „Let’s Do It“.

Wieden empfand den Spruch und die Botschaft passend für Nike. Allerdings änderte er diesen für den Slogan leicht ab. Anfangs mochte die Geschäftsführung von Nike den Spruch nicht besonders, ließ sich aber bald überzeugen.

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Über den Autor

Autorenprofil: Leoni Schmidt

Leoni Schmidt

Nach ihrem Abitur studierte Leoni an der Fachhochschule des Mittelstands in Köln Medienkommunikation & Journalismus. In diesem Studium sammelte sie durch Praktika bei der Rheinischen Post und bei Antenne Düsseldorf viele praktische, journalistische Erfahrung. Neben ihres Studiums arbeitete sie als Werkstudentin bei einem Online-Magazin. Bei diesem wurde sie nach ihrem Studium übernommen und arbeitete dort in der Online-Redaktion. Im Mai 2019 wechselte sie dann zu Digital Beat und Gründer.de und arbeitet seitdem dort als Junior-Online-Redakteurin.

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