Alles zur simplen Burger-Idee und der weltweiten Erfolgsgeschichte

McDonalds-Gründer: Dieser Mann gilt als „wahrer“ Gründer des Burger-Imperiums

Egal ob Fast-Food-Liebhaber oder nicht – jeder kennt das berühmte McDonalds-Logo und kann es weltweit entdecken. Denn mit über 38.700 Filialen in 120 Ländern, ca. 200.000 Mitarbeitern und einem Umsatz über 20 Milliarden US-Dollar gehört der Konzern zu den weltweit erfolgreichsten Unternehmen. Doch kaum jemand kennt die McDonalds-Geschichte, die von einer simple Burger-Idee der McDonalds-Brüder und Diskussionen rund um den „wahren“ McDonalds-Gründer geprägt wurde. Der folgende Artikel verrät deshalb, wie es zur McDonalds-Gründung kam, Details zur Franchise-Erfolgsgeschichte und dem Vermögen der McDonalds-Gründer.

Maurice McDonald
Bild folgt in KürzeQuelle: fotohansel - stock.adobe.com
Geburtstag
26.11.1902
Geburtsort
Manchester, USA
Abschlüsse
Einzelhandelskaufmann
Beruf
Gastronom
Unternehmen

McDonalds

Richard James McDonald
Bild folgt in KürzeQuelle: fotohansel - stock.adobe.com
Geburtstag
16.02.1909
Geburtsort
Manchester, USA
Abschlüsse
Einzelhandelskaufmann
Beruf
Gastronom
Unternehmen

McDonalds

Wann und wo wurden die McDonalds-Gründer geboren?

Der Beruf des Gastronoms wurden den McDonalds-Gründern Richard James und Maurice McDonald nicht unbedingt in die Wiege gelegt. Denn ihre Eltern Patrick J. und Margarete stammten aus Irland, kamen als Kleinkinder in die USA und sahen zunächst ihren beruflichen Schwerpunkt in der Industrie. Als ihre Kinder Maurice McDonald am 26. November 1902 und Richard James McDonald am 16. Februar 1909 in Manchester zur Welt kamen, waren die späteren Gastronomie-Erfolge als McDonalds-Brüder definitiv nicht erkennbar. Denn Maurice und Richard James begannen ihre Ausbildung im Einzelhandel und arbeiteten dann vor der McDonalds-Gründung in einer Schuhfabrik.

Wie ist McDonalds entstanden?

Den ersten Schritt in Richtung Gastronomie machte der Vater der McDonalds-Gründer, Patrick J. McDonald. Denn er eröffnete 1937 in Monrovia, Kalifornien sein Restaurant The Airdrome. Dort erkannten Richard James und Maurice McDonald das finanzielle Potenzial eines Restaurants, doch gleichzeitig wollten die McDonalds-Brüder auch die geschäftlichen Abläufe optimieren. Deshalb stiegen die Brüder ebenfalls in die Gastronomie ein, verlegten dieses Restaurant zum 15. Mai 1940 ins 40 Meilen östlich gelegene San Bernardino und benannten es in „McDonald’s Bar-B-Q“ um.

Am 20. Dezember 1948 stellten sie dann den Betrieb nicht nur auf Selbstbedienung um, sondern veränderten auch die Zubereitung ihrer Hamburger, um möglichst immer den gleichen Geschmack und eine schnellstmögliche Zubereitung zu erreichen. Zudem wollten die McDonalds-Brüder dieses Konzept im Land verbreiten, weshalb sie immer stärker auf das Franchise-Konzept setzten. Damit legten die McDonalds-Gründer im Alter von 39 bzw. 46 Jahren den Grundstein für den heutigen Fast Food-Konzern und die McDonalds-Gründung.

Wie funktioniert das Franchise System der McDonalds-Gründer?

Den weltweiten Erfolg haben die McDonalds-Gründer ihrem Franchise Konzept zu verdanken, dass bis heute regelmäßig für neue McDonalds-Filialen sorgt. Auch in Deutschland ist dieses Konzept beliebt, aktuell gibt es hierzulande 238 Franchisepartner und 1470 Filialen. Dabei müssen die Franchisenehmer von McDonalds immer eine Einstiegsgebühr von 46.000 Euro bezahlen, hinzu kommen 5 Prozent des Umsatzes pro Monat als laufende Gebühr sowie weitere 5 Prozent des Umsatzes als festgelegte Werbegebühr. Insgesamt unterscheidet sich dieses Franchise Konzept der McDonalds-Gründer jedoch nicht von anderen Firmen, denn auch bei McDonalds gilt die Vereinbarung, dass bestimmte Firmenrichtlinien eingehalten werden müssen.

Zum Beispiel schreiben die Richtlinien seit der McDonalds-Gründung vor, welche Regeln bei der Zubereitung der Gerichte, Reinigung und dem Kundenservice gelten. Hinzu kommt die Voraussetzung, dass alle Produkte von McDonalds-Lieferanten stammen müssen, wodurch der Konzern jedes Mal mitverdient. Der allererste Franchisepartner der McDonalds-Gründer war übrigens Neil Fox im Jahr 1953. Bei seinem Restaurant in Phoenix, Arizona wurden auch zum ersten Mal das prägnante Logo mit dem „M“ verwendet. Erst 14 Jahre später entstanden erste McDonalds-Filialen außerhalb der USA in Kanada und Puerto Rico. Danach kamen schnell weitere Länder hinzu, doch die USA führt die Liste mit über 15.000 Filialen weiterhin an.

Warum gilt Ray Kroc für viele als wahrer McDonalds-Gründer?

Oftmals wird der Handelsvertreter Ray Kroc als wahrer McDonalds-Gründer bezeichnet und das liegt an seinem Geschäftssinn. Denn eigentlich bestellten die McDonalds-Gründer Richard James und Maurice McDonald bei Ray Kroc im Jahr 1954 nur acht Milchshake-Geräte. Doch Ray Kroc erkannte sofort das Potenzial der McDonald’s-Idee und wollte schnell bei den McDonalds-Brüdern einsteigen. Nur zwei Jahre später erwarb Ray Croc dann die Lizenz, um ähnliche Restaurants wie die der McDonalds-Gründer in anderen Städten betreiben zu dürfen. Außerdem feilte er am Einheitslook, an der Logistik und den Produkten. Richard und Maurice McDonald zogen sich daraufhin zurück, zudem soll es nach der McDonalds-Gründung auch immer wieder Streit mit Ray Kroc gegeben haben. Schließlich verkauften die McDonalds-Brüder 1961 sogar die weltweiten Vertriebsrechte an Ray Kroc für 2,7 Mio. US-Dollar. Diesen Moment nutzte Ray Kroc und baute das heutige Fast Food-Imperium auf.

Wann erfanden die McDonalds-Gründer den Clown Ronald McDonald?

Wer den Clown Ronald McDonald sieht, muss direkt an McDonalds denken und genau so war es auch von den McDonalds-Gründern geplant. Doch die Idee für diese Marketingstrategie entwickelten nicht die McDonalds-Brüder selbst, sondern der Werbefachmann Barry Klein sowie der Berufsclown Willard Scott in den 1960er Jahren. Scott erlangte seine Bekanntheit durch die Kindersendung Bozo’s Circus, dann wurde er von Barry Klein abgeworben und hatte bei einer Thanksgiving-Parade in Washington seinen ersten öffentlichen Auftritt als McDonalds-Werbefigur. Was viele allerdings nicht wissen: Ronald McDonald ist heute nach der McDonalds-Gründung zwar weltbekannt, wurde aber in manchen Ländern erst spät als Werbefigur akzeptiert. Denn in Japan stehen weiß geschminkte Gesichter unter anderem für den Tod, in Mexiko hingegen galten Clowns lange Zeit als Menschen unterster Klasse.

Ronald McDonald McDonalds-GründerQuelle: VTT Studio - stock.adobe.com
Auch heute ist Ronald McDonald als Maskottchen des Fast Food Konzerns weltweit bekannt.

Wann gab es den ersten McDonalds in Deutschland?

Über 20 Jahre dauerte es von der McDonalds-Gründung bis zur allerersten Filiale in Deutschland. Denn die McDonald’s Deutschland GmbH startete erst im September 1971 ihren Betrieb. Doch bereits am 4. Dezember 1971 eröffnete dann die erste deutsche Filiale in der Martin-Luther-Straße in München im Stadtteil Obergiesing. Diese allererste deutsche Filiale der McDonalds-Gründer ist heute noch in Betrieb. Übrigens befindet sich die umsatzstärkste deutsche McDonalds-Filiale am Münchener Stachus. Und die größte McDonalds-Filiale in Deutschland befindet sich seit 2015 am Frankfurter Flughafen. Zusätzlich ist das dortige McCafé das größte in Europa.

Wann wurde der Film über die McDonalds-Gründer veröffentlicht?

Da es rund um die McDonalds-Geschichte viel zu berichten gibt und zum Beispiel die Übernahme von Ray Kroc vielfach für Gerüchte sorgte, entstand schon früh die Idee für einen Film über die McDonalds-Gründer und ihre Geschäftsidee. Dieser Film erschien am 20. April 2017 unter dem Namen „The Founder“ und basiert auf der wahren Geschichte der McDonalds-Gründer Richard und Maurice McDonald. Außerdem erfahren Unternehmer neben den Infos über die McDonalds-Brüder alles über die Herausforderungen und Schwierigkeiten bei einem Unternehmensaufbau, aber eben auch welche Hindernisse ein Franchise mit sich bringt und wie wichtig die Beziehung von Geschäftspartnern ist.

Wie groß war das Vermögen der McDonalds-Gründer?

Da die McDonalds-Gründer ihr Unternehmen im Jahr 1961 an Ray Kroc verkauften, besaßen die McDonalds-Brüder danach „nur“ ein gemeinsames Vermögen von 2,7 Millionen US-Dollar. Der eigentliche Gewinner dieses Deals ist nämlich Ray Kroc. Denn er baute das McDonalds-Imperium auf und erwirtschaftete bis zu seinem Tod 1984 ein Vermögen von 500 Millionen US-Dollar. Damit schaffte er es in die „Liste der 100 einflussreichsten Personen des 20. Jahrhunderts“ des Time-Magazines. Seine Anteile der McDonalds-Gründung befinden sich seitdem im Besitz der McDonald’s Corporation, die aktuell vom US-Manager Christopher John Kempczinski geleitet wird und Umsätze über 20 Milliarden US-Dollar pro Jahr generiert.

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Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de und unterstützt seitdem das Team als Junior-Online-Redakteurin.

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