Die wichtigsten Fakten über Dr. August Oetker

Dr. Oetker-Gründer: Von der Apotheke in die Supermärkte

Backpulver, Tiefkühlpizza oder Müsli – bei vielen Dingen haben wir unsere Lieblingsmarken, die wir immer wieder kaufen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit stammt auch eines deiner liebsten Produkte dabei aus dem Hause Dr. Oetker. Es ist eine Kindheitsmarke, die beim Plätzchenbacken oder am Geburtstag viele besondere Momente geprägt hat. Beim Aufbau des Konzerns hat der Dr. Oetker-Gründer vor allem eines bewiesen: Innovationsgeist. Mehr über Dr. August Oetker und sein Unternehmen erfährst du im Artikel!

Dr. August Oetker
Dr. August Oetker
Geburtstag
06.01.1862
Geburtsort
Obernkirchen
Abschlüsse
Lehre zum Apotheker, Studium der Naturwissenschaften, Dissertation in der Botanik
Beruf
Apotheker und Unternehmer
Unternehmen

Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG

Website

www.oetker.com

Wer ist der Gründer von Dr. Oetker?

August Oetker ist der Sohn eines Bäckermeisters. Die Herstellung von Backwaren sowie Backzubehör aller Art scheint ihm also in die Wiege gelegt worden zu sein. Doch der junge Mann entscheidet sich zunächst für eine Apotheker-Lehre. Ein Studium sowie eine Dissertation im Bereich Botanik vollenden seine Ausbildung. Im Jahr 1891 dann erfüllt sich August Oetker einen Traum und übernimmt eine eigene Apotheke. In seinem Labor, der sogenannten „Geheimbutze“, soll dann der Konzern Dr. Oekter seine Anfänge finden. So landet 1893 ein kleines Tütchen in der Auslage der Apotheke. Das gelingsichere Backmittel, perfekt auf ein Pfund Mehl abgemessen, ist entstanden. Der Dr. Oetker-Gründer nennt es Backin. Das Produkt und auch alle Folgenden werden zum Verkaufshit.

Umzug in die neue Bielefelder Firma

Im Jahr 1900 entscheidet er sich sein Unternehmen von der Apotheke in ein Firmengelände nach Bielefeld zu verlagern und baut so die größte Backpulverfabrik in Kontinentaleuropa aus. 1903 wird sein Produkt vom Kaiserlichen Patentamt geprüft und bestätigt, der Name Backin wird zum Markenzeichen und Verkaufsschlager. 1916 steigt der Absatz auf 225 Millionen Päckchen, 1918 sind es bereits 305 Millionen. Auch heute noch ist das Backpulver in vielen Haushalten und nahezu jedem Supermarkt zu finden.

Die Produktgeschichte

Im Laufe der Jahre legt das Unternehmen unter dem Dr. Oetker-Gründer eine riesige Innovationsleistung an den Tag. Im Jahr 1894 folgt nach Backin das Puddingpulver und Vanillin-Zucker sowie Rote Grütze und die heutige Einmachhilfe, damals Salicyl genannt. 1898 landet die Speisestärke Gustin im Sortiment und 1899 entwickelt Dr. August Oetker verschiedene Aromen wie Bittermandel oder Rose. Um 1900 entsteht die auch heute noch vertriebene Gelatine sowie die Götterspeise.

In den folgenden Jahren wird die Produktpalette größer, bis das Unternehmen Dr. Oetker Anfang der 60er-Jahre auch in die Tiefkühlkost einsteigt. Eis, Gemüse und Fisch – doch auf die Tiefkühlpizza müssen die Verbrauer noch rund 10 Jahre warten. Dann erst liegt die „Pizza alla Romana“ mit Mortadella, Paprika und Provolone-Käse in den TK-Theken der Supermärkte. Auch moderne Backmischungen für Frankfurter Kranz oder den Königskuchen erweitern die Convenience-Produkte. Bis heute hat sich einiges getan, das Müsli Vitalis, Pizza Ristorante oder auch vegane Puddings aus dem Kühlregal – aus dem Backpulver-Hersteller ist ein Milliarden-Konzern entstanden.

Dr. Oetker – ein Unternehmen mit Familientradition

Dr. Oetker ist eines der größten Familienunternehmen weltweit. Von Beginn an liegt der Besitz also in der Familie Oetker. 1918 stirbt der Dr. Oetker-Gründer nach kurzer Krankheit und hinterlässt seine Ehefrau Caroline sowie zwei Kinder. Caroline Oetker unterstützte ihren Mann in seinen Vorhaben und ist auch Initiatorin der Dr. Oetker Versuchsküche. Außerdem hilft sie bei zahlreichen sozialen Projekten. Nach dem Tod ihres Gatten gründet sie die Dr. August-Oetker-Gedächtnisstiftung und steuert 250.000 Mark bei. Auch das für Bielefeld typische Konzerthaus, die Rudolf-Oetker-Halle, schenkt sie der Stadt und wird deshalb als bislang einzige Ehrenbürgerin der Stadt ausgezeichnet. Die Halle soll an den 1916 gefallenen Sohn Rudolf erinnern. Über verschiedene Jahrzehnte bleibt Dr. Oetker im Familienbesitz, heute gehört es den sieben Mitgliedern der Oetker-Familie. Richard Oetker war zuletzt von 2010 bis 2016 Geschäftsführer der Oetker-Gruppe, sein Vater war der Enkel des Gründers.

Das Unternehmen des Dr. Oetker-Gründers heute

Seit dem Jahr 2021 ist das Unternehmen in zwei unabhängige Gruppen aufgeteilt. So agieren sie als Oetker-Gruppe mit den Nachkommen der ersten und zweiten Ehe von Gründer-Enkel Rudolf-August Oetker sowie der Geschwister Oetker Beteiligungen mit den Nachkommen dessen dritten Ehe. Das Portfolio ist mittlerweile breit gefächert. Die Gruppen bestehen aus rund 350 Firmen in verschiedensten Branchen und Ländern. Von der Conditorei Coppenrath & Wiese bis hin zur Radeberger-Gruppe, Nahrungsmittel und Getränke gehören weiterhin zum Großteil des Portfolios. Aber auch an einer Reederei und verschiedenen anderen Unternehmen wie verschiedenen Luxushotels und einem Chemiekonzern ist die Gruppe als Investor beteiligt oder selbst Inhaber. Wir sind gespannt, welche Produkte auch in Zukunft noch unter dem Dach von Dr. Oetker erscheinen werden.

Häufige Fragen (FAQ) zu Dr. Oetker-Gründer

Wer ist der Gründer von Dr. Oetker?

Gründer von Dr. Oetker ist Dr. August Oetker. Er hat das Unternehmen im Jahr 1891 gegründet.

Was gehört alles zu Dr. Oetker?

Verschiedene Getränke- und Nahrungsmittelhersteller wie Conditorei Coppenrath & Wiese oder die Radeberger-Gruppe gehören zu Dr. Oetker. Auch in anderen Branchen, beispielsweise an einer Reederei oder Luxushotels ist das Unternehmen beteiligt.

Wem gehört Dr. Oetker heute?

Heute gehört die Dr. Oetker Gruppe den sieben Familienmitgliedern.

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Über den Autor

Autorenprofil: Luisa Färber

Luisa Färber

Luisa kommt ursprünglich aus einem kleinen Dorf in Oberfranken und entschied sich nach dem Abitur für ein Studium der Angewandten Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau in Thüringen. Durch die vielen praxisnahen Projekte konnte sie bereits Erfahrungen in verschiedenen Tätigkeiten innerhalb der Medienbranche sammeln. In mehreren Praktika entdeckte sie ihre Leidenschaft für die redaktionelle Arbeit und feilte an ihrem Textgefühl. Neben dem Studium war sie ehrenamtlich im Studierendenradio und in verschiedenen anderen Projekten tätig. Im Anschluss an ihren Bachelor macht sie nun seit Februar 2022 ihr Volontariat in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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