Schwere Pakete sind laut DHL besonders betroffen

Preiserhöhung: Die Post ändert Paketpreise für Geschäftskunden

Inhaltsverzeichnis

  1. Keine Details zur Preiserhöhung bei der Post
  2. Kritik kommt aus dem Online-Handel
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Die Deutsche Post erhöht die Preise für seine Geschäftskunden. Grund dafür sind laut der Post gestiegene Transportkosten, höhere Personalkosten und zahlreiche Investitionen. Im Onlinehandel stößt dieser Schritt jedoch auf heftige Kritik. Für viele Gründer und Unternehmer gehört der Online-Handel zum Geschäftskonzept, sie befürchten nun inmitten der Corona-Krise hohe Ausgaben und ein geringeres Wachstum.

Für Gründer und Unternehmer ist die Nachricht der Deutschen Post ein Schock: Ab 01. Januar 2021 werden die Paketpreise für Geschäftskunden angehoben. Das hatte der Logistikkonzern in einer aktuellen Stellungnahme bekanntgegeben. Über die Gründe kann die DHL dabei allerdings nur grobe Informationen geben. Grund seien demnach die stark gestiegenen Transportkosten und höhere Personalkosten. Auch weitere Investitionen sind geplant. Die Post will außerdem in große neue Paketzentren investieren: Zum Beispiel sollen in Ludwigsfelde bei Berlin und in Aschheim in der Nähe von München neue Paketzentren entstehen.

Keine Details zur Preiserhöhung bei der Post

Konkrete Angaben zum Ausmaß der Preiserhöhung hat die Deutsche Post bisher noch nicht gemacht. Fest steht jedoch, dass unter anderem DHL Geschäftskunden mit mindestens 200 Paketen pro Jahr betroffen sind. Hinzu kommen auch Großkunden mit individuell vereinbarten Konditionen. Besonders ausgeprägt sind die Preiserhöhungen zudem bei schweren Paketsendungen über 20 Kilogramm. Als Grund gibt DHL an, dass die Sortierung und Auslieferung mit einem deutlich höheren Aufwand verbunden ist, Außerdem ist die Handhabung der schweren Pakete aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen zusätzlich erschwert. Immerhin sollen Privatkunden bei diesen Änderungen erstmal nicht eingeschlossen sein.

Kritik kommt aus dem Online-Handel

Besonders negative Auswirkungen hat diese Preiserhöhung der Post jedoch für Online-Händler. Deshalb übt beispielsweise der E-Commerce-Verband bevh scharfe Kritik an den Plänen der Post. Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass der Zeitpunkt mehr als ungünstig sei. Da viele stationäre Einzelhändler aufgrund der Corona-Krise zurzeit den Einstieg in den Online-Handel planen. Daher sei die Preissteigerung ein fatales Signal und eine Hürde für viele Unternehmen.

Langfristig werden laut Wenk-Fischer besonders kleine und mittelständische Unternehmen die Preiserhöhung der DHL bemerken. Denn diese könnten den Preisforderungen des Logistikriesen nicht genug Verhandlungsmacht entgegensetzen. Insgesamt gehört der Online-Versand für viele Gründer und Unternehmer zum Geschäftskonzept, weshalb diese Änderungen nun höhere Ausgaben und ein geringeres Wachstum bedeuten. Wie hoch genau die Umsatzeinbußen bei den einzelnen Unternehmen ausfallen, lässt sich dann erst im Frühjahr 2021 feststellen.

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Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de und unterstützt seitdem das Team als Junior-Online-Redakteurin.

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