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Amazon Advertising: So gelingt erfolgreiches Werben

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Das Interesse an bezahlter Werbung auf Amazon steigt für Marken weiter an und macht damit Google zunehmend Konkurrenz. Während es vor wenigen Jahren noch ein Geheimtipp war, ist es mittlerweile eine fast unverzichtbare Strategie für effektive Werbung im B2C-Segment. Ein klares Argument für Amazon-Werbung ist dessen enormes Wachstum. Vor allem während der Corona Pandemie ist Amazon als Gewinner der Krise hervorgegangen. Das belegen die Zahlen des zweiten Quartals 2020: Im Vergleich zum Vorjahresquartal verbucht Amazon einen Umsatzwachstum von 40% und zugleich den höchsten Quartalsumsatz. Produkte auf Amazon zu bewerben ist demnach eine attraktive Taktik. Im Folgenden erfährst du alles Wichtige, um mit Amazon Advertising erfolgreich durchzustarten.

Was ist Amazon Advertising?

Ausreichend Traffic zu generieren ist mit die größte Herausforderungen im Internet. Vor allem im B2C-Bereich gibt es kaum eine Marke, die keine PPC-Strategien einsetzt. Die Platzierungs-Möglichkeiten erstrecken sich über soziale Plattformen bis hin zu Suchmaschinen. Doch auch Amazon-Werbung bietet eine Strategie für bezahlte Werbung. Aufgrund des zunehmenden Wachstums des Onlineversandhändlers sollten Werbetreibende diesen definitiv in Betracht ziehen.

Amazon Werbung für SchuheQuelle: amazon.de
Eine bezahlte Werbeanzeige kennzeichnet sich über das Merkmal „Gesponsert“.

Für wen ist Amazon Advertising geeignet?

Amazon PPC steht für jeden zur Verfügung, der Produkte bei Amazon verkauft. Das bezieht zum einen die Seller und die Vendoren mit ein. Einem Vendor stehen hier die meisten Werbemöglichkeiten zur Verfügung. Der Verkauf und Versand erfolgt hier durch Amazon. Anders ist das bei den Sellern, welche mit einer geringen Auswahl an Werbeanzeigenmöglichkeiten, ihre Ware direkt an den Endkunden weiterverkaufen.

Wie funktioniert die Amazon Advertising Console?

Amazon Advertising ConsoleQuelle: advertising.amazon.com
In der Amazon Advertising Console können Kampagnen- und Anzeigegruppen verwaltet werden.

Amazon Advertising (früher Amazon Marketing Service) richtet sich an alle, die eine Werbekampagne planen und diese von Amazon begleiten lassen wollen. Das Schalten der Werbeanzeigen funktioniert über den Amazon-Advertising Service, über den du die Werbung buchen und alle Funktionen verwalten kannst. Sogar eine kostenlose Landingpage kannst du dir bei Amazon einrichten. So ermöglicht dir Amazon Advertising eine auf dein Produkt und Amazon abgestimmte Werbung.

Du kannst die Plätze für Anzeigen in einer Auktion kaufen, ähnlich wie bei Google Ads. Dabei bietest du nicht einfach auf die Anzeige, sondern auf bestimmte, zu deinem Produkt passende Suchbegriffe. Erhältst du den Zuschlag, wird deine Anzeige eingeblendet. Um den idealen Ort für die Werbeeinblendung zu finden, erhältst du zum einen Vorschläge für oft gesuchte Keywords. Ebenfalls bekommst du auch Vorschläge für ähnlich Produkte, in deren Nähe deine Anzeige eingeblendet wird. Bezahlen musst du nach dem CPC-Prinzip (Cost-per-Click). Das bedeutet, für die Ausspielung wird nur bezahlt, wenn die Werbung auch angeklickt wird.

Damit du mithilfe der Amazon Advertising Console Werbekampagnen für ein Produkt durchführen kannst, muss dieses natürlich gelistet und erhältlich (lieferbar) sein. Die Position der Ausspielung deiner Anzeige variiert je nach festgelegten Anzeigetyp. Über die Verkaufsberichte, die du regelmäßig erhältst, kannst du deinen Wertzuwachs verbessern. Über ein sogenanntes Dashboard bekommst du Infos zu deinen Verkäufen (Sales), Klicks und der Anzahl der Aufrufe deiner Anzeigen (Impressions) und bist dadurch in der Lage, deine eigenen Anzeigen stetig zu verbessern, indem du beispielsweise aussagekräftige Keywords hinzufügst.

Wie kann man bei Amazon werben?

Es gibt drei zentrale Möglichkeiten den Self-Service von Amazon Advertising zu nutzen. Dazu zählen Sponsored Products, Sponsored Brands und Sponsored Display. Im Folgenden bekommst du einen Überblick, welche Vorteile die jeweilige Werbemöglichkeit mit sich bringt:

Möglichkeit 1: Sponsored Products

Unter den sogenannten Sponsored Products versteht man Anzeigen, die unter den Produktdetails eingeblendet werden. Gegen eine weitere Gebühr kannst du oberhalb den eingeblendeten Suchergebnissen noch maximal drei Anzeigen zusätzlich buchen. Diese Anzeigen lassen sich aber nicht individualisieren. Sie nehmen die Einträge in der Produktdatenbank als Basis. Ziel dieser Werbeform ist eine höhere Sichtbarkeit.

Möglichkeit 2: Sponsored Brands

Bei einer Sponsored Brand (zuvor Headline Search Ads) handelt es sich um eine etwas hochwertigere Werbeform, als es die Sponsored Products sind. Die Sponsored-Brand wird noch über der Suchergebnisliste in Form eines Banners von Amazon eingeblendet. Der Titel, das Logo sowie ein Motto können individualisiert werden. Außerdem kannst du maximal drei verschiedene Bilder deines Produkts abbilden lassen. Die Einblendung erfolgt durch das Auslösen entsprechender Suchbegriffe. Mit dieser Form der Amazon-Werbung soll die Markenwahrnehmung optimiert werden.

Möglichkeit 3: Sponsored Display

Die Sponsored Display Ads gelten bei Kunden als die auffälligsten und individuellsten Werbeanzeigen. Dies liegt daran, dass sie sich ganz nach den Anforderungen des Kunden richten, beziehungsweise auf der Basis der Amazon-Standard-Identifikationsnummer erzeugt werden. Logo, Motto und Titel lassen sich anpassen. Products Display Ads werden stets neben oder auch unter dem Warenkorb-Button, der die Aufforderung zum Kauf enthält, eingeblendet. Da der Bereich auf der rechten Produktseite als der prominenteste Platz gilt, sind diese Anzeigen auch sehr kostenintensiv. Das vorrangige Ziel bei der Amazon-Werbung mit Product Display Ads ist ein verbessertes Cross- und Upselling. Das heißt, dass der Kunde weitere Produkte passend zu seinen Wünschen angeboten bekommt.

Effektivität der Werbung messen

Bei Amazon Advertising bieten die Kennzahlen Advertising Cost of Sales (ACOS) und Return on Advertising Spend (ROAS) eine Möglichkeit die Wirkung von Werbeanzeigen nachzuweisen. ACOS beschreibt die zugeschriebenen Umsatzkosten während ROAS die Rentabilität der Anzeigenkosten darstellen. Das bedeutet die Auswirkung auf die Kaufleistung sowie die Reaktionen von Zielgruppen auf Kampagnen. Aus den Erkenntnissen lassen sich dann Optimierungsmaßnahmen ableiten.

Fazit: Amazon Advertising ist und bleibt spannend!

Durch Amazon-Werbung bietet sich eine PPC-Möglichkeit um auf Amazon mehr Produkte schneller zu verkaufen. Zum einen steigert sich die Sichtbarkeit durch bezahlte Anzeigen und dadurch auch die Verkaufszahlen. Dies betrifft neben Bestseller-Produkten ebenso Nischenangebote. Gerade für neue Produkte auf Amazon kann PPC hier die ersten Käufe pushen und den Traffic auf Angebote mit bisher wenigen Aufrufen erhöhen.

Doch auch Top-Produkte sollten die Möglichkeit von bezahlter Werbung auf Amazon nicht außen vorlassen. Die Verteidigung von Top-Positionen steht an höchster Stelle bei hartem Wettbewerb. PPC kann hier als einfache und schnelle Unterstützung dienen. Ebenfalls kann Amazon PPC helfen deine organische Suche zu steigern. Denn je höher die Conversion Rate deiner Produkte durch PPC ist, desto höher die Erscheinung in der organischen Suche (Amazon-SEO). Somit ein ganz klares Argument dafür, dass sich die Investitionen in Amazon Advertising für nahezu jede Marke, die auf Amazon vertreten ist, lohnen kann. Fazit: Bezahlte Werbung auf Amazon ist und bleibt in Anbetracht der vielen Vorteile im B2C-Segment sowie des enormen Marktwachstums spannend!

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Über den Autor

Autorenprofil: Céline Anger

Céline Anger

Céline Isabel Anger studierte ihren Bachelor in Medienpsychologie an der Universität Köln, sowie ihren Master in International Marketing und Media Management an der Rheinischen Fachhochschule Köln. Nach dem Masterabschluss startete sie im November 2019 ihre Stelle als Produkt-und Projektmanagerin mit Schwerpunkt Online Marketing bei Digital Beat und Gründer.de. Neben ihren Hauptaufgaben im Projektmanagement schreibt sie ebenfalls Artikel für die Online-Redaktion von Gründer.de.