Das Thema Unternehmensverantwortung hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen und sollte daher auch bereits bei Gründung eines neuen Unternehmens, auch für Online-Marketer, von Bedeutung sein. Unter dem Begriff Corporate Social Responsibility – kurz CSR – ist die unternehmerische und gesellschaftliche Verantwortung zu verstehen, die zu einem nachhaltigen Wirtschaften führt. Dieser Fachbegriff ist schon seit vielen Jahren fest etabliert, jedoch gibt es trotzdem sehr unterschiedliche Definitionen, die manchmal nach eigenen Gutdünken und Image fördernd ausgelegt werden. Hier öffnen sich für Existenzgründer neue Chancen und neue Geschäftsideen.

Was ist Corporate Social Responsibility?

Corporate Social Responsibility betrifft die soziale und gesamtgesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmens und somit dessen ökologische Verantwortung. Jeder Gründer sollte sich daher hierzu Gedanken machen.

Denn bei CSR geht es nicht darum, was mit dem erwirtschafteten Gewinn geschieht, sondern darum, wie die Gewinne erwirtschaftet wurden. Es geht auch nicht um andere gute Taten, wie Spenden oder Stiftungen, sondern es geht um das Kerngeschäft, um nachhaltig ausgerichtetes Wirtschaften und ökologische Unternehmensverantwortung.

Die EU-Kommission plant, eine Vorschrift zu erlassen, die alle Unternehmen dazu verpflichtet, ihre sozialen und ökologischen Informationen offenzulegen. Ebenfalls beabsichtigt sie, Finanzinstitutionen und Investmentfonds aufzufordern, ihre Kriterien zu Ethik und verantwortungsvollen Investitionen den Kunden darzulegen. Diesen Grundsätzen kommt bereits heute die Ethikbank, eine
ethische Bank, nach.

Neue Geschäftsmodelle als Einstieg für Gründer

Für die neue unternehmerische Verantwortung sind auch neue Geschäftsmodelle erforderlich. Soziale, ethische und ökologische Belange sind künftig mit in der Unternehmenstätigkeit und in der Unternehmensführung zu integrieren. Das CSR-Konzept verlangt, dass die Betriebe gesetzlich verankerte Umwelt- und Sozialstandards anwenden. Das betrifft insbesondere folgende Leistungen im Kerngeschäft:

  • Umweltschutz
  • Arbeitsbedingungen
  • Verbraucherschutz
  • sozial-ökologische Standards in der Zuliefererkette

Der Rat für nachhaltige Entwicklung – RNE – hat im Oktober 2011 einen deutschen Nachhaltigkeitskodex – DNK – beschlossen. Dieser enthält 20 Anforderungen für nachhaltiges Wirtschaften und fußt auf den Kriterien der Europäischen Finanzprofi-Organisation EFFAS und der Global Reporting Initiative (GRI). Bislang dient er als freiwilliges Instrument. Experten empfehlen jedoch eine rechtliche Verankerung. Inzwischen erkennen bereits einige Börsenkonzerne und nicht an der Börse notierte Mittelstände den Kodex an.

Wir hoffen, Ihnen hat dieses Thema genauso zugesagt wie uns und freuen uns auf Ihre zahlreichen Kommentare!

Mit besten Grüßen,

Simon Seidl
Produktmanager Gründer.de