Tricks Gegen Chef Aus Der Hölle

Kunden aus der Hölle kennen wir alle. Aber die sind in guter Gesellschaft. Denn es gibt sie: Die Chefs aus der Hölle. Sie sind ungerecht, launisch, und machen mehr Ärger als alles andere. Kurzum, sie verbreiten ein toxisches Arbeitsklima, das zum Davonlaufen ist.
Wenn du Pech hast und mit so einem Chef umgehen musst, hilft nur ein gutes Rüstzeug gegen den alltäglichen Ärger.

Was ist ein Chef aus der Hölle?

Es gibt nicht „den einen“ Chef, der scheinbar vom Teufel selbst gesandt wurde, um dir und deinen Kollegen das Leben zur Hölle zu machen. Aber eine Eigenschaft findet sich bei allen dieser toxischen Bosse: Ihr mangelnder Respekt für andere.
Sie wertschätzen niemanden außer sich selbst. Egal, ob sie fachlich überhaupt nicht qualifiziert für ihre Position oder absolute Experten sind. Für sie gibt es ihre Meinung und nichts anderes. Deshalb hören sie auch nicht zu, wenn man Vorschläge macht. Schlimmstenfalls reagieren sie auch noch aggressiv darauf.
Dieser mangelnde Respekt kann sich auf viele verschiedene Weisen äußern. Von herablassenden Kommentaren über das absichtliche Kleinmachen vor Kollegen bis hin zu immer höheren Erwartungen ist alles dabei. Manche behandeln Mitarbeiter sogar absichtlich schlecht, damit diese sich zukünftig noch mehr anstrengen, um nicht wieder niedergemacht zu werden.

Jetzt das Gratis-Ebook "Dein digitales Business" anfordern:
Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine Daten zu Versandzwecken verarbeitet werden und ich weitere Informationen per e-Mail erhalten werde. Lies dazu hier bitte unsere Datenschutzerklärung.
 

Was kannst du tun?

Wenn du es mit so einem Chef aus der Hölle zu tun hast, bist du nicht zu beneiden. Er sitzt als dein Vorgesetzter am längeren Hebel und kann dir die Arbeit noch mehr als eh schon zur Hölle machen. Das Problem zu adressieren und sich an das Management über ihm zu richten, führt auch nicht unbedingt dazu, dass die Lage sich entspannt.
Das Wichtigste ist deshalb, dass du einen kühlen Kopf bewahrst. Treffe keine emotionalen Entscheidungen. Und auch, wenn es schwer fällt, bleibe immer sachlich und fair.

#1: Analysiere die Situation

Wenn es möglich ist, tritt einen Schritt zurück und versuche, die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Geht es nur dir so, oder leiden auch andere Kollegen unter dem Chef aus der Hölle? Hat er ein Problem mit einer bestimmten Gruppe von Mitarbeitern, oder geht er gegen alle vor?
Oder ist dein Boss eigentlich ganz anders, hat aber erst kürzlich begonnen, sein Verhalten zu ändern? Dann können es persönliche Probleme sein, denen du am besten mit Geduld begegnest. Oder hast du etwas getan, das für dich nicht relevant ist, für ihn aber einen ungleich größeren Impact hat?

#2: Sammle Beweise

Dokumentiere alles. Schreibe jeden Vorfall detailliert auf, und sammle auch entsprechende E-Mails. Solche Beweise helfen dir später in einer Klärung, deine Position zu untermauern. Ohne etwas Handfestes stehst du sonst schnell auf verlorenem Posten.
Achte aber natürlich auf den Datenschutz. Ohne Einwilligung darfst du z. B. keine Gespräche aufnehmen, auch wenn dein Chef aus der Hölle dir Ungerechtigkeiten an den Kopf wirft.

#3: Prüfe, ob dein Chef doch Recht hat

Kritik hört niemand gerne. Wird sie dazu noch ungeschickt vorgebracht, sehen wir schnell rot. Das Problem daran: Wir geben dem Chef die Schuld an der Situation, obwohl der Kern seiner Worte richtig ist.
Atme deshalb einmal tief durch und prüfe, ob an der Sache nicht etwas dran ist. Schließlich ist es auch die Aufgabe deines Chefs dafür zu sorgen, dass seine Mitarbeiter ihre Aufgaben im Sinne des Unternehmens erfüllen.
Wenn dein Chef sich nur im Ton vergriffen hat, bitte ihn unter vier Augen darum, mehr darauf zu achten. Wenn er aber tatsächlich ein toxischer Boss ist, mache eine Strategie, wie du jetzt weitermachst.

#4: Sprich mit deinen Kollegen

Frage sie, wie sie die Situation wahrnehmen. Mitunter können sie dir helfen, die Situation zu ändern und dir zukünftig zur Seite stehen.
Achte darauf, dass du solch ein Gespräch nicht voreingenommen beginnst und den Eindruck erweckst, Verbündete für einen Kampf gegen den Chef zu suchen. Das kann schnell nach hinten losgehen und dir selbst schaden. Fange stattdessen mit der Frage an, wie sie eine Situation wahrgenommen haben und wie sie darauf reagieren würden.

#5: Wie geht es dir?

Je mehr ein solcher Chef an deinen Kräften zehrt, desto mehr leidet dein gesamtes Leben darunter. Du kannst den Feierabend und das Wochenende nicht mehr genießen, weil du nur daran denkst, ihn am nächsten Tag wieder zu sehen. Das kann auf Dauer nicht gut gehen und sollte niemals eine zu akzeptierende Bedingung für deine Karriere sein. Kein Gehalt der Welt ist die geistige Gesundheit wert.
Horche also in dich selbst hinein: Kannst du mit dem Druck auf der Arbeit umgehen oder nicht? Ist dein Chef aus der Hölle zwar anstrengend, aber du kriegst nur selten etwas ab? Oder beginnt der Druck und Stress sich bereits auf deine Gesundheit auszuwirken?

#6: Triff eine Entscheidung

Und zwar nicht nur die Entscheidung, auch die nächste Woche durchzustehen, sondern eine langfristige. Kannst und willst du länger unter diesen Umständen arbeiten, oder musst du etwas ändern?
Die zweite Frage ist, wie du etwas ändern willst. Möchtest du kündigen und dir eine neue Stelle suchen? Oder hängst du an dem Unternehmen und willst versuchen, dich bei den Vorgesetzten deines Chefs zu beschweren? Beides sind legitime Möglichkeiten, brauchen aber eine unterschiedliche Vorbereitung.
Ebenso wichtig ist aber auch, dass du die Entscheidung nicht nur fällst, sondern auch umsetzt. Das heißt für dich, dass du aus dem gewohnten Umfeld ausbrechen musst. Das kann einschüchternd sein, ist für dein eigenes Wohl aber notwendig.

#7: Achte auf dich selbst

Ein Chef aus der Hölle, der alles daran setzt, dich klein zu machen, hinterlässt Spuren. Vergiss deshalb bei allem Stress nicht, auch auf dich selbst zu achten. Erinnere dich an deine Position und umgib dich mit Leuten, die dich bestärken und motivieren. Denn selbst, wenn du einen großen Fehler auf der Arbeit gemacht haben solltest, gibt das keinem Boss das Recht, dich dafür ungerecht anzugehen und persönlich anzugreifen.
Erinnere dich also immer wieder daran, dass du es verdient hast, mit Respekt und Anstand behandelt zu werden.

Fazit: Ein toxischer Boss kostet viel Kraft

Ein Chef aus der Hölle, der dich bei jeder Gelegenheit fertig macht, laugt dich aus und schadet dir langfristig. Das ist keine Situation, die man einfach aushält. Sie zu ändern, kostet viel Kraft, aber das sollte deine Gesundheit dir wert sein. Denn dauerhaft im Job zu leiden, ist keine Option, die du akzeptieren solltest.