Die Business Model Canvas für Ihr Geschäftsmodell

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Immer wieder ergeben sich neueste Produkt-, Prozess- und Geschäftsmodellinnovationen, mit denen ein neues Marktfeld eröffnet werden soll.
Schlecht ist dies natürlich nicht, nur vergessen dabei viele immer wieder, wie wichtig ein gut strukturiertes Unternehmen dabei ist.

Was strukturiert genau bedeutet?

Der Unternehmensablauf besteht aus vielen, miteinander in unterschiedlicher Beziehung stehenden Prozessen, die inner- und außerhalb des Unternehmens ablaufen.

Sind diese Prozesse nicht richtig aufeinander abgestimmt, geraten sie ins Stocken. Dann hören sie auf, effizient zu sein und der Unternehmenserfolg bleibt aus.

Dies betrifft nicht nur große Unternehmen mit Hunderten von Angestellten, sondern auch Einzelunternehmer und Startups.

Wie finde ich heraus, ob mein Geschäftsmodell optimal ausgelegt ist?

An erster Stelle stehen Ihnen Wirtschaftsprüfer als Experten zur Seite.

Da diese natürlich nicht umsonst sind und es oftmals nur an einer kleinen „Stellschraube“ hapert, helfen jedoch auch oft ganz einfache Mittel dabei, um einzelne Prozesse auf der Suche nach evnetuellen Schwachstellen zu durchleuchten.

Eines davon ist das sogenannte Business Model Canvas. Dabei handelt es sich um ein strategisches Managementtool zur Visualisierung von Geschäftsmodellen. Dieses ermöglicht dem Unternehmer die einzelnen Prozesse innerhalb seines Betriebs besser zu überschauen. Das Vorgehen ist einfach: man fügt die unternehmenseigenen Punkte in die jeweiligen neun Felder ein und komprimiert damit das gesamte Geschäftsmodell auf eine Canvas.

Der Mehrwert aus dieser Canvas ergibt sich daraus, dass durch genaue Fragen zum eigenen Geschäftsmodell Fehler oder Verbesserungsmöglichkeiten erkannt werden können, die man andernfalls übersehen hätte.

Und so sieht eine Business Model Canvas dann aus (erweitert um Beispielfragen zum eigenen Geschäftsmodell):

Allein ein differenzierter Blick auf den Faktor „Vertriebskanäle“ zeigt deren Relevanz. Denn diese sind dafür verantwortlich, wie die Kunden angesprochen und erreicht werden.

Man sollte sich also genauestens damit auseinandersetzen, welche Vertriebskanäle die potenziellen Kunden nutzen und dann auch versuchen, sie darüber „anzusprechen“. Als Beispiel ist hier der sogenannte Long Tail zu nennen. Darunter versteht man den Umstand, dass in lokalen Geschäften sowie Katalogen nur die intensive und absatzstarke Nachfrage abgedeckt wird und keine speziellen Nachfragen, obwohl diese in ihrer Gesamtmenge auch eine enorme Nachfrage bilden. Würde man jedoch das eigene Business darauf ausrichten, genau diese speziellen Nachfragen abzudecken, müsste man schauen, worüber die Kunden ihre Produkte kaufen.

Eine Produktplatzierung und Werbung müsste somit über ebenso spezielle Kanäle geschehen, wodurch Einkommensströme aber nicht über den Massenmarkt generiert werden und Kundebeziehungen recht speziell aufgebaut werden müssten. Denn bei den vielen unterschiedlichen und speziellen Produkten werden immer wieder unterschiedlichste Fragen, etc. gestellt.

Fazit:

Natürlich bedient sich die vorgestellte Business Model Canvas eines stark vereinfachend wirkenden Ansatzes, um die gesamten und oftmals auch komplexen Geschäftsmodelle zu veranschaulichen. Jedoch ist genau diese Vereinfachung meist die beste Methode, um einen besseren Überblick über etwas zu erlangen und seine jeweiligen Schwächen zu erkennen. Zudem bietet sich die Canvas dazu an, versuchsweise innovative Ideen in das Geschäftsmodell zu integrieren, um sehen zu können, an welchen Stellschrauben dann nachjustiert werden müsste.

Wir von Gründer.de hoffen, dass wir Ihnen mit der Präsentation dieser Canvas einen einfachen aber auch zugleich effektiven Tipp auf den Weg geben konnte, mit dem Sie eventuell auch eigene Suboptimalitäten in Ihrem Geschäftsmodell ausmerzen können.

Mit besten Grüßen,
Fabian Strohdiek
Content Manager Gründer.de