Für die neue Tesla-Fabrik hat das Unternehmen einen Förderungsantrag gestelltQuelle: pexels.com - Craig Adderley

Der Bau der Tesla-Fabrik in Grünheide soll im März beginnen.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach rechnet fest mit dem Start der Bauarbeiten für die Tesla-Fabrik im März. Obwohl noch endgültige Genehmigungen fehlen und mit weiteren Protesten gerechnet wird, glaubt Steinbach an ein Brandenburger Wirtschaftswunder.

In der zweiten Märzhälfte ist der Spatenstich für den Bau der Fabrik des amerikanischen Elektroautoherstellers Tesla geplant. Wirtschaftsminister Jörg Steinbach glaubt fest an den baldigen Beginn des Bauprojekts, auch wenn noch nicht alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen. Bis Donnerstag können noch Einwende gegen das Projekt beim Landesamt für Umwelt Potsdam, bei den Rathäusern in Grünheide und Erkner als auch beim Amt Spreenhagen eingehen. Diese werden dann am 18. März erörtert, sodass bis spätestens zum Sommer die endgültige Genehmigung vorliegt. Doch im Anschluss an diesen Prozess rechnet man mit weiteren Klagen.

Finanzielle Unterstützung vom Land möglich

Steinbach ist davon überzeugt, dass Tesla an seinen Plänen festhält. „Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Fabrik kommt, liegt aus meiner Sicht bei 90 Prozent. Tesla hat schon so viel in das Projekt investiert, dass es sehr aufwendig und teuer wäre, doch woanders hin zu gehen“, sagte der Minister der SPD. Zum Spatenstich wird der CEO von Tesla, Elon Musk, persönlich erwartet. Die Produktion soll dann im Sommer 2021 starten, sodass Tesla jährlich 500.000 Elektroautos in Grünheide herstellen kann. Zudem wird höchst wahrscheinlich ein Teil der zukünftigen Fabrikarbeiter aus Polen kommen. Hier muss sich der amerikanische Autohersteller den hiesigen Tarifverträgen stellen. Desweiteren erklärte Steinbach, dass Tesla theoretisch bis zu 280 Millionen Euro Förderung vom Land bekommen könnte. Doch wie hoch die finanzielle Unterstützung dann wirklich sein mag, wird die EU-Kommission erst noch entscheiden.

Weitere Proteste werden erwartet

Die Tesla-Fabrik soll auf einem Waldstück in Grünheide bei Berlin gebaut werden, welches zuvor ausschließlich dafür gerodet wurde. Mit der Errichtung der Fabrik erhofft sich Steinbach ein Wirtschaftswunder. Doch gegen den Bau der Fabrik gab es bereits mehrfach Klagen und Proteste. In den vergangenen Wochen demonstrierten hunderte von Menschen gegen das Projekt. Darunter waren nicht nur Anwohner und Bürger aus dem Umkreis, sondern auch Umweltschützer aus anderen Teilen Deutschlands. Doch nach Steinbach, ist die Größenordnung der Demonstrationen nicht gefährdend für das Projekt.

Quelle: manager-magazin.de

Der Wald für die Tesla-Fabrik ist abgeholzt

Artikel vom 24.02.2020

Das ging schnell: Nur wenige Tage nachdem das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg die Eilanträge zweier Umweltverbände zurückgewiesen und Tesla wieder die Erlaubnis für die Rodung erteilt hat, ist die knapp 90 Hektar große Fläche nahezu abgeholzt. Doch auch am vergangenen Wochenende gab es wieder erneut Proteste gegen die Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin.

Nur noch vereinzelte Bäume stehen in dem Waldgebiet, auf dem im nächsten Jahr Tesla bis zu 500.000 E-Autos pro Jahr produzieren möchte. Diese wurden nicht etwa vergessen, sondern besitzen noch tierische Bewohner, die erst umgesiedelt werden müssen. Dies geschieht sobald die Fledermäuse ihren Winterschlaf beendet haben. Damit ist der erste große Teil der Rodungen für die Tesla-Fabrik abgeschlossen.

Doch die Proteste gegen die geplante Fabrik halten weiter an. Am Samstag demonstrierten rund 200 Menschen in der Kleinstadt Erkner gegen die Giga-Fabrik. Unter anderem hissten Mitglieder der Bürgerinitiative Grünheide sowie NABU-Naturschützer Transparente wie „Keine Großfabrik im Wald“ oder „Tesla oder Trinkwasser“. Der lokale Bürgermeister Henryk Pilz (CDU) äußert sich ganz klar gegen diese Aussagen: „Ich bin erschüttert von dieser populistischen Fakten-Verdrehung. Es ist falsch, dass wir die Fabrik nicht mit Wasser ver- und entsorgen können.“ Damit ist er nicht allein. Denn auch 40-50 Menschen warben als Gegendemonstranten ganz aktiv für die Tesla-Fabrik.

Quelle: BZ Berlin

Jetzt das Gratis-Ebook "Dein digitales Business" anfordern:
Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine Daten zu Versandzwecken verarbeitet werden und ich weitere Informationen per e-Mail erhalten werde. Lies dazu hier bitte unsere Datenschutzerklärung.
 

Rodungen für die Tesla-Fabrik dürfen weitergehen

Artikel vom 21.02.2020

Der US-amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla darf mit den Rodungen auf dem Gelände seiner geplanten Fabrik in Grünheide bei Berlin weitermachen. Das beschloss nun das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg und wies die Eilanträge zweier Umweltverbände gegen die Rodungen zurück.

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat die Beschwerden zweier Umweltverbände gegen die Rodungen des Elektroauto-Herstellers Tesla zurückgewiesen. Durch diese Entscheidung darf Tesla nun mit den Rodungsarbeiten fortfahren. Zunächst geht es um rund 90 Hektar auf denen Bäume gerodet werden sollen. Dieser Beschluss ist nicht mehr anfechtbar.

Das Brandenburger Landesumweltamt hatte den vorzeitigen Beginn der Rodungsarbeiten gebilligt, die komplette Genehmigung für den Bau der Tesla-Fabrik steht aber weiterhin aus. Verschiedene Umweltverbände aus Brandenburg und Bayern hatten deswegen versucht, mit Eilanträgen die Rodung zu stoppen. Diese Anträge wies das Verwaltungsgericht Frankfurt an der Oder aber in der vergangenen Woche zurück. Daraufhin legte der Umweltverband Grüne Liga Brandenburg Beschwerde ein, woraufhin das OVG die weitere Waldrodung vorerst untersagte.

Diese nahm das OVG nun mit der Begründung zurück, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für den vorzeitigen Beginn der Errichtung der Anlage zurecht bejaht worden waren. Die zuständige Behörde habe den Ablauf der Einwendungsfrist im Rahmen der öffentlichen Beteiligung bis März nicht abwarten müssen. Sie verfüge über die benötigten Erkenntnisse, selbst beurteilen zu können, ob das Vorhaben voraussichtlich genehmigt werden kann. Die Grüne Liga Brandenburg zeigt sich gegenüber diesem Urteil enttäuscht: „Wir waren optimistisch, dass es anders ausgeht“, sagt Anwalt Dirk Teßmer.

Tesla will im Ausgleich Bäume pflanzen

Da Tesla ab 2021 jährlich 500.000 Autos in Grünheide produzieren will, soll die Rodung auf dem Gelände bis Ende Februar abgeschlossen sein. Dann beginnt die Vegetationsperiode. Das Gelände, auf dem der Wald steht, ist als Gewerbegebiet ausgewiesen und der Wald besteht zum größten Teil aus Kiefern. Tesla hat angekündigt, freiwillig mehr Bäume zu pflanzen, als ursprünglich auf der Waldfläche standen.

Quelle: Welt.de

Tesla-Fabrik: Altmaier warnt vor Verzögerungen bei Rodung

Artikel vom 18. Februar

Die Rodungen für die Tesla-Fabrik im brandenburgischen Grünheide sind weiterhin unterbrochen. Nun äußert sich auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier zu dem Rodungsstopp. Sowohl von ihm als auch von den Wirtschaftsverbänden gibt es Kritik zu den Verzögerungen.

Nach der vorläufigen Unterbrechung der Rodung eines Waldgebiets in Grünheide, hat sich nun auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier zu Wort gemeldet. Er warnt vor starken zeitlichen Verzögerungen des Projekts. Die Fabrik des Elektroauto-Herstellers Tesla sei „von großer Bedeutung für mehr Klimaschutz“ und eine der wichtigsten Industrieansiedlungen in Ostdeutschland seit langer Zeit. Das sagte Altmaier den Zeitungen der Funke-Mediengruppe

Nach einer Beschwerde am Wochenende hatte das Oberverwaltungsgericht die Rodungen des Geländes für das Tesla-Werk vorläufig gestoppt. Das Gericht kündigte eine zeitnahe abschließende Entscheidung an. Mit dem Tesla-Projekt könnte Deutschland zeigen, das Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sind und es möglich ist, hierzulande wichtige Projekte ähnlich schnell wie in anderen Ländern zu planen und zu bauen, betonte Altmaier weiterhin. Zudem unterstütze er die Haltung der brandenburgischen Landesregierung, die sich eine schnelle Realisierung des Projektes wünschen.

Politiker sind sich über Verzögerungen von Projekten in Deutschland einig

„Jedes neue Projekt wird inzwischen beklagt und in Frage gestellt, ob eine Eisenbahnstrecke oder eine Fabrik für Elektroautos. Das kann so nicht weitergehen“, sagte Carsten Linnemann, Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU und CSU.

Auch der FDP-Chef Christian Lindner sagte unabhängig von dem aktuellen Fall der Tesla-Fabrik, dass er mit Sorge sieht, wie in Deutschland bei Großprojekten zu oft gezögert wird: „So kommen wir gerade auch beim Klimaschutz nicht voran“. Nötig sei eine echte Planungsbeschleunigung, wie Linder es den Funke-Blättern sagte.

Auch der Bundesverband mittelständiger Wirtschaft (BVMW) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sind ähnlicher Meinung. Laut BVMW-Präsident Mario Ohoven sei die Tesla-Fabrik „ein Leuchtturm-Projekt im Sinne des Wortes“. Scheiterte das Projekt an Bürokratie „wäre das ein katastrophales Signal des Standortes Deutschland an ausländische Investoren“, sagte er weiterhin dem „Handelsblatt“.

Schon bald wird über die weitere Rodung und den Bau der Tesla-Fabrik entschieden. Noch bis zum 5. März können weitere Beschwerden eingereicht werden. Diese werden am 18. März öffentlich erörtert.

Quelle: n-tv

Tesla-Fabrik: Waldrodungen in Grünheide vorerst gestoppt

Artikel vom 17. Februar 2020

Für die neue Tesla-Fabrik wird in Grünheide Wald gerodetQuelle: Pixabay - MichaelGaida

Mit den Rodungen für die Tesla-Fabrik ist nicht jeder einverstanden.

Der US-amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla muss seine Rodungen des Geländes für die geplante Fabrik im brandenburgischen Grünheide vorerst stoppen. Das teilte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg am Samstag mit. Grund dafür ist eine Beschwerde von Umweltschützern.

Der Umweltschutzverband Grüne Liga Brandenburg reichte am Freitag einen Eilantrag beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ein. Daraufhin stoppte das Gericht die laufenden Rodungsarbeiten auf dem Gelände der geplanten Tesla-Fabrik vorläufig. Nun muss über die Beschwerde der Grünen Liga entschieden werden. Dabei sei nicht davon auszugehen, dass die Beschwerde „von vornherein offensichtlich aussichtslos sei“, sagte das Gericht.

Mitte des kommenden Jahres wollte Tesla bereits mit seiner Produktion in Grünheide beginnen. Dafür hatte das Unternehmen ein teils bewaldetes Gelände gekauft und die Genehmigung bekommen „auf eigenes Risiko“ mit den Arbeiten zu beginnen. Die endgültige Baugenehmigung hat Tesla noch nicht bekommen. Die Rodung des 91 Hektar großen Waldes begann am Donnerstag. Die Arbeiten gingen so schnell voran, dass sie wohl „innerhalb weiterer drei Tage abgeschlossen“ sein würden, erklärte das Gericht am Samstag. Deswegen verhängte das Gericht einen vorzeitigen Stopp, um über die Beschwerde des Umweltverbandes entscheiden zu können.

Rodungsstopp ruft FDP auf den Plan

Der Vize-Chef der FDP-Bundestagsfraktion Michael Theurer warnt vor weiteren Klagen gegen die geplante Tesla-Fabrik in Brandenburg. „Ich appelliere an alle, die über eine Klage nachdenken, nochmals in sich zu gehen. Legen Sie den Industriestandort Deutschland nicht lahm“, sagte der Politiker dem „Handelsblatt“.

Laut Theurer sei der Ausstieg aus Kohle und Kernkraft für die Wirtschaft und Verbraucher schon ein finanzieller Kraftakt. Sollte weiterhin eine „Klagewelle“ gegen den Bau des Tesla-Werks hinzukommen, droht der Industriestandort Deutschland lahmgelegt zu werden. Folgen seien bedrohte Arbeitsplätze, Wertschöpfung und die finanzielle Basis für den erforderlichen Klimaschutz. „Übertriebener Klagewahn führt in eine ökonomische und ökologische Sackgasse“, sagte der FDP-Politiker weiterhin.

Beschwerden können noch bis zum 5. März eingereicht werden. Ab dem 18. März werden diese dann öffentlich erörtert. Danach wird die abschließende Baugenehmigung geprüft. Ab Juli 2021 plant Tesla jährlich bis zu 500.000 Elektroautos in Grünheide zu produzieren. Dafür sind etwa 300 Hektar Gelände vorgesehen, die das Land Brandenburg dem Elektroautobauer für knapp 41 Millionen Euro verkaufte.

Quelle: Handelsblatt / n-tv

Tesla-Fabrik: Unternehmen reicht Förderantrag auf 100 Millionen Euro ein

Artikel vom 11. Februar 2020

100 Millionen Euro soll der Elektroautobauer Tesla für eine neue Fabrik im brandenburgischen Grünheide beantragt haben. Die genaue Investitionshöhe ist noch unklar. Dadurch würde in Grünheide bei Berlin die erste Tesla-Fabrik in Europa entstehen.

Der US-amerikanische Elektroautobauer Tesla hat für den Bau seiner Fabrik in Grünheide einen Förderantrag eingereicht, erklärte Tillmann Stenger, Chef der Investitionsbank Brandenburg. „Die Unterlagen werden nun sukzessive vervollständigt“, sagte Stenger weiterhin am Montag in Potsdam. Noch kann Stenger nicht genau beurteilen, wie hoch die beantragte Fördersumme ausfallen soll. Er gehe aber davon aus, dass der Betrag weit über 100 Millionen Euro liegen würde. Bevor diese Förderung genehmigt wird, ist ebenfalls ein Notifizierungsverfahren der EU-Kommission in Brüssel notwendig. Dieses ist gerade in Bearbeitung.

Grünheide wäre die erste Tesla-Fabrik in Europa

In Grünheide bei Berlin soll schon bald ein neues Tesla-Werk entstehen, in dem ab Juli 2021 jährlich bis zu 500.000 Fahrzeuge der Modelle 3 und Y produziert werden sollen. Hierfür läuft momentan das umweltrechtliche Genehmigungsverfahren. Sollte die Förderung durchgehen, wäre die Tesla-Fabrik in Grünheide die erste in Europa und die vierte weltweit. Die anderen vier Werke stehen jeweils in China und den USA.

Wie für jedes andere Unternehmen auch, stünden Tesla Fördermöglichkeiten aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) und der ESF-Weiterbildungsförderung zur Fachkräftequalifizierung zur Verfügung, sagte Regierungssprecher Florian Engels. Bei Investitionen von Großunternehmen bis zu 50 Millionen Euro sind Förderungen bis zu 20 Prozent möglich, bei Investitionen bis 100 Millionen bis zu 10 Prozent Förderung und ab 100 Millionen Euro Investitionen mit bis zu 6,8 Prozent Förderung.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier äußerte sich ebenfalls zu den Plänen. Er sei zu staatlichen Hilfen für Tesla bereit, knüpfe diese aber an Bedingungen. „Es muss auch Forschung und Entwicklung und Wertschöpfung in Deutschland stattfinden“, sagte er gegenüber der Welt am Sonntag. In Gesprächen mit Tesla-Chef Elon Musk hatte er immer darauf hingewiesen, dass es „keine Privilegierung, aber auch keine Diskriminierung gibt“. Um staatliche Förderung zu erhalten, muss ein Unternehmen bestimmte Anforderungen erfüllen. Für Tesla wären dies beispielsweise Anforderungen an die Nachhaltigkeit und Leistungsfähigkeit von Batterien.

Mit Elon Musk in 3 Schritten zum Unternehmenserfolg

Quelle: Zeit.de / Welt am Sonntag

Jetzt das Gratis-Ebook "Dein digitales Business" anfordern:
Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine Daten zu Versandzwecken verarbeitet werden und ich weitere Informationen per e-Mail erhalten werde. Lies dazu hier bitte unsere Datenschutzerklärung.