Frau sitzt gestresst vor Laptop

Stressfaktoren gibt es einige auf der Arbeit. Wir zeigen die sieben Größten. ©bruce mars / Pexels

Stress am Arbeitsplatz ist fast für jeden, egal ob Gründer wie du oder Arbeitnehmer, zu einem ständigen Begleiter geworden. Es ist zwar erwiesen, dass kurze Stressphasen helfen uns weiterzuentwickeln, doch leider folgen diesen kurzen Stressphasen keine langen Entspannungsphasen mehr. Die Folge daraus ist chronischer Stress und damit auf Dauer ernsthafte gesundheitliche Probleme, die daraus entstehen. Es gibt einige aussagefähigen Studien die besagen, dass dauerhafter Stress nicht nur zu psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder zu Burnout führt, sondern auch organische Krankheiten wie Herzprobleme, Muskelerkrankungen und viele weitere fördert. Zum Teil sind wir selbst daran schuld, weil wir uns ein Arbeitstempo auferlegen, dass wir beim besten Willen nicht dauerhaft durchhalten können. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, die wichtigsten Stressfaktoren zu erkennen und rechtzeitig etwas dagegen zu tun.

Auch als Arbeitgeber Stress vermeiden

Du musst nicht nur deinen eigenen Stress im Büro oder am Arbeitsplatz vermeiden. Als Arbeitgeber besteht für dich gegenüber deinen Mitarbeitern auch eine gewisse Fürsorgepflicht. Deshalb ist es angebracht, dass du sicherstellst, dass Stressfaktoren, welche übermäßigen Stress verursachen, vermieden werden. Das ist natürlich auch ein Vorteil für dich. Deine Mitarbeiter sind nicht nur zufriedener und motivierter, sie haben auch deutlich weniger Fehlzeiten. Gerade diese Fehlkosten kosten dich als Unternehmer und Arbeitgeber eine Menge Geld. Und gerade dauerhafter Stress verursacht sehr viele Krankheiten und damit Fehlzeiten. Doch was sind eigentlich die häufigsten Stressfaktoren am Arbeitsplatz?

Stressfaktor Nummer 1: Zu hohe Erwartungshaltung

Die Erwartungshaltung gehört zu einem der sehr häufig auftretenden Stressfaktoren. Dazu zählt nicht nur die hohe Erwartungshaltung vonseiten der Vorgesetzten, sondern auch die eigene Erwartungshaltung an sich selbst. Viele Menschen streben nach Perfektionismus, nicht nur um die Karrierechancen zu verbessern. Doch wir alle machen Fehler und schließlich lernen wir auch unseren Fehlern. Deshalb ist es auch ein Fehler, keine Fehler machen zu wollen. Das sorgt für einen dauerhaften Stress. Zudem kommt hinzu, dass dieser Drang nach Perfektionismus auch dazu führt, dass man nur noch einen Tunnelblick hat. Und dieser ist nicht sonderlich produktiv und auch nicht effektiv. Die hohe Erwartungshaltung ist also ein Stressfaktor, den wir uns in vielen Fällen selber machen.

Stressfaktor Nummer 2: Ziele sind nicht realistisch

Für die Motivation ist es sehr wichtig, sich oder seinen Mitarbeitern Ziele zu setzen. Jeder von uns setzt sich seine Ziele, um damit auch Erfolgserlebnisse verbuchen zu können. Und wer zielstrebig ist, der kann es in der Arbeitswelt auch zu etwas bringen. Doch diese Zielstrebigkeit kann sich auch zu einem großen Stressfaktor entwickeln. Dies ist dann der Fall, wenn die Ziele nicht realistisch und du diese nicht erreichen kannst. Schnell wird einem dann bewusst, dass man seine eigenen Anforderungen an sich nicht erfüllen kann. Dies führt dazu, dass du immer mehr Fehler machst. Die Arbeitszeiten und das Arbeitspensum werden immer höher, weil du die dir gesteckten Ziele unbedingt erreichen möchtest. Der Stress steigt stetig an und endet schließlich im Dauerstress. Deshalb solltest du dir realistische Ziele setzen und damit schon einmal einen von vielen Stressfaktoren auszuschalten.

Stressfaktor Nummer 3: Fehlende Prioritäten

Im heutigen Arbeitsleben warten in der Regel nicht nur ein oder zwei Aufgaben auf einen, sondern eine Vielzahl an Dingen, die es zu erledigen gilt. In der Regel erstellt man für die Abarbeitung dieser Aufgaben eine sogenannte To-Do-Liste. Diese kann man sich im Kopf zurechtlegen oder sie auch visuell vor sich liegen haben. Punkt für Punkt wird dann abgearbeitet und du behältst so auch den Überblick. Doch damit dies auch so klappt, ist eines ganz wichtig: Du musst Prioritäten setzen. Und genau daran scheitern viele, weil ihnen dies nicht gelingt. Das Ergebnis ist Stress und zwar wieder durch einen selbstverursachten Stressfaktor. Also immer eines nach dem anderen. Und selbst wenn sich Prioritäten dann mal verschieben sollten, entweder durch den Chef oder nicht planbare Ereignisse, musst du die Ruhe bewahren. Einfach neue Prioritäten setzen und dich mit Ruhe an die Arbeit machen.

Stressfaktor Nummer 4: Schlechtes Arbeitsklima

Ein schlechtes Arbeitsklima ist auch einer von vielen Stressfaktoren. Klar, man kann nicht jeden mögen. Das ändert aber nichts daran, dass wir auch mit diesen Menschen zusammenarbeiten müssen. Du kannst aber einiges selbst dafür tun, dass sich das Verhältnis zu einem ungeliebten Kollegen verbessert. Warum magst du ihn nicht? Kennst du ihn wirklich oder beruht die Abneigung auf Dinge, die du über ihn gehört hast? Du solltest jedem erst einmal eine Chance geben und ihn besser kennen zulernen. Erst dann kannst du dir auch ein Urteil über ihn bilden. Mit jemandem zu arbeiten, den man für einen schlechten Kollegen hält, belastet dich sehr. Jeden Tag, den du mit ihm arbeiten musst, sorgt für Stress. Dauerhaften und damit schädlichen Stress.

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Stressfaktor Nummer 5: Fehlende Anerkennung

Für dich als Unternehmer und Vorgesetzter ist es wichtig, auch immer mal wieder ein Lob auszusprechen. Mitarbeiter müssen Anerkennung und Wertschätzung spüren, denn nur dann sind sie zufriedene und motivierte Mitarbeiter. Aber auch Arbeitnehmer müssen sich hinterfragen, warum es möglicherweise keine Anerkennung gibt. Ist die Arbeitsleistung schlecht? Wie sieht es mit dem Umgang mit Kollegen aus? Ändert sich an dieser Situation nichts, dann wird der Frust an der Arbeit immer größer. Und mit steigendem Frust steigt der Stressfaktor. Der beginnt dann schon morgens nach dem Aufstehen, weil du gar keine Lust hast, zur Arbeit zu gehen. Diesem Problem musst du auf den Grund gehen und es abstellen.

Stressfaktor Nummer 6: Fehlender Karriereplan

Für viele gilt im Berufsleben nur, dass sie so schnell wie möglich Karriere machen wollen. Du stürzt dich in die Arbeit, leistest eine Überstunde nach der anderen. Bürdest dir ständig neue Aufgaben auf, ohne  letztendlich weiterzukommen? Also beginnst du dir die Frage zu stellen, warum du bei Beförderungen ständig übersehen wirst. Je mehr du das Gefühl hast auf der Stelle zu treten, desto mehr stresst du dich selbst. Also wieder ein Stressfaktor, den du dir selbst schaffst. Wenn es nicht weitergeht und du nicht weißt warum, dann suche das Gespräch mit deinem Vorgesetzten. Sprich offen mit ihm. Definiere genau, wie du dir deine Karriere vorstellst und mache, möglicherweise sogar mit dem Vorgesetzten zusammen, einen Karriereplan für dich.

Stressfaktor Nummer 7: Mobbing und Belästigung

Als letzten Stressfaktor habe ich mir das Thema Mobbing vorbehalten. Leider hat sich Mobbing in den letzten Jahren zu einem sehr häufig auftretenden Stressfaktor entwickelt. Mobbing sowie sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz sind leider noch immer traurige Wahrheit in vielen Unternehmen. Viele begehen den Fehler, dass sie viel zu lange warten, bis sie sich zur Wehr setzen. Ich kann dir deshalb nur nahelegen, so schnell wie nur möglich zu handeln, wenn du von diesem Thema betroffen bist. Hier besteht überhaupt kein vernünftiger Grund zu warten und zu denken, vielleicht hört es ja bald wieder auf. Einmal in die Mühlen von Mobbing oder auch sexueller Belästigung geraten, befindest du dich in einem Teufelskreis. Such dir deshalb so schnell wie möglich Hilfe.

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