Steamer Glücksspiel

Der Markt der Onlinecasinos wächst ohne Ende, gefühlt wöchentlich gibt es neue Anbieter auf dem Markt. Alleine 2017 haben diese Casinos über 45 Millarden US-Dollar Umsatz gemacht, eine fast schon unglaubliche Zahl. Doch nicht nur der Markt selbst scheint immer mehr zu wachsen, neue Bereiche entstehen, die von diesem Markt auch profitieren möchten. Insbesondere auf Twitch gibt es zahlreiche Steamer, die ihr Geld damit verdienen, dass andere ihnen beim Spielen zusehen. Richtig gehört: Die Streamer spielen in Onlinecasinos und verdienen damit Geld (neben den eigentlichen Gewinnen). Klingt zu gut, um wahr zu sein, oder? Doch was steckt hinter diesen Streamern und wie verdienen die eigentlich?

Online Glücksspiel existiert seit Jahrzehnten

Um den Markt der Casinos zu verstehen, müssen wir einmal zum Anfang schauen. Glücksspiel selbst existiert in etlichen Formen und geht weit in der menschlichen Geschichte zurück, doch online ging es erst 1996 so richtig los. Intercasino zählt als das erste Onlinecasino und existiert bis zum heutigen Tag. Schnell wurde klar, dass großes Interesse daran besteht, ohne den Weg ins Casino oder die Spielothek in den eigenen vier Wänden zu spielen. Es dauerte entsprechend nicht besonders lange, bis sich viele Nachahmer gefunden haben. Neben klassischen und vertrauten Spielen wie Roulette, Poker,und Blackjack folgten schnell andere Glücksspiele wie Baccarat auf den Plattformen. Zum heutigen Tag sollen es über 2.300 Onlinecasinos geben, eine gigantische Zahl.

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Aggressive Lockangebote locken Glücksspieler an

Die meisten Onlinecasinos locken mit großen Einzahlbonis. Teils bekommt man einen Bonus von 400 % auf die erste Einzahlung, wenn auch an einen Umsatz gebunden. Wenig überraschend lockt das viele Interessierte an und führt dazu, dass Spieler unterschiedliche Casinos ausprobieren, bis schließlich der Favorit gefunden wurde. Dazu locken unterschiedlichste Treueprogramme, weitere Einzahlboni und exklusive Spiele. Doch wie kommt es nun dazu, dass man mit dem Steamen von Glücksspiel Geld verdienen kann?

Nicht jeder will spielen, mag aber den Kick

Glücksspiele sind für viele Leute ein echter Kick, die Kombination aus bunten Bildern, Soundeffekten und den Gewinnen lösen Glücksgefühle aus. Der Grund dahinter ist ganz einfach: Menschen reagieren auf positive Ereignisse mit dem Botenstoff Dopamin, die Gewinne fühlen sich wie eine Belohnung aus. Dieses Glücksgefühl kann dabei deutlich schneller wieder erreicht werden als bei vielen anderen Sachen im Alltag. Wer sich zum Beispiel als Ziel setzt, 10 KG abzunehmen, feiert zwar auch Teilerfolge, doch die treten eben deutlich seltener auf als bei einem Gewinn beim Glücksspiel. Diesen Kick bekommt man jedoch nicht nur bei eigenen Gewinnen, sondern auch bei anderen Leuten. Vergleichbar ist das mit Sendungen im Fernsehen wie „Wer wird Millionär“: Wenn der Kandidat bei der alles entscheidenden Millionen-Frage seine volle Konzentration auf die richtige Antwort lenkt fiebern wir mit. Wenn die dann auch noch gewonnen wird, führt das nicht nur beim Gewinner des Geldes entsprechend zum Glücksgefühl.

Bei diesen Streams ist es nichts anderes, wir schauen jemanden zu, der die Chance auf große Gewinne hat. Wir fiebern auch hier mit und werden so durch die Gewinne berauscht. Wenn jetzt noch jemand steamt, den man selbst sympatisch findet, führt das schlussendlich zu einer fast schon süchtig machenden Kombination.

Wie verdienen diese Streamer ihr Geld?

Nicht erst seit dem Streamer Ninja weiß man, dass der Markt finanziell unglaubliche Möglichkeiten bietet. 2018 soll er knapp 10 Millionen US-Dollar verdient haben. Ohne jede Frage ist das eine gigantische Summe, insbesondere wenn man dabei bedenkt, dass es nach außen hin „nur“ Streaming ist. Dahinter steckt natürlich viel organisatorischer Aufwand, technisches Wissen und vor allem eine große Disziplin. Man kann als Streamer nicht einfach sagen, dass man einen Abend keine Lust hat, dadurch würden Zuschauer verloren gehen. Die Streams selbst stehen also in direkter Relation zu den entsprechenden Gewinnen. Die Einnahmequellen sind dabei sehr unterschiedlich.

Geld durch Abos auf Twitch

Einen nicht geringen Anteil verdienen die Streamer direkt über Twitch. Durch das kostenpflichtige Abo eines Kanals auf Twitch können schon horrende Summen erwirtschaftet werden. Besonders interessant sind dabei auch die kostenlosen Abos von Prime Kunden. Jeder mit einem Prime-Konto kann auf Twitch ohne eigene kosten einen Kanal abonnieren, der Streamer profitiert dennoch davon. Dazu können Zuschauer sogenannte Bits „spenden“, was zu weiteren Einnahmen führt. Oft werden die Top Donator im Stream selbst angezeigt, ein weiterer Anreiz zu spenden wird erzeugt.

Streamer werden gesponsored

Viele größere Steamer haben dazu Sponsoren, die nicht nur mit entsprechender Hardware wie Computer, Monitoren, Videoequipment und mehr unterstützen, auch finanziell dürfte hier einiges fließen. Im Bereich des Glücksspiels sind es jedoch eher selten diese Sponsoren, die für die Einnahmen zuständig sind. Der Grund dürfte wenig überraschend insbesondere sein, dass der Ruf von Glücksspiel bis heute eher negativ belastet ist.

Streamer werden selbst zur Marke

Ein gutes Beispiel aus Streamern, die selbst zur Marke werden, kann man MontanaBlack nennen. Der Niedersachse streamt vor allem Videospiele wie Call Of Duty und Fifa, doch auch im Bereich des Glücksspiels ist der 31-jährige sehr aktiv. In diesen Streams spielt er oft mit hohen Summen, oft lässt er seine Community auf die Spiele die gespielt werden Einfluss nehmen. MontanaBlack erreicht alleine auf YouTube über 2 Millionen Leute, auf Twitch folgen ihm knapp 1,9 Millionen. Stichwort Twitch: Wie erwähnt werden Zuschauer zu Spenden aufgerufen, der Top-Donator hat sagenhafte 8,655 € gespendet.

Doch der Erfolg geht weiter: MontanaBlack betreibt einen eigenen Shop. Hast du schon mal jemanden mit einem „Get on my lvl“-Shirt gesehen? Dann hast du jemanden mit Merchandise von Montana Black gesehen.

Mit Glücksspiel-Streams lässt sich viel Geld machen

Beim aktuellen Wachstum von Glücksspiel und dem Interesse an Streamern ist durchaus davon auszugehen, dass es sich hierbei um einen aufstrebenden Markt handelt. Ob man diesen Markt für sich nutzen möchte oder nicht ist jedoch jedem selbst überlassen.

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