Zu Beginn will ich erst einmal den Begriff Steueroasen näher definieren. Bei diesem Begriff handelt es sich um Länder, in dem keine oder nur sehr niedrige Steuern erhoben werden, die das Einkommen, aber auch sonstiges Vermögen betreffen. Sicher hast du den Begriff Steueroasen auch schon in Zusammenhang mit den Panama Papers oder den Paradise Papers gehört. Durch unbdichte Stellen kam ans Licht, dass sehr viele prominente Menschen aus Politik, Gesellschaft und Sport durch diese Steueroasen sehr viel Steuern gespart haben, was aber nicht immer so ganz sauber ist, aber eben auch nicht illegal, wenn man es geschickt anstellt. Nun gut, du wirst dich aber sicher nun fragen, warum ich dir das mit den Steueroasen näher erklären will. Ganz einfach, denn auch du kannst durch Steueroasen viel Steuern sparen, egal ob als Unternehmer oder auch als Privatperson.


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Steueroasen mit sehr niedrigen Steuersätzen

Im Vergleich zu anderen Ländern mit hohen Steuersätzen, zu denen wir auch Deutschland rechnen können, wird in den Steueroasen ein nur sehr niedriger Steuersatz für Einkommen und Vermögen fällig. Außerdem gibt es in einigen Ländern dieser Steueroasen bestimmte Steuersubjekte, wo die steuerliche Abgaberegelung sehr privilegiert behandelt wird. Im internationalen Vergleich ist dies natürlich für Unternehmen und auch für Privatpersonen ein sehr hoher Anreiz, diesen Steueroasen eine bestimmte Aufmerksamkeit zu widmen.

Möglicherweise könnte ja auch für dich das ein Thema sein. Immer mehr Unternehmen, vor allem die größeren, nutzen diese Steueroasen, um entweder deutlich weniger oder so gut wie gar keine Steuern mehr zu bezahlen. Vor allem Auslagerungen von Einkaufsleistungen, aber auch Auslagerungen von Dienstleistungen im Bereich Marketing werden vorgenommen. Ein weiterer beliebter Weg um in den Steueroasen deutlich Geld zu sparen ist es, in diesen Ländern eine Gesellschaft zu gründen oder zu kaufen und dann die Rechte seiner Marke an diese neu gegründete Gesellschaft zu übertragen.

Wie funktionieren diese Steueroasen?

Eigentlich handelt es sich bei den Steueroasen um ein ganz einfaches Prinzip. Dazu musst du dir einmal vorstellen, dass du deine Produkte nicht mehr direkt bei deinem Lieferanten kaufst. Stattdessen gründest du ein Unternehmen mit Sitz im Ausland, also einem Land, welches zu den Steueroasen gehört. Und genau mit diesem Unternehmen im Ausland kaufst du nun deine Produkte bei deinem Lieferanten. Und nun wird es spannend. Von diesem neu gegründeten Unternehmen kannst du nun für dein Unternehmen hier im Land die Waren zu einem wesentlich höheren Preis kaufen. Durch diese Einkaufsleistung schaffst du dir nun einen Gewinn. Der wird aber nicht hier versteuert mit hohen Steuersätzen, sondern zu den Bedingungen des Landes, wo sich dein Einkauf befindet.

Dies wäre eine Möglichkeit für dich, Geld durch Steueroasen zu sparen und weniger Steuern abzuführen. Eine weitere sehr beliebte Möglichkeit ist, dass von Unternehmen in Steuerparadiesen z.B. Lizenzgebühren für die Nutzung von Marken erhoben werden. Diese Lizenzgebühren könnten dann in der Theorie so hoch ausfallen, das bei dir als Gebührenzahler, an deinem hier im Land befindenden Unternehmen ohne diese Lizenzgebühren ein Gewinn anfallen würde. Doch wegen den Lizenzgebühren wird es eben kein Gewinn oder einfach ein deutlich geringerer Gewinn. So steht es dann jedenfalls in deinen Büchern. Gewinn machen wirst du aber trotzdem, denn es gehören dir ja beide Unternehmen.

Nutzung der Steueroasen ist ganz legal

Die beiden oben beschriebenen Möglichkeiten sind völlig legal. Du musst also keine Befürchtungen haben, dass du Probleme wegen beispielsweise einer Steuerhinterziehung bekommst. Rechtlich bist du vollkommen auf der sicheren Seite. Schau dir nur mal viele große Händler im Internet an. Diese versenden ihre Ware in viele Länder Europas und haben ihre Zentren für die Auslieferung der Ware nicht im eigenen Land, sondern im jeweiligen Land, wohin auch versendet wird. Ein Gewinn entsteht aber nicht dort, wo es auch ein Auslieferungszentrum gibt, nicht dort wo die Bestellung eingeht und bearbeitet wird, sondern dort, wo das Unternehmen seinen Hauptsitz hat, beispielsweise in einem Land, welches zu den Steueroasen gehört.

Es gibt viele Branchen, etwa Möbelhändler, Kaffeehändler, um nur zwei Beispiele zu nennen, die so arbeiten und damit mit Hilfe der Steueroasen enorme Steuerzahlungen vermeiden. Wenn ich jetzt geschrieben hatte, dass du dafür ein Unternehmen in einem Land gründen musst, welches zu den Steueroasen gehört, dann ist zwar richtig. Aber genauer gesagt, reicht es für dich schon aus, wenn du dafür nur einen Briefkasten hast, der an einem dafür vorgesehenen Gebäude angebracht wird. Du hast sicher schon von dem Begriff Briefkasten-Firma gehört. Und mehr brauchst du nicht. Du musst also dort nicht Büroräume oder Lagerräume anmieten.

Steueroasen auch als Privatperson nutzbar

Auch als Privatperson kannst du Steueroasen nutzen, um damit Steuern und damit natürlich bares Geld zu sparen. Lange Zeit war es sehr beliebt, dass man ein Konto in der Schweiz hatte, von dem niemand wusste. Doch die Zeiten haben sich geändert und viele andere Länder sind als Steueroasen an die Stelle der Schweizer gerückt. Vor allem Belize hat sich hier in letzter Zeit in den Vordergrund gerückt. Das Steuersystem in diesem Land ist einfach und leicht zu verstehen und zahlreiche Bankgeschäfte können dort steuerfrei getätigt werden. Das heißt, dass man dort, vorausgesetzt man macht keine Investitionen in diesem Land oder ein Unternehmen dort über kein Eigentum verfügt, kann du dort mit deinem Geld auch als Privatperson steuerfrei arbeiten.

Vielleicht denkst du jetzt, naja, so viel Geld habe ich nicht, dass ich es dorthin überweisen muss. Vielleicht jetzt nicht. Aber was ist, wenn sich bei dir etwas ändert, auch als Privatperson. Nehmen wir mal ein Beispiel. Du bist ein absoluter Fan von Sportwetten, platzierst immer mal wieder Wetten nach ausgesuchten Wettstrategien und gewinnst auch immer mal kleinere Beträge. Doch plötzlich meint es das Glück mit dir besonders gut und du machst einen mächtigen Gewinn. Dann wird es ja auch ein Ziel von dir sein, das Geld auch gewinnbringend anzulegen. Willst du hier dafür aber für Gewinne die du daraus erzielst immer brav deine hohen Steuern zahlen? Du hast schließlich gewonnen. Und genau dann werden für dich auch Steueroasen interessant.

Genauso sieht es aus, wenn du beispielsweise dein Geld mit Wetten verdienst, dies also als Full-Time-Job ausführst. Du glaubst nicht das dies möglich ist? Dann lies doch einfach mal unseren Artikel  „Full-Time-Job Sportwetten – Ein Interview mit einem Full-Time-Tipper“

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Die beliebtesten Steueroasen

In diesem Ranking will ich dir die besten und beliebtesten zehn Steueroasen vorstellen. Da kannst du dir einen Überblick verschaffen, welche Steueroasen in der Gunst von vielen Unternehmern aber auch Privatpersonen ganz oben stehen:

  • Platz 10: Japan
  • Platz 9: Insel Jersey
  • Platz 8: Insel Guerney
  • Platz 7: Libanon
  • Platz 6: Singapur
  • Platz 5: Panama
  • Platz 4: Cayman Islands
  • Platz 3: Hongkong
  • Platz 2: Luxemburg
  • Platz 1: Belize

Als Freiberufler von Steueroasen profitieren

Auch als Freiberufler oder Selbständiger kannst du von den Steueroasen profitieren. So steht dir beispielsweise als Möglichkeit offen, Maschinen oder auch Firmenautos von einer Gesellschaft im Ausland zu leasen. In vielen Ländern ist es auch so, dass hier etwa der Erwerb eines Autos deutlich günstiger ist, als hier bei uns. Hier kommt es halt auch auf die Masse an. Wenn du nur ein oder zwei Autos oder ein paar kleinere Maschinen erwerben willst, dann geht die Rechnung mit der Gründung einer Gesellschaft dort und dem folgenden Leasing nicht auf.

Solltest du aber größere Investitionen auf diesem Gebiet vorhaben, dann kann dich dies unter dem Strich viel Steuern sparen. Auch Privatpersonen sind hier auf diese Weise tätig. Vielleicht kennt du den Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton. Der hat sich auf diese Weise seinen Privatjet verschafft und zahlt dafür kaum Steuern, obwohl es sich hier um ein beträchtliches privates Vermögen handelt. So ein Jet ist ja nicht gerade billig.

Wie viel Steuern kannst du in den Steueroasen sparen?

Wie viel Steuern du in den Steueroasen sparen kannst, hängt natürlich von dem jeweiligen Land und den dortigen Steuersätzen ab. Aber nehmen wir mal ein Beispiel. Angenommen, du gründet in einem Land, welches zu den Steueroasen zählt, eine Gesellschaft. An diese Gesellschaft zahlst du 100.000,- Euro. Du verminderst mit dieser Zahlung deinen Gewinn in Deutschland damit genau um diese Summe. Wenn wir den durchschnittlichen Steuersatz hier von 40 Prozent zugrunde legen, dann zahlst du hier damit 40.000,- Euro weniger Steuern.

Dann betrachten wir uns den durchschnittlichen Steuersatz von 15 Prozent in den Steueroasen (natürlich gibt es auch Steueroasen wo es nur 5 Prozent sind). Aber bleiben wir beim Durchschnitt. Dort würdest du also für deine 100.000 Euro nur 15.000,- Euro zahlen. Als Ergebnis bleiben dir damit 25.000,- Euro mehr in deiner Kasse. Ausgehend von deinem Ausgangskapital ergibt das eine satte Rendite von 25 Prozent. Da würde sich im Laufe der Jahre ein stattliches Kapital entwickeln. Klar, am Anfang kommen für dich noch ein paar Ausgaben hinzu. Etwa für die Gründung einer Gesellschaft in einer der Steueroasen. Aber das kostet dich einmalig nur wenige tausend Euro. Es gibt aber natürlich auch noch genügend Möglichkeiten für dich auch hier Steuern zu sparen. Das fängt schon bei der Umsatzsteuer an. In diesem Beitrag von uns „Umsatzsteuer Voranmeldung: So kannst du kräftig Steuern sparen“ kannst du dir ein paar Tipps holen, was du machen musst.

Fazit

Für fast jeden Bedarf gibt es die passenden Steueroasen. Die müssen zwar erst einmal gefunden werden, damit sie auch zu deinem Vorhaben und zu dir passen. Aber dafür gibt es jede Menge an Beratern und Experten, die sich hier perfekt auskennen. Die Buchhaltung und die Verwaltung deiner in einer Steueroase gegründete Gesellschaft wird von dort gegen eine geringe Gebühr mit übernommen. Erster Ansprechpartner für dich sollte für das Thema Steueroasen dein Steuerberater sein. Er kann dir helfen, den passenden Berater und Experten zu finden.

 

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