Der Trend: Dich selbst als Marke verkaufen

Solopreneur: mit skalierbaren Geschäftsmodellen zum passiven Einkommen

In der deutschen Startup Szene geistert in letzter Zeit immer häufiger ein Wort umher, von dem nur wenige wissen, was es überhaupt bedeutet: Solopreneur. Es wird leichtfertig verwendet, ohne dass Abgrenzungen zu anderen – eher bekannten – „Berufsbezeichnungen“ vorgenommen werden. Eine Solopreneur ist nämlich weder ein Entrepreneur, noch ein Freelancer. Es gibt Unterschiede, die bei näherem Hinsehen offensichtlich werden und vielleicht ist das Arbeitsmodell bzw. das Geschäftsmodell eines Solopreneurs genau das richtige für dich. Finde es heraus bzw. übernimm einige Aspekte dieser Unternehmerform, um dich und dein Business erfolgreicher zu machen.

„Solo“ und „Entrepreneur“ – ein Solopreneur!

Das Wort „Solo“ bedeutet so viel alleine und was ein Entrepreneur ist, das sollte den meisten bekannt sein. Du weißt, dass es so etwas wie Freelancer gibt, die oft alleine arbeiten und so ihr Geld im Dienstleistungsbereich verdienen. Ein klassisches Beispiel sind Werbetexter, die ihr Geld verdienen, indem die Text für andere Leute / Projekte schreiben.

Was den Solopreneur vom Freelancer unterscheidet ist, dass er nicht fremden Projekten arbeitet, sondern an seinen eigenen. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist, dass dein Unternehmen – wenn du ein Solopreneur bist – auf einem skalierbaren Geschäftsmodell gründet und dein höchstes Ziel ist, irgendwann ein passives Einkommen zu generieren. Du hast dabei weniger Kontakt zu Kunden (im Vergleich zu einem Freelancer, der die gesamte B2B oder B2C Kommunikation übernimmt).

Um es also für dich kurz und knapp zu definieren: Als Solopreneur arbeitest du für deine eigenen Projekte, dabei kommen Produkte heraus, die du wiederrum für Geld verkaufen kannst. Dabei tauschst du deine Zeit nur indirekt gegen Geld, da du mit Zeit ein Produkt schaffst, welches du vielfach verkaufen kannst, sodass die Zeit-Gewinn-Spanne exponentiell verläuft.

Ist das unbedingt besser?

Man kann nicht mit Sicherheit sagen, dass diese Vorgehensweise die Beste ist. Es klingt in der Theorie so „einfach“ und scheint, als würde die Sache von selbst laufen, wenn du erst einmal ein Produkt erstellt hast. Das ist aber nicht so, da die Leute dein Produkt kaufen müssen und es sich gut vermarkten musst. Auch für die Vermarktung kannst du mitunter verantwortlich sein, was in manchen Nischen einen enormen Aufwand mit sich bringt.

Solltest du es dann aber einmal geschafft haben ein Produkt auf dem Markt zu etablieren, ist es eine gute Sache, um „passiv Geld“ zu verdienen. Passiv ist hierbei nur semi-korrekt, da du ja trotzdem laufend Arbeit hast und am Anfang überproportional viel Zeit investiert hast, um das Produkt zu erstellen – ohne dass du wusstest, ob es überhaupt erfolgreich wird.

Im Endeffekt ist das Wichtigste, dass du Spaß bei der Arbeit hast und diese Tätigkeit kann unter Umständen ganz schön frustrierend sein. Du kannst zwar dein Arbeitspensum selbst bestimmen, bist aber gleichzeitig auch ganz alleine für deine Erfolg und Misserfolg verantwortlich.

Was macht ein Solopreneur?

Es wurde bereits von einem skalierbaren Geschäftsmodell gesprochen. Dieses etwas kryptisch klingende Wort bedarf einer Erläuterung. Damit sind nämlich solche Geschäftsmodelle gemeint, bei dem du einmal Zeit investierst, um ein Produkt zu entwickeln, welches du dann beliebig oft verkaufen kannst.

Es wird dir wahrscheinlich verständlicher, wenn du dir die folgenden Beispiele anschaust. Typische skalierbare Produkte bzw. Geschäftsmodelle sind:

  • Online-Kurse (Video-Kurse etc.)
  • Bücher (Offline- und Onlinevertrieb)
  • E-Books
  • Usw.

Doch das, was es so schwer macht, als Solopreneur erfolgreich zu sein, ist, dass du dich dabei selbst als Marke verkaufen musst. Wenn du das nicht tust, kannst du dir keine Reputation aufbauen, die dafür sorgt, dass man dich als Experten ansieht. Und sieht man dich nicht als Experten an, werden die meisten Menschen es nicht als legitim empfinden für ein – von dir erstelltes – „Expertise“-Produkt Geld zu bezahlen.

Menschen lernen von Menschen, die etwas besser beherrschen als sie selbst. Deine Aufgabe ist es also, ihnen zu zeigen, dass du in deinem Bereich Profi bist, der nun sein Wissen zu einem vergleichsweise geringen Gegenwert (Geld) mit ihnen teilt.

Wie verkaufst du dich selbst als Marke?

Um dich als Marke verkaufen zu können, musst du dich der Öffentlichkeit präsentieren und dabei zeigen, dass du etwas gut kannst. Es ist wichtig, dass du wahrgenommen wirst. Dabei solltest du versuchen dein Geschäftsmodell so „schmal“ wie möglich zu halten. Das bedeutet konkret, dass du versuchen solltest kein Fremdkapital in Anspruch zu nehmen, da es deine zukünftige Entwicklung hindern kann und dich im schlimmsten Fall von einem Geldgeber abhängig macht.

Kommunikationswege eines Solopreneurs

Im digitalen Zeitalter hast du die unterschiedlichsten Möglichkeiten mit deiner Zielgruppe zu interagieren. Es ist wichtig, dass du deine Zielgruppe kennst, da Schüsse ins Leere nie das Ziel treffen und unnötig Ressourcen fressen. Wenn du selbst keine Ahnung von „Targeting“ und ähnlichen Dingen aus dem Bereich des Marketings hast, lohnt es sich oft diesen Bereich out-zu-sourcen.

Im besten Fall findest du einen Experten, der diese Arbeit auf Erfolgs-Provisions Basis macht. Das bedeutet, dass er nur dann Geld verdient, wenn er mit dem, was er tut, auch erfolgreich ist. So minderst du die Kosten – gleichzeitig wirst du aber einen prozentualen Anteil deiner Gewinne abgeben müssen. Aber besser weniger Gewinn, als kein Gewinn.

YouTube, Facebook, Instagram & Co.

Die sozialen Netzwerke bieten dir mehr als genug Raum, um dich als Experte zu positionieren. Du kannst beispielsweise kostenfrei einen YouTube Kanal eröffnen, auf dem du in kurzen Videos gratis Tipps gibt, die dem Zuschauer bei seinen Fragen und Problemen helfen. Gleiches gilt, wenn du dein Produkt – oder besser deine Fähigkeiten – auf Facebook oder Instagram in Form von Ads bewirbst.

Es ist immer ein Vorteil, wenn du zuerst Mehrwert bietest, da die Zielgruppe dann auch interessierter an weiterführenden Infos ist, für die du dann im Gegenzug Geld verlangen kannst.

Fazit: Du arbeitest selbst und ständig

Das Geschäftsmodell des Solopreneurs ist kein Selbstläufer. Mit einem guten Produkt ist es noch nicht getan und ohne Verkäufe erzielst du keinen Gewinn. Das muss dir klar sein. Vielleicht bist du eher ein Team-Player. Dann ist dieser Unternehmerform wahrscheinlich nicht das Optimale für dich.

Wenn du es schaffst dich als Marke zu verkaufen und erfolgreich Vertriebswege findest, dann kann dieses Geschäftsmodell aber auch zur Goldgrube für dich werden und du kannst am Ende des Tages mit vergleichsweise wenig Aufwand viel Geld verdienen. Bis dahin ist es aber ein langer und schwerer Weg, bei dem du immer wieder Rückschläge erleiden wirst – die Frage ist, ob du bereit bist, diesen Weg zu gehen?

Jetzt weiterlesen ...

Themenseiten

Über den Autor

Sven Graf

Hi, mein Name ist Sven Graf, ich bin 18 Jahre alt und Jungunternehmer.
Ich bin in der Texterstellung tätig und ganz besonders unterstütze ich Unternehmen, aber auch Privatpersonen, dabei Ihre Projekte bzw. ihren Online-Auftritt zu optimieren / umzusetzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.