So kannst du dein Produkt perfekt präsentieren und verschicken

Die richtige Verpackung für dein Produkt finden

Die richtige Verpackung für dein Produkt finden

Dein eigenes Produkt gut verpackt auf Erfolgskurs zu bringen: Das ist dein Ziel und auch das vieler Gründer. Und beides hat vergleichsweise viel miteinander zu tun. Wenn du glaubst, dass die Verpackung nur eine schmucklose Hülle ist, um das Produkt besser von A nach B transportieren zu können, dann irrst du dich. Denn die folgenden Überlegungen solltest du im Vorfeld anstellen:

Das sind die Funktionen einer Produktverpackung

Eine Verpackung muss ums Produkt – und das aus vielerlei Gründen. Warum die Verpackung einen solch hohen Stellenwert einnimmt, verrät ein Blick auf die Funktionen der Verpackung:

1.)   Die Verpackung umhüllt das Produkt.

Hinter dieser sogenannten Primärfunktion stecken direkt noch weitere Einzelfunktionen. Die Erstverpackung schützt das Produkt („Schutzfunktion“). Während das bei Kleidung noch recht unspektakulär erfolgt, gibt es vor allem im Lebensmittelbereich eine Vielzahl an Vorschriften, die die Verpackung erfüllen muss. Darüber hinaus hat die Verpackung eine „Lagerfunktion“, denn nicht jedes Produkt – vor allem nicht das, was an den Endkunden im Handel geht – wird just-in-time produziert und konsumiert. Dieser Faktor impliziert zeitgleich die „Lade- und Transportfunktion“, die eine sichere und einfache Beförderung ermöglicht.

2.)   Die Verpackung preist das Produkt an.

An dieser Stelle fällt die Zuständigkeit für das Produkt oftmals in die Abteilung Marketing, denn das Produktdesign hat hier eine „Verkaufsfunktion“, die zum Zugreifen animieren soll, und eine „Werbefunktion“, die ansprechen soll. Auch eine „Dienstleistungsfunktion“ und eine „Garantiefunktion“ wird bereits beim ersten Blick auf das Produkt deutlich, denn auf der Verpackung stehen rechtlich vorgegebene sowie interessante Verbraucherhinweise von Inhalt und Verwendung bis hin zu Produkthaftung und Hinweisen zum Hersteller.

3.)   Die Verpackung ist wiederverwendbar.

Ein besonderer Kniff ist den Verpackungsdesignern gelungen, wenn sie es schaffen, die Verpackung mit einer praktischen Zusatzfunktion auszustatten. So kann die Verpackung weiterverwendet werden, auch wenn das Produkt selbst bereits aufgebraucht wurde.

Die Hülle muss zum Produkt passen

Passende Verpackung
Dass die Hülle zum Produkt passen muss, zeigt sich vor allem mit Blick auf Flüssigkeiten und Cremes. Flüssigprodukte kommen meist in Flaschen, Pasten in Tiegel.

Bevor es an die Feinjustierung der Produktverpackung gehen kann, ist es sinnvoll, dass du dich über die vielfältigen Möglichkeiten im Verpackungsmitteldesign informierest. In der Power-Suche des Verpackungsmittelherstellers Packari ist das buchstäblich via Mausklick möglich. Auf unzählig vielen Produktseiten kannst du sehen, wie vielfältig die Welt der Verpackungsmittel ist. Mit Blick auf die Filterfunktionen, die der Hersteller bietet, zeigt sich, dass vor allem runde Formen beliebt sind. Hierfür gibt es eine Produktpalette mit 787 Produkten. Auch rechteckige, ovale und sogar achteckige Formen führt der Hersteller. Auswählbar sind die Verpackungen auch nach Volumen (von null bis 30.000 ml), nach Material, Farbe und vielen weiteren Details.

Klar ist, dass flüssige Produkte meist in eine Flaschenform kommen, während Pasten im Cremetiegel gut aufbewahrt sind. Individualisierbar wird jede Verpackung erst durch die Einzelkomponenten, denn auch Schraubverschlüsse und Dosierspritzen können – je nach Produkt – eine sinnvolle Ergänzung direkt an der Verpackung darstellen. Wichtig: Wenn du beim USP deiner Marke oder beim Produkt auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein setzt, dann solltest du das auch mit Blick auf die Verpackung tun. Biologisch hergestellte Teesorten dürfen im Umwelt-Papier-Beutel verpackt werden. Plastik und Aluminium wäre hier ein No-Go.

Auch mit Blick auf dieses Zahlenwerk des Umweltbundesamtes zeigt sich, wie wichtig es ist, in punkto Verpackung an die Umwelt zu denken: „Im Jahr 2014 fielen 17,8 Millionen Tonnen Verpackungen in Deutschland an. Verpackungen aus Papier, Pappe oder Karton haben dabei den größten Anteil mit etwa 8,1 Millionen Tonnen. Es folgen Verpackungen aus Kunststoffen (2,9 Millionen Tonnen), Glas (2,7 Millionen Tonnen) und Holz (3,0 Millionen Tonnen).“

Die Gestaltung des Verpackungsmittels: ansprechend und praktikabel

Während das Produkt selbst und seine ureigene Beschaffenheit über die Erstverpackung, also die, die direkt ans Produkt angrenzt, abgeschottet ist, verhält es sich in punkto Gestaltung der Umverpackung etwas anders. Idealerweise beeinflusst die Umverpackung die Kaufentscheidung positiv und stärkt die Marke des Produkts langfristig.

Ansprechende Verpackung
Um zu verhindern, dass der potentielle Kunde zum Konkurrenzprodukt greift, ist die Verpackung entscheidend. Sie muss ansprechen und zum Zugreifen ermutigen.

Um ein ansprechendes Produktdesign aufsetzen zu können, ist ein Blick in dein Corporate Design unabdingbar. Dort können geringe Standards dokumentiert sein – wie etwa Markenfarbe und Markenschrift – es können aber auch Gestaltungshinweise zum Bild-Text-Arrangement vorliegen. Eine gute Beschreibung der Zielgruppe sollte ebenfalls angefertigt werden, um das Produkt so zu gestalten, dass eben diese gewünschte Käuferschicht in den Regalen voller Konkurrenzprodukte ausgerechnet zu deinem Produkt greift.

Neben der Optik, die im positiven Sinne auffallen sollte, muss bereits die Verpackung zum Zugreifen einladen. Das passiert häufig besonders gut, wenn sich der Verbraucher mit dem identifizieren kann, was er auf der Verpackung sieht. Hinzu kommen produktgruppenspezifische Pflichtangaben wie beispielsweise Zutaten, ein Hinweis auf mögliche Allergien, Verbrauchsdatum, Name des Herstellers, Charge etc. Nur allzu häufig sind Verpackungen auch ein Sammelsurium aus Icons und Abkürzungen, die keiner so richtig verstehen kann. Bei Focus online gibt es Erläuterungen zu diesen geheimen Verpackungssymbolen und deren Bedeutung.

 

Abbildung 1: pixabay.com © deplhinmedia (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: pixabay.com © stux (CC0 Public Domain)

Abbildung 3: pixabay.com © igorovsyannykov (CC0 Public Domain)

 

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Über den Autor

Benedikt Voigt

2 Antworten

  1. Verpackungen stehen momentan allgemein im Interesse der Öffentlichkeit und ich finde es wichtig, dass Unternehmen auch auf die chemische Zusammensetzung achten. Dass die VO EU 10/2011 Spezifische Migration hier ein wichtiger Orientierungspunkt ist, wissen Experten. Unternehmer sollten mehr in die Verbesserung bestehender Materialien und Methoden investieren.

  2. Vielen Dank für die interessanten Ausführungen zur richtigen Verpackung. Meine Freundin hat eine Firma für die Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln gegründet. Sie überlegt, ob die ihre Verpackungen onliene bedrucken lässt. Ist das kostengünstiger?

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