Markteintritt für 2023 geplant

Schokolade ohne Kakao – das Startup Qoa

Das Aroma von Schokolade ist eng mit dem Rohstoff der Kakaobohne verbunden. Allerdings weist diese eine negative Umweltbilanz auf. Das hat zwei Geschwister aus Bayern dazu veranlasst, nach einer Alternative zu forschen. Zwei Jahre nach der Unternehmensgründung will das Startup 2023 auf den Markt gehen. Alle Infos zur Schokolade ohne Kakao findest du nachfolgend!

Wie viele traditionelle Lebensmittel hat auch Kakao eine schlechte Klimabilanz. Das hat sich Maximilian Marquart zu Herzen genommen und gemeinsam mit seiner Schwester Sara vor einem Jahr das Startup Qoa gegründet. „Wichtig ist mir, etwas bewegen zu können“, sagt der 36-jährige Materialwissenschaftler. Wie das gelingen soll? Mit einer Alternative zur Kakaobohne.

Warum hat Kakao eine schlechte Klimabilanz?

Kakao dient als Hauptrohstoff für Schokolade. Die Kakaobohne kann allerdings nur in Gegenden rund um den Äquator angebaut werden. Durch die Entwicklung der Schokolade vom Luxusgut zur Massenware benötigt die Kakaoindustrie immer mehr Fläche zum Anbau. Dafür müssen allerdings in Anbauländern wie der Elfenbeinküste oder Ghana immer mehr Regenwälder gerodet werden. Maximilian Marquart verweist auf eine Studie der Universität Oxford. „Pro Kilo Schokolade werden 19 Kilogramm Kohlendioxid frei.“ Um dieser schlechten Klimabilanz entgegenzuwirken, haben er und seine Schwester das Startup Qoa gegründet und wollen eine Alternative zum Kakao in der Schokolade schaffen.

So entstand die Schokolade ohne Kakao

Sara Marquart ist Lebensmittelchemikerin und seit über zehn Jahren in der Aromaforschung tätig. „Anfangs haben wir in meiner Küche mit Thermomix und kleinen Fermentern experimentiert“, erzählt ihr Bruder. Das Ziel der Experimente: aus Alternativstoffen das Aroma nachzubilden, das eine Kakao-Bohne nach dem Fermentieren und Rösten erhält. Sie hätten tausende Rezepturen durchprobiert, erklärt der Qoa-Gründer.

Die Suche nach einer Schokolade ohne Kakao mündete schließlich in einer Mischung aus Aprikosenkernen und Haferspelzen. Den Ort für ihre Experimente hatten die Geschwister da bereits in ein professionelles Labor in einem Münchner Vorort verlegt. Bei Spelzen handelt es sich um Getreideschalen, in diesem konkreten Fall um Schalen von Hafer. Röstet man diese richtig, entstehen Aromen, die dem von Kakao zum Verwechseln ähnlich sind.

Wie schmeckt die Schokolade ohne Kakao?

Die mit Aprikosen und Haferspelzen hergestellte Schokolade legten die Marquart-Geschwister mehreren Lebensmittelprofis zur Probe vor. Das Ergebnis fiel erfreulich aus: „Das Panel hat keinen Unterschied zu herkömmlich fabrizierter Schokolade geschmeckt“, so Maximilian Marquart. In der Zwischenzeit haben die Qoa-Gründer mit einer Chocolatiere zusammengearbeitet und den Geschmack der Schokolade ohne Kakao weiter verbessert.

Ab wann gibt es die Schokolade ohne Kakao zu kaufen?

Den Marktstart visiert das Gründerduo bereits für 2023 an. „Wir stehen in Kontakt zu vier großen Süßwarenherstellern aus Deutschland, Frankreich und den USA“, heißt es von Qoa-Gründer Marquart. Zudem gebe es zahlreiche weitere Interessenten. Noch in diesem Jahr wollen die beiden Gründer eine Imagekampagne mit Starköchen aus den USA initiieren, da es gegenüber neuen Lebensmitteln immer Vorbehalte gebe. Daher wollen sie ihre Schokolade ohne Kakao bereits jetzt im Bewusstsein der Bevölkerung platzieren. Warum die USA? „Lebensmittelinnovationen haben ihren Ursprung meist in den USA und schwappen von dort nach Europa„, erklärt Marquart. Auf diesen Effekt hoffen er und seine Schwester auch in ihrem Fall.

Bei einer Schokolade ohne Kakao soll es aber nicht bleiben, verraten die Geschwister. Als nächstes planen sie, eine Palmöl-Alternative zu entwickeln, da dieses ebenfalls eine schlechte Klimabilanz aufweist. Der Prozess für die Kakao-Alternative, so Sara Marquart, könne auch hierfür verwendet werden.

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Über den Autor

Autorenprofil: Andreas Fricke

Andreas Fricke

Andreas studierte 2013 nach seinem Abitur Journalismus & Unternehmenskommunikation in Köln. Parallel sammelte er Erfahrung bei den Redaktionen verschiedener Tageszeitungen. Nach dem Studium zog es ihn ins Online-Marketing, wo er mit dem Schwerpunkt auf SEO-Texte und Blogbeiträge fünf Jahre für verschiedenste Themen und Branchen schrieb. Seit März 2022 verstärkt er die Redaktion von Digital Beat und Gründer.de als Junior-Online-Redakteur.

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