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Innovation für phygitale Erlebnisse

Gründer-Geheimnis UpVisit: Moderne Besucher-App für dein Event

Wie bleibt man als Event- oder Messeveranstalter im Gedächtnis? Genau mit dieser Frage haben sich die Gründerinnen von UpVisit beschäftigt und eine App entwickelt, die physische und digitale Event-Erlebnisse vereint. In diesem Gründer-Geheimnis verraten dir Alicia und Katharina, wie sie ihre Idee in ein erfolgreiches Unternehmen verwandelt haben und was UpVisit so einzigartig macht.

UpVisit steht für das perfekte Zusammenspiel aus physischer und digitaler Welt. Die App bietet Veranstaltern die Möglichkeit, ihren Besuchern ein umfassendes, interaktives Erlebnis zu bieten, ohne den Aufwand einer eigenen App-Entwicklung. Mit UpVisit können Event- und Messebesucher ganz einfach Guided Tours, interaktive Spiele, Veranstaltungskalender und vieles mehr erleben – alles in einer App. Für Veranstalter bedeutet das nicht nur Reichweite, sondern auch gesteigerte Umsätze, da Nutzer direkt auf weitere Angebote hingewiesen werden. Wie es zu der Idee von UpVisit kam, verraten dir die Gründerinnen im Interview.

Idee und Gründung

Wie genau entstand die Geschäftsidee für UpVisit ? Beschreibt bitte den genauen Moment.

Katharina: Die Idee entstand aus meiner Innovationsagentur 7Places heraus. Wir haben digitale Konzepte für Shops, Museen, Kultureinrichtungen und Tourismusbüros entwickelt und umgesetzt. Dabei habe ich gemerkt, dass alle Kund*innen ganz ähnliche Herausforderungen haben und auch ähnliche Lösungen benötigen. Eine Plattformlösung lag dann nahe, um nicht für alle Kund*innen individuell das gleiche Produkt zu entwickeln, sondern quasi einen Baukasten zur Verfügung zu stellen, mit dem schnelle Lösungen, kostengünstig und auf dem neuesten Stand der Technik erstellt werden können. So müssen Endnutzer*innen auch nicht für jede Veranstaltung oder jedes Geschäft eine eigene App herunterladen. Eine App für alles. Eine WIN-WIN-Situation. 

Was versteht man unter phygitalen Erlebnissen?

Alicia: Phygital setzt sich aus physisch und digital zusammen. Es ist die Verschmelzung eines physischen Erlebnisses mit digitalen Erweiterungen, die das Erlebnis auf ein neues Level heben, und so einzigartig machen. Wir haben uns heutzutage an den Komfort der digitalen Welt gewöhnt, dieser Komfort soll das Erlebnis in der realen Welt positiv verstärken.

Wie lief die Namensfindung ab? Warum habt ihr euch für “UpVisit” entschieden?

Alicia: Die Namensidee kam von Katharina. Letztlich gibt UpVisit physischen Orten und Events ein Upgrade.  

Katharina: Genau, UpVisit hebt Erlebnisse an physischen Orten auf ein neues Level. Aus einem einfachen Visit wird ein UpVisit.

Wie und wann habt ihr erkannt, dass ihr eure Idee in einem eigenen Unternehmen  umsetzen wollt?

Katharina: Wir haben beide schon zuvor Unternehmen gegründet. Alicia war damals als Serien-Digitalgründerin nach ihrer Spitzen-Kandidatur der Klimaliste Berlin auf der Suche nach einer Idee, die unsere Welt wirklich besser macht. Ich hatte bereits 7Places gegründet und konnte Alicia im Nullkommanix von meiner Idee für UpVisit überzeugen. 

Wie ging es dann weiter? Was waren die nächsten Schritte?

Alicia: Wir haben direkt tausend Schritte in verschiedenste Richtungen gemacht. Also wir waren parallel an mehreren Fronten aktiv. Zum einen haben wir viel Research gemacht, um zu identifizieren, was die App unbedingt braucht, welche Benefits nicht fehlen dürfen und wie das Produkt aussehen muss. Zeitgleich haben wir bereits Gespräche mit potenziellen Kunden geführt, was auch nochmal viel Input geliefert hat.

Katharina: Und wir haben auch die ersten weiteren Teammitglieder geonboarded, um die App und das CMS auf die Straße zu bringen. 

Beim Gründen läuft nicht immer alles glatt: Was würdet ihr das nächste Mal nicht nochmal so machen?

Katharina: Um ganz ehrlich zu sein, würde ich das Meiste wieder genauso machen. Vielleicht hätte ich mit dem Wissen heute hier und da härter verhandelt und weniger nachgegeben. Ich glaube, dass der größte Fehler, den man als Gründer*in machen kann, ist, sich von unmoralischen Angeboten hinreißen zu lassen, zum Beispiel wenn die Frustration zu groß wird. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Menschen, die man ins System lässt. Wenn diese bei genauerem Blick keiner Feuerprobe standhalten, kann das Probleme verursachen und im Zweifel sogar das Unternehmen kaputtmachen. Im Grunde ist der Kern jeder Entscheidung der Schutz dessen, was bereits da ist – trifft man Entscheidungen unter diesem Gesichtspunkt, macht man viel richtig. Dafür braucht man aber auch das Selbstvertrauen, diesen Wert zu sehen und zu verteidigen.

Die Branche 

Wie viel Potenzial besitzt diese Branche, warum habt ihr euch für diesen Bereich entschieden?

Katharina: Wie jedes Unternehmen in der Plattformökonomie haben wir mit dem Henne-Ei-Problem zu kämpfen. Kund*innen erwarten, dass UpVisit auf möglichst vielen Smartphones installiert ist. Menschen installieren die App jedoch nur, wenn sie coole Angebote darauf finden. Um diese Gleichung zu lösen, wählen wir den Markteintritt über Groß-Events: Als Event-App für Veranstaltungen wie das Stuttgarter Weindorf oder die Kieler Woche erreichen wir dieses Jahr Millionen von Besucher*innen.

Für die Endnutzer*innen ist die App komplett kostenfrei. Mit dieser Perspektive gewinnen wir kontinuierlich neue Kund*innen für uns. Bis Ende des Jahres wollen wir, dass UpVisit 1.000.000 aktive Nutzer*innen hat. Peu à peu wollen wir Geschäfte, Museen und weitere Orte integrieren, sodass wir ein Erlebnis-Ökosystem in der App haben.

Alicia: Die Messe- und Eventbranche hat sich von der Pandemie erholt. Was die Messebranche angeht, finden in Deutschland bis zu 380 Messen im Jahr statt. Gleichzeitig haben Messen in Unternehmen zwar einen hohen Stellenwert, Arbeitgeber wollen jedoch sicherstellen, dass die das Beste aus dem Messebesuch herausholen. Daher suchen Messebetreiber nach Innovation, um die Customer Journey zu verbessern.

Katharina: Auch bei Großevents, wie der Kieler Woche, geht es viel darum die Besucher*innen abzuholen und ihnen das bestmögliche Erlebnis zu bieten.  

Welche Meilensteine habt ihr mit UpVisit schon erreicht?

Katharina: Der erste große Meilenstein war natürlich unser Go Live im April 2023. Dann durften wir im Januar 2024 im AI House beim Weltwirtschaftsforum dabei sein. Die INVEST Messe und somit die erste Kooperation mit der Messe Stuttgart war auch ein Highlight sowie die Kieler Woche dieses Jahr.

Alicia: Die ersten 10.000 Downloads nach der INVEST waren ein riesen Meilenstein sowie die Kieler Woche, das erste City-Event bei dem UpVisit verfügbar war. Und zuletzt haben wir mit dem Startup BW Summit das erste B2B-Event umgesetzt und hatten dabei eine Aktivierungsrate von 82 %. Das war der Wahnsinn.  

Was macht UpVisit so besonders? Wie grenzt ihr euch von der Konkurrenz ab? Beschreibt bitte eure einzigartige Strategie bzw. das Alleinstellungsmerkmal.

Alicia: Für unsere Kunden bieten wir eine kostengünstige Alternative zur eigenen App, dessen Entwicklung sehr teuer und zeitintensiv ist. Zudem werden unsere Kunden direkt einem Ökosystem integriert, sprich: Wer UpVisit auf einer Veranstaltung nutzt, kann zeitgleich viele weitere Orte entdecken. So gewinnt der Kunde neue Leads ohne weiteres Invest. Eine weitere Besonderheit ist die Aktivierung vor Ort, Besucher*innen werden in die Orte richtig reingezogen, es können auch nach dem Erlebnis Push-Nachrichten an die Besucher*innen geschickt werden. Und natürlich bieten wir Analytics, sodass Kunden genau verfolgen können, welche Inhalte besonders gut angekommen sind. 

Katharina: Für die Endnutzer*innen ist UpVisit eine Möglichkeit, Orte und Veranstaltungen intensiv zu erleben. Neben spannenden Infos stellen viele unserer Kunden spielerische Touren, Schnitzeljagden, Quizze und Votings auf der App zur Verfügung. App-User*innen können auch ihren persönlichen Eventkalender erstellen und sich Veranstaltungen und Informationen abspeichern, so verpasst man keine Highlights. 

Alltag

Welche Marketing-Kanäle habt ihr bisher genutzt? Beschreibt bitte, was besonders gut funktioniert hat. 

Katharina: Besonders gut funktioniert LinkedIn für uns. Ansonsten machen wir PR-Arbeit, erstellen Blog-Content mit Case Studies und investieren in Performance-Marketing. Natürlich sind wir auch auf Social Media und Events präsent. Folgt uns gerne auf LinkedIn und Instagram

Auf was in eurem (Arbeits-)Alltag könnt ihr nicht verzichten?

Alicia: Als Software-Startup arbeiten wir natürlich mit diversen Tools, ohne die unsere App nie hätte live gehen können. Im Marketing nutzen wir Meta Ads, LinkedIn, Hubspot, Canva. Wir kommunizieren über Slack. Also ich würde sagen, auf unsere Tools können wir nicht verzichten. 

Katharina: Ich würde noch unseren Bürohund Coco hinzufügen und unseren Weekly Check-out. Hier machen wir auch immer eine Appreciation-Runde, um motiviert ins Wochenende zu starten. 

Habt ihr einen spannenden Tipp für angehende Gründer?

Katharina: If it’s not a HELL YES, it’s NO. Außerdem, höre niemandem zu, der dir sagt, was du NICHT kannst, bist, sollst und darfst. Die meisten Menschen, die dir einen Rat geben, reden mehr von sich selbst als von dir. Bleib bei deiner Vision treu und GIB NICHT AUF. Das, was die Erfolgreichen von den weniger erfolgreichen Gründer:innen unterscheidet, ist, dass erstere nie aufgegeben haben.

Nutzt ihr KI-Tools, um euch den Arbeitsalltag zu erleichtern? Wenn ja, welche sind das und wie genau wendet ihr diese an?

Alicia: Wir nutzen täglich die KI, die wir in unserem CMS eingebaut haben, um Content zu Erstellen, Bilder, Text in Audio umzuwandeln und so weiter. Das erleichtert uns und auch unseren Kunden die Arbeit natürlich enorm. 

Katharina: Außerdem arbeiten wir mit ChatGPT, Midjourney, Murf.ai und weiteren Tools, die mittlerweile im Büroalltag gängig geworden sind. Wir sind da auch ganz neugierig und probieren immer mal neue Tools aus. 

THE BIG THING 2026: KI-Consulting
02. & 03. März 2026
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