Das Interview mit Birgit Tantner und ihren Maronibrot-Backmischungen

Gründer-Geheimnis MyMakery: Mit dem Kickstart Coaching zum leckeren Online-Business!

Wer Brot liebt und trotzdem auf unnötige Zusätze verzichten möchte, kann auf Backmischungen setzen und sein Brot selbst backen. Doch dabei ist die Auswahl stark eingeschränkt – besonders im Bereich der glutenfreien Ernährung. Für die Gründerin Birgit Tantner ein perfekter Grund, selbst aktiv zu werden und neue Zutaten zu testen. Herausgekommen ist dabei ihr Startup MyMakery mit leckeren Brotbackmischungen aus Esskastanienmehl und einem internationalen Onlineshop. Wir haben im Interview spannende Details zu ihrem Gründer-Geheimnis und wertvolle Gründer-Tipps von unserer Kickstart Coaching-Teilnehmerin erfahren.

Das Leben ist zu kurz für schlechtes Brot – so lautet Birgit Tantners Geschäftsmotto und das ist auch der Grundsatz für ihr erfolgreiches Online Business MyMakery. Denn sie bietet seit 2019 Superfood in Brotform an und zwar als ballaststoffreiche Brot-Backmischung mit Esskastanienmehl. Doch der Erfolg kam nicht über Nacht. Mit viel Fleiß, Geduld und einem großen Interesse für neue Wissensgebiete, schaffte sie Stück für Stück den Schritt in die erfolgreiche Selbstständigkeit.

Außerdem setzte die Gründerin schon früh auf ein passendes Netzwerk und Experten, wodurch sie auch das Kickstart Coaching entdeckte. Dieses sechsmonatige Coaching von Online Marketing-Experte Thomas Klußmann und seinem Team, begleitet Gründer seit über zehn Jahren bei der Planung und Umsetzung ihres eigenen Online Business. Dadurch konnte Birgit nicht nur ihr Startup erfolgreich aufbauen, sondern schon zahlreiche zufriedene Kunden überzeugen.

Als nächster Schritt stehen nun weitere Kooperationen und Marketingstrategien auf dem Programm, um ihre Produkte international noch erfolgreicher zu machen. Doch wie genau fing alles an? Und welche Erfolgsfaktoren waren entscheidend? Wir haben im Interview mit Birgit erfahren, worauf es bei der Planung ankommt, wie das Kickstart Coaching den Unternehmensaufbau von MyMakery positiv beeinflusste und warum sich die Gründerin für ein Online-Business entschieden hat.

Phase 1: Ideenfindung

Wann entstand bei dir der Wunsch, ein eigenes Business aufzubauen?

Der Gedanke, mich selbstständig zu machen, schwirrte tatsächlich schon lange in meinem Kopf herum. Dabei war mir eine Sache auch schon immer klar: ich werde kein Unternehmen mit Büroräumen, einer Produktion und Mitarbeitern aufbauen. Es sollte immer von überall möglich sein für mich. Mehr wusste ich nicht – bis dann diese Brotmischung geschmeckt hat. Somit waren es wohl eher mehrere Faktoren, die bei MyMakery langsam zusammenkamen.

Wann genau entstand deine Idee für MyMakery?

Während meiner Ausbildung zum Ernährungscoach erkannte ich, wie viele Zusatzstoffe und versteckter Zucker in Lebensmittel stecken können, vor allem in Brot. Daher begann ich mein Brot selber zu backen, um den Zucker zu verbannen, Gluten zu reduzieren und die Ballaststoffe zu erhöhen. Schnell kam die Ernüchterung, denn alles was es auf dem Markt als Brot ohne Gluten gab, überzeugte nicht. Entweder es schmeckte einfach nicht oder das Brot fiel auseinander. Also musste etwas Leckeres her. Dann las ich einen Artikel über Hildegard von Bingen, die Kastanienmehl und Maroni als nährstoffreiche und damit gesunde Lebensmittel lobte. So kam ich auf das Kastanienmehl für MyMakery, testete es aus und es traf direkt meinen Geschmack.

Produkt MyMakery
Mit den Backmischungen von MyMakery lassen sich leckere Maroni-Pausenbrote backen.

Wie hast du erkannt, dass es sich dabei um ein lukratives Geschäftsmodell handelt?

Ich habe Freunden meine Maroni-Backmischungen geschenkt und immer mehr Menschen um mich herum waren begeistert. Also kam der Gedanke mit dem Verkauf auf. Brot wird überall auf der Welt gegessen und es gibt zwar schon unzählige Sorten, aber Maroni-Brot als Backmischung nicht. Außerdem sehe ich in den Esskastanien eine etwas vergessen Nuss. Das Mehl ist von Natur aus glutenfrei und sehr nährstoffreich. Aufgrund der komplexen Kohlenhydrate hält es lange satt, den Blutzuckerspiegel konstant und verhindert somit Heißhungerattacken. Zudem sind Esskastanien auch nicht genmanipuliert oder überzüchtet. Sie wachsen in Europa und waren früher ein Grundnahrungsmittel. Somit eine ideale Grundlage für ein Geschäftsmodell und MyMakery.

Phase 2: Planung

Welche ersten Schritte standen bei der Planung für MyMakery an?

In der Lebensmittelbranche gibt es viele Regularien, deshalb musste ich mich erstmal einarbeiten und recherchieren. Außerdem besuchte ich auch ein Seminar an der IHK zur Gründung von Unternehmen. Dabei sprach ich auch mit verschiedenen Fachleuten aus dem Lebensmittelbereich und betrieb bewusst viel Networking, um nach und nach mein Puzzle von MyMakery zusammen setzen zu können. Relativ parallel zu den ersten Produkten entstand auch schon der Onlineshop, denn das geht ja zum Glück heute auch ohne Kenntnisse durch Anbieter wie Jimdoo oder Shopify. Danach gingen der Instagram Account und die Facebookseite online, um einfach und günstig für große Aufmerksamkeit zu sorgen.

Wie hast du deinen Businessplan erstellt?

Ich habe meinen Businessplan erst erstellt, als ich schon einen Onlineshop besaß und meine ersten Mischungen verkaufte. Dafür nutze ich das Businessmodell Canvas. Und dieser Businessplan, so wie auch der Finanzplan, wird ständig überarbeitet und angepasst. Zum Thema Marktanalyse kann ich nur sagen: Wenn es geht, dann die eigenen Produkte immer im weitgefassten Freundeskreis ausprobieren! Ich habe wirklich Unmengen an Brotbackmischungen verschenkt und verteilt inkl. Fragebogen. Damit erhielt ich mein erstes Kundenfeedback für MyMakery. Danach habe ich unter anderem den Geschmack nochmal angepasst und die beliebtesten Sorten festgelegt.

Was empfiehlst du Gründern, die ebenfalls in die Lebensmittelbranche einsteigen?

Zu Beginn ist es für Lebensmittel-Startups empfehlenswert, mit einem eigenen Onlineshop zu beginnen. So kann man schnell Feedback von Kunden einholen und das Produkt in einem größeren Umfang testen. Für mich war klar, dass ich mit MyMakery online starte, da ich keine direkten Kontakte in den Lebensmittelhandel besaß und erstmal meine Erfahrungen sammeln wollte. Dabei würde ich allerdings immer mit einer Plattform beginnen, die ich selbst bauen und bearbeiten kann. Da gerade am Anfang doch immer wieder Änderungen hinzukommen und sich so ein besseres Verständnis für den gesamten Shop entwickelt.

Phase 3: Gründung

Warum genau lohnt sich ein Online-Business für Gründer?

Jeder kann heute eine Website oder einen Onlineshop aufbauen, und das mit sehr geringen Kosten. Denn für ALLE Prozesse über Marketing, Verkauf, Bezahlung usw. gibt es hilfreiche Softwareprogramme und Tools. Außerdem können Gründer relativ schnell auf dem echten Markt Erfahrungen sammeln und damit Schritt für Schritt wachsen, Prozesse anpassen und die kleineren Herausforderungen  meistern. Und natürlich ist eine Online-Plattform auch international. Ich verkaufe MyMakery-Produkte sogar schon nach Frankreich, England, Österreich und in die Schweiz. Außerdem gibt es auch beim Online-Marketing viele spannende Möglichkeiten, die ich zum Beispiel über das Kickstart Coaching kennenlernte.

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Du hast für deine Gründung am Kickstart Coaching teilgenommen: Was steckt dahinter?

Das Kickstart Coaching wird von Thomas Klußmann angeboten, der als Online Marketing-Experte bekannt ist. Es startet mit den Vorbereitungen für ein Intensivseminar und der detaillierten Beschäftigung mit dem eigenen Businessplan. Danach beginnt das dreitätige Intensivseminar, das eigentlich in Köln stattfindet, jedoch durch die Corona-Pandemie online umgesetzt wurde. Dazu gehören zum Beispiel Vorträge, Feedbackrunden und verschiedene Experten-Gespräche, um ganz detaillierte Fragen zu stellen. Das Coaching umfasst dabei alle Aspekte des Online Marketings und generelle Inhalte zum Start in die Selbstständigkeit. Nach diesem Intensivseminar werde ich nun noch weiter begleitet, um mein Business mit MyMakery weiter voranzubringen.

Welche konkreten Inhalte haben dir für MyMakery besonders geholfen?

Für mich waren beim Kickstart Coaching besonders die Themen Email-Marketing und der Aufbau eines Funnels relevant. Außerdem erfuhr ich so viel über die Bedeutung von Emailadressen und das war mir vorher nicht so ganz klar, wenn ich ehrlich bin. Ein Gespräch, was mir extrem positiv im Gedächtnis blieb, war auch der Expertentalk zu Google Analytics und den Keywords für Google. Wie kann ich hier vorgehen, was gibt es für unterstützende Tools etc. Auch die Relevanz der Auswertungsdaten für MyMakery ist mir dabei mal wieder bewusst geworden.

Würdest du das Kickstart Coaching auch anderen Gründern empfehlen?

Ja, denn das Kickstart Coaching ist ideal, um in das Thema Gründung einzusteigen oder auch die eigenen Anfänge voranzutreiben. Es animiert dazu, eigene Ideen zu entwickeln. Außerdem erhältst du Tools und Informationen, um damit sofort zu starten. Vom Email-Marketing über Webinare bis hin zu praktischen Gründer-Tipps rund um den Aufbau eines Online Business ist alles dabei. Ich glaube, ich habe das Thema Online Marketing mit seinem ganzen Potenzial und den Drehstellen erst im Kickstart Coaching so richtig verstanden.

Kickstart Coaching Bewerbung

Phase 4: Wachstum

Du hast mit MyMakery beim Tiger Award den ersten Platz gewonnen. Wie viel bedeutet dir diese Auszeichnung?

Also im ersten Moment dachte ich nur, das ist ja schön. Aber je länger ich den Tiger Award für Online Marketer besitze, desto mehr freue ich mich. Ganz ehrlich, man kann auch ein klein wenig angeben und das tut der Seele einfach mal gut. Vor allem, wenn ich bedenke, dass ich eigentlich von Online Marketing keine Ahnung hatte, bedeutet es mir nochmal mehr. Jeder kann sich einarbeiten in das Thema, wenn man will, etwas mehr Energie reinsteckt und auf so manche Pause verzichtet. Mein nächstes Ziel lautet nun: Ein Vortrag auf der Contra 2022 – der Conversion und Traffic Konferenz in Düsseldorf! Zum Wachstum meines Unternehmens im Bereich Online Marketing, darauf freue ich mich schon.

Was macht MyMakery im Vergleich zur Konkurrenz so besonders?

Ich bezeichne meine Produkte immer als Superfood in Brotform. Denn es gibt kein anderes Brot, mit so viel Kastanienmehl und natürlichen Rohstoffen, das trotzdem so gut und einfach zu backen ist. Das Brot gelingt garantiert, nur Wasser und Apfelessig hinzufügen, kneten und ab in den Ofen. Genau das schätzen meine Kunden, weil sie ein natürlich leckeres Produkt bekommen und gleichzeitig Zeit sparen. Und das ist wichtig für das eigene Produkt, denn es sollte immer ehrlich sein und muss die Kunden geschmacklich komplett überzeugen.

Welche Marketing-Kanäle hast du für MyMakery bisher erfolgreich genutzt?

Meinen kompletten Umsatz habe ich zuerst tatsächlich über Instagram generiert, denn dort kann besonders gut die Vorteile des Produktes präsentieren. Außerdem ist die Kommunikation mit der Community super einfach, um wertvolles Feedback zu erhalten. Auch der Aufbau eines Netzwerkes ist möglich, denn Lebensmittelläden und andere Startups kontaktierten mich, aber auch Kooperationen mit Influencern kamen zustande. Deshalb kann ich Social Media-Marketing empfehlen, da man die absolute Kostenkontrolle besitzt und sich viel ausprobieren lässt.

Welche geheimen Tipps möchtest du angehenden Gründern geben?

Meiner Meinung nach lohnt es sich immer, sich mit anderen auszutauschen, die ungefähr in der gleichen Phase und Situation sind. Für mich waren und sind das andere Startups im Lebensmittelbereich. Dadurch merkst du, dass jeder die gleichen Herausforderungen meistert und alle können gegenseitig vom Netzwerk profitieren. Auch das Kickstart Coaching war eine klasse Plattform, um sein Netzwerk zu erweitern. Außerdem solltest du in schwierigen Phasen immer an die Chance glauben, die sich irgendwann etwas daraus ergibt. Denn egal wie kompliziert die Situation erscheint, alles wird sich wieder ändern und immer weitergehen.

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Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de und unterstützt seitdem das Team als Junior-Online-Redakteurin.

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