Interview über einen erfolgreichen Startup-Aufbau

Gründer-Geheimnis MaskMedicare: Die Erfolgsstrategie mit Corona-Schutzprodukten

Wer als Gründer eine große Nachfrage erkennt und schnell darauf reagiert, kann damit langfristig erfolgreich sein. Das beweist Maximilian Fenninger und sein Angebot von MaskMedicare, das auf Corona-Schutzprodukte spezialisiert ist und sich damit zu einem wichtigen Unterstützer gegen die Corona-Pandemie entwickelte. Tausende Bestellungen konnte das junge Unternehmen schon abwickeln und auch für die Zukunft sind weitere Projekte geplant. Wir haben im Interview spannende Details zum Gründer-Geheimnis, dem erfolgreichen Geschäftsaufbau sowie praktische Startup-Tipps erfahren.

Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere – dieses Sprichwort passt ideal zur Gründergeschichte von Maximilian Fenninger. Denn der 29-Jährige musste zwar sein erstes Unternehmen aufgeben, doch konnte mit seinem aktuellen Startup MaxAdventures GmbH und dem Angebot von MaskMedicare erfolgreich durchstarten. Der Fokus liegt dabei auf Corona-Schutzprodukten, wie Masken, Tests, aber auch Schutzkleidung, die zu fairen Preisen und komplett transparent angeboten werden.

Mit dieser Strategie baute sich der Gründer in nur zwei Jahren eine erfolgreiche Firma auf, denn aktuell beliefert das Startup über 7.000 Apotheken, Pflegeheime, Arztpraxen sowie Kliniken mit Medizinprodukten. Doch wie genau fing alles an? Und welche Erfolgsfaktoren waren bei MaskMedicare entscheidend? Wir haben im Interview mit Maximilian erfahren, worauf es bei der Planung ankommt und welche Strategien beim Unternehmensaufbau besonders wichtig sind.

Phase 1: Ideenfindung

Wann genau entstand deine Idee für MaskMedicare?

Die Idee entstand eher aus der Not heraus, denn vor Corona habe ich ein Reisebüro betrieben, was leider aufgrund der Umstände geschlossen werden musste. Dann erkannte ich allerdings schnell, dass am Markt für Atemschutzmasken und Hygiene-Schutzprodukte eine große Lücke herrscht. Die große Chance also für eine neue Geschäftsidee. Deshalb startete ich zunächst mit der Vermittlung von Hygiene-Schutzprodukten, bis mein Gründerteam und ich dann schließlich selbst die Zügel in die Hand nahmen und mit MaskMedicare den Verkauf selbst abwickelten.

Wie hast du erkannt, dass es sich dabei um ein lukratives Geschäftsmodell handelt?

Der Markt an Atemschutzmasken, vor allem FFP2-Masken und Corona-Schnelltests, war sehr knapp und die Produkte extrem gefragt, was man auch zu Beginn an den stark steigenden Preisen dieser Waren festmachen konnte. Zum Glück besaßen wir bei MaskMedicare gute Beziehungen in den Großhandel, die wir dann nutzten, um das Geschäft langfristig und sicher aufzubauen.

Phase 2: Planung

Welche ersten Schritte standen bei der Planung für MaskMedicare an?

Eine konkrete Planung gab es hier tatsächlich nicht. Denn wir starteten direkt mit dem Verkauf und sprachen dabei unsere Zielgruppe an. Das Geschäft war 2020 noch extrem schnelllebig und besonders volatil bei den Preisschwankungen. Deshalb bestand meine oberste Priorität zu Beginn darin, so viel wie nur möglich zu verkaufen und den Menschen zu helfen. Und im zweiten Schritt so gut wie es geht alles bei MaskMedicare zu automatisieren.

Warum ist es wichtig für Gründer, Prozesse zu automatisieren?

Uns hat es geholfen, verschiedene Prozesse zu automatisieren und ein System aufzubauen, welches uns ermöglicht eine höhere Reichweite zu erzielen. Deshalb übernahm ich in der Anfangszeit zunächst alles selbst, vom Vertrieb über die Buchhaltung, den Kunden-Support, die Bestellannahme sowie die Organisation von Transporten und Co. Heute kann ich all diese Bereiche weitestgehend abgeben, um das Unternehmen zu mehr Wachstum zu verhelfen. Dadurch haben wir es geschafft, innerhalb eines Jahres ein Team von 12 Mitarbeitern aufzubauen.

Welche Schritte standen noch an, bis der Online-Shop von MaskMedicare an den Start ging?

Rückblickend war die größte Herausforderung für uns, dass wir den Online-Shop einwandfrei mit unserem ERP-System verknüpfen, das die Ressourcen plant und kontrolliert. Sodass keine Fehler auftreten und Bestellungen automatisch abgewickelt werden können – was wir zu Beginn per Hand machen mussten. Dabei griffen uns glücklicherweise vor allem externe Dienstleister und Experten unter die Arme, damit alles einwandfrei funktionierte. Allerdings sind wir mit unserem Online-Shop von MaskMedicare noch lange nicht fertig und entwickeln diesen stetig weiter.

Phase 3: Gründung

Wie hast du es generell geschafft, die große Nachfrage zu bedienen?

Um die große Nachfrage in den Hochphasen der Corona-Pandemie bewältigen zu können, bestellten wir große Mengen im asiatischen Raum, vor allem aus China. Hauptsächlich haben wir den Transport über Flugzeuge arrangiert. Da die Ware dann innerhalb von sieben bis zehn Tagen ankam und wir so den Markt bedienen konnten. Dabei achteten wir für MaskMedicare von Anfang an auf die richtigen Transportbedingungen. Denn Corona-Schnelltests beispielsweise sollten nur bei bestimmten Temperaturen gelagert werden, damit diese auch einwandfrei funktionieren.

Ihr setzt stark auf den Online-Handel: Warum lohnt sich das für Gründer?

Ein Online-Business ermöglicht im ersten Schritt vor allem eine größere Reichweite. Denn wenn man einen Online-Shop mit einem lokalen Geschäft vergleicht, können online fast unbegrenzt potenzielle Kunden sozusagen in unseren Store kommen und alle gleichzeitig etwas kaufen. Und das 24h am Tag, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr. Außerdem fällt beim Online-Shop auch eine teure Ladenmiete weg, was besonders für Startups in der Anfangsphase eine große Erleichterung darstellt.

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Phase 4: Wachstum

Was macht MaskMedicare im Vergleich zur Konkurrenz so besonders?

Ich denke, ein prägnantes Alleinstellungsmerkmal gibt es hier nicht. Aber im großen Ganzen betrachtet geben wir jeden Tag alles, um unsere Kunden zufrieden zu stellen und die Ware schnellstmöglich auszuliefern. Genau aus diesem Grund können wir einen überdurchschnittlichen Erfolg vorweisen. Da wir es wirklich ernst nehmen, dass der Kunde glücklich sein muss, wenn er bei uns kauft. Deshalb setzen wir bei MaskMedicare auch zum Beispiel auf einen großen Lagerbestand und eine hohe Kulanz bei Kundenanliegen.

Welche Marketing-Kanäle habt ihr bisher erfolgreich genutzt?

Besonders gut hat bei uns zu Beginn E-Mail Marketing funktioniert, vor allem aufgrund unseres großen Netzwerks. Aber auch die klassische Akquise per Telefon entpuppte sich als eine gute Strategie, da die Ware wirklich stark benötigt wurde. Aktuell erhalten wir für MaskMedicare einen hohen Zulauf über Empfehlungen und vor allem online durch Suchmaschinenmarketing. Deshalb schalten wir konsequent Suchmaschinen-Werbung, hier insbesondere Google Ads, welche hervorragend funktionieren. Außerdem konnten wir ebenfalls viele Kunden über SEO gewinnen, welches wir im aktuellen Moment auch stark ausbauen.

Ein Blick in die Zukunft: Wie wird sich der Markt für Corona-Medizinprodukte entwickeln?

Meiner Meinung nach werden Corona-Schutzprodukte auf jeden Fall in den nächsten Jahren noch eine Rolle spielen, aber in abgeschwächter Form. Deshalb sind wir derzeit dabei, ein neues Sortiment von MaskMedicare zu entwickeln, das wir nach Corona auf dem Markt platzieren können. Dabei konzentrieren wir uns momentan auf Arztpraxen und Apothekenbedarf. Generell ist es für Gründer wichtig, den Markt genau zu beobachten und sich weiterzuentwickeln.

Welche geheimen Tipps möchtest du angehenden Gründern geben?

Ein Tipp hat sich bei MaskMedicare definitiv bewährt: Versuche deine Abläufe so gut es geht zu automatisieren und spare dort nicht an Zeit oder Geld. Außerdem solltest du immer transparent und ehrlich zu deinen Kunden sein, auch wenn es einmal zu Schwierigkeiten oder unangenehmen Situationen kommt. Verstecke dich nicht und erkläre immer die Gegebenheiten. Denn das sorgt nicht nur für zufriedene Kunden, sondern stärkt auch das Vertrauen in deine Marke.

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Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de. Seit März 2022 verantwortet sie als Projektmanagerin die Kongress-Awards, moderiert unsere Online-Kongresse und schreibt weiterhin hin und wieder für das Magazin von Gründer.de.

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