Interview über die Gründung eines Online-Business

Gründer-Geheimnis LOEWI: Innovatives Konzept für personalisierte Nährstoffe

Eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung – der Mensch kann einiges für seine eigene Gesundheit tun. Stoßen wir an unsere Grenzen, dann kann die Einnahme unterstützender Nährstoffe helfen. Doch welche Mängel habe ich überhaupt? Und wie muss ich die Wirkstoffe kombinieren, damit sie richtig wirken? Statt jeden Morgen unzählige Pillen blind zu schlucken, bringt LOEWI ein Konzept, das die Personalisierung im Fokus hat, auf den Markt. Im Interview haben wir hinter die Kulissen von LOEWI geblickt und das Gründer-Geheimnis sowie spannende Tipps für Neu-Gründer erfahren.

Adrian Kapsalis, Co-Founder von LOEWI

Gummibärchen, Vitaminpillen oder Tropfen – kaum ein Markt ist undurchsichtiger als der der Nahrungsergänzungsmittel. Wer Nährstoffe supplementiert, sollte wissen, welche Mängel der Körper hat und welche Produkte zielführend sind. Das Unternehmen LOEWI hat ein Konzept entwickelt, das bis ins Detail auf den Kunden zugeschnitten und voll transparent ist. Zunächst führt die Person von zu Hause aus einen einfachen Bluttest durch und gibt einige Informationen in einem Fragebogen an. Diese Daten werden dann ausgewertet und alle Ergebnisse an den Kunden übermittelt. LOEWI stellt dann eine passende Nährstoffmischung zusammen – personalisiert auf die Bedürfnisse des Kunden.

Die Geschichte von LOEWI startet in der Technischen Universität München. Heute stellt das Unternehmen unzählige Kunden zufrieden und hat dieses Jahr einen weiteren Meilenstein erreicht. Mit dem Verkauf von LOEWI an bionq, ein global agierendes Health-Tech Unternehmen mit dem Sitz in UK, soll nun das personalisierte Konzept weiter ausgerollt werden. Wir haben mit Co-Gründer Adrian Kapsalis über die Gründung und den Aufbau eines Unternehmens gesprochen. Im Interview verrät er außerdem wertvolle Tipps für andere Gründer.

Phase 1: Ideenfindung

Wie genau entstand die Idee für LOEWI?

Die Branche der Nahrungsergänzungsmittel ist milliardenschwer. Doch sie ist eindeutig veraltet und vor allem nicht kundenzentriert genug. Ohne zu wissen, ob und welche Nährstoffmängel vorliegen, werfen Konsumenten blind Vitamintabletten und Pillen ein. Das ist weder gesund noch besonders sinnvoll. Wir selbst gehörten zu diesen Konsumenten und waren davon ziemlich frustriert. Genau deshalb wollten wir etwas verändern. Wir haben uns mit führenden Medizinern- und Ernährungsexperten zusammengetan und LOEWI dann aus der Technischen Universität München ausgegründet.

Wie habt ihr erkannt, dass es sich dabei um ein lukratives Geschäftsmodell handelt?

Auf der einen Seite sind das die eben erwähnten Gründe: Dass der Markt der Nahrungsergänzung ein Milliardenmarkt ist, dessen Ansatz sich aber seit Jahren nicht weiterentwickelt hat. Darüber hinaus bietet aber auch der zunehmende Trend zur Personalisierung und die immer größere Relevanz des Themas Gesundheit und Prävention ein enormes Potenzial.

Phase 2: Planung

Wie habt ihr euch informiert? Wie habt ihr euch bei der Planung unterstützen lassen?

Grundsätzlich haben wir das Problem, welches wir mit LOEWI lösen wollten, selbst erfahren. Dadurch fiel es uns leicht, einen ersten Prototypen zu entwickeln. Diesen haben wir dann immer wieder mit Testkunden verbessert. Ich würde zum Thema Lernen durch iteratives Testen jeder Person mit Gründungsinteresse das Buch „Lean Startup“ von Erich Ries empfehlen. Wir haben uns aber außerdem auch viel mit anderen Gründern ausgetauscht. Als Ausgründung der TU München waren wir zu Beginn viel im Umfeld der UnternehmerTUM, einem Gründerzentrum, unterwegs.

Wie habt ihr den Businessplan für LOEWI erstellt?

Meine persönliche Empfehlung an andere Gründer ist da ganz eindeutig: Verwendet so viel Zeit wie möglich mit der Entwicklung und Iteration eures Produkts und weniger mit der Erstellung von Businessplänen. Ein aussagekräftiges Pitch Deck, welches alle Themenbereiche aufgreift, sollte am Anfang ausreichen. Ich sehe das auch aus Sicht eines Investors: Würde mir hier ein Gründerteam einen 30-seitigen ausformulierten Businessplan zusenden, würde ich in Frage stellen, ob das Team die richtigen Prioritäten setzen kann.

Welche Schritte standen noch an, bis die Plattform von LOEWI an den Start ging?

Wir haben zu Beginn fast alle Prozesse noch manuell abgebildet, da es uns wichtiger war, schnell neue Kunden zu generieren und mit ihnen zu lernen. Das kann ich auch anderen nur empfehlen, einfach das Produkt so früh wie möglich zu launchen.

Phase 3: Gründung

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Wie viel Potenzial besitzt eure Branche?

Der Bereich Gesundheit und Ernährung steht meiner Meinung nach noch am Anfang des Zeitalters der Personalisierung. Durch die Kombination aus Wissenschaft und Technologie wird sich hier in den kommenden Jahren sehr viel tun. Besonders spannend aus Gründersicht ist dabei, dass die Innovationen in diesem Bereich einen messbaren Impact bei den Kunden haben und man Produkte schaffen kann, die die Lebensqualität und Gesundheit der Kunden konkret verbessern.

Viele Vorgänge laufen bei LOEWI online ab. Welche Vorteile bietet ein Online-Business für Gründer?

Der größte Vorteil unseres Direct-to-Consumer Vertriebsmodells und einer digital basierten Customer Journey ist die verbesserte und personalisierte Kundenerfahrung. Unser Set-up ermöglicht es uns, unsere Kunden zielgerichtet, schnell und individuell zu betreuen, ohne dass hierfür manuelle Prozesse nötig sind.

Gründen wird oftmals als unkompliziert dargestellt, aber wenn du zurückblickst: Welche Fehler habt ihr gemacht?

Besonders am Anfang besteht der Gründeralltag eigentlich fast ausschließlich aus Firefighting. Gründen ist letztendlich nichts anderes als Probleme zu lösen und aus Fehlern zu lernen. Viele Erkenntnisse klingen rückblickend sehr einfach und selbstverständlich. Angefangen beim Teamaufbau, die richtigen Prioritäten zu setzen oder auch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Stakeholdern. All diese Fehler mussten wir erst einmal selbst machen, um an den Punkt zu kommen, an dem wir jetzt stehen.

Phase 4: Wachstum

Was macht LOEWI im Vergleich zur Konkurrenz so besonders?

Wir haben sehr eindeutige Alleinstellungsmerkmale. Ein Punkt ist natürlich die Personalisierung. Unser Produkt ist zu 100% auf den Kunden abgestimmt. Anhand des Bluttests und Fragebogens wird ermittelt, ob die Person ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist oder ob bestimmte Mängel vorliegen. Basierend auf diesen Informationen erhält man dann ein individuell abgestimmtes Nahrungsergänzungsmittel. So bekommt der Kunde die Nährstoffe in genau der Dosierung die er benötigt.

Der Bluttest, die App sowie die Nahrungsergänzungsmittel von LOEWI.
Den Bluttest können Kunden ganz einfach von zu Hause aus durchführen.

Welche Vorteile bietet euer Produkt noch?

Durch die Personalisierung spart man sich die Einnahme unzähliger Standardvitaminpillen. Nur ein Löffel am Tag kann alle anderen Nährstoffpräparate ersetzen. Was außerdem besonders spannend ist: In unserem Konzept kann man genau tracken, ob die Nährstoffe auch wirklich aufgenommen werden und sie einen Fortschritt erzielen. Um es zusammenfassend zu sagen: wir machen das Thema Nahrungsergänzung personalisiert, transparent und messbar und stellen das Individuum in den Mittelpunkt. So wie es unserer Meinung nach auch sein soll, wenn es um unsere Gesundheit geht.

Welche Marketing-Kanäle habt ihr für LOEWI bisher erfolgreich genutzt?

Wir nutzen aktuell sowohl Online- als auch Offlinekanäle. Zum einen haben wir ein einfaches Affiliate Programm – unser Partner Programm. Hier arbeiten wir unter anderem mit Personaltrainern und Ernährungsberatern zusammen. Neben PR, Blogger-Marketing und Social Media Ads legen wir allerdings auch viel Wert darauf, dass wir für unsere Kunden einen informativen Mehrwert schaffen. Aus diesem Grund setzen wir bei LOEWI auch auf einen Podcast mit Experten, ein Gesundheitsmagazin sowohl online als auch offline und informative Posts auf unseren Social-Media-Kanälen. Zudem arbeiten wir mit größeren Vereinen zusammen, zum Beispiel dem deutschen Skiverein (DSV).

Welche geheimen Tipps möchtest du angehenden Gründern geben?

Am Anfang besteht der Startup-Alltag fast ausschließlich daraus Probleme zu lösen. Probleme schnell erkennen, kreative Lösungen finden und daraus lernen, das ist meiner Erfahrung nach die Basis einer erfolgreichen Gründung.

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Über den Autor

Autorenprofil: Luisa Färber

Luisa Färber

Luisa kommt ursprünglich aus einem kleinen Dorf in Oberfranken und entschied sich nach dem Abitur für ein Studium der Angewandten Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau in Thüringen. Durch die vielen praxisnahen Projekte konnte sie bereits Erfahrungen in verschiedenen Tätigkeiten innerhalb der Medienbranche sammeln. In mehreren Praktika entdeckte sie ihre Leidenschaft für die redaktionelle Arbeit und feilte an ihrem Textgefühl. Neben dem Studium war sie ehrenamtlich im Studierendenradio und in verschiedenen anderen Projekten tätig. Im Anschluss an ihren Bachelor macht sie nun seit Februar 2022 ihr Volontariat in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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