Immer höhere Bedeutung

Green Startup Monitor 2022: So schlägt sich die deutsche grüne Startup-Szene

Seit vier Jahren gibt der Green Startup Monitor Einblicke in die Entwicklungen der grünen Startup-Szene in Deutschland. 2022 gab es einige positive Entwicklungen zu vermelden, aber auch Forderungen zur Unterstützung der Szene. In einer digitalen Pressekonferenz wurden die jüngsten Ergebnisse durch das Borderstep Institut und den Bundesverband Deutsche Startups vorgestellt.

Das Borderstep Institut und der Bundesverband Deutsche Startups haben am Donnerstag, 3. März, den Green Startup Monitor 2022 (GSM22) vorgestellt. Hintergrund des GSM ist, einmal im Jahr einen Überblick über das grüne Gründungsgeschehen in Deutschland zu geben. Die wichtigsten Erkenntnisse haben wir nachfolgend für euch zusammengefasst.

Mehr Freiheit durch grüne Startups

Die Wärmeversorgung in Deutschland erfolgt nach wie vor zu einem Großteil durch fossile Brennstoffe (90 %). Mit dem hohen Bedarf an fossilen Energien gehen Abhängigkeiten mit Zulieferern einher, erklärt Klaus Fichter, Gründe und Leiter des Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit, bei der Vorstellung des GSM22. Darüber hinaus habe die Wärmeversorgung in Deutschland derzeit einen Anteil von zwei Dritteln an der Menge der Treibhausgasemissionen.

Laut Fichter gibt es allerdings auch Lösungen, um kurzfristig Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit zu schaffen. Eine der wichtigsten Maßnahmen sei hierbei die Reduktion des Wärmebedarfs. Hierbei könnte durch „Dinge, die sich relativ schnell realisieren lassen“ rund ein Fünftel an Energieressourcen gespart werden. Als Beispiele nennt Fichter Tado (intelligentes Raumklimamanagement) sowie das Hamburger Startup Vilisto (digitales Wärmemanagement). Ein großer Vorteil an solchen Startups sei eine dreifache Dividende. Grüne Startups:

  • schaffen Jobs (Faktor Wirtschaft),
  • helfen dabei, die Klimaziele zu erreichen (Faktor Umwelt) und
  • tragen dazu bei, unabhängig(er) von Energieimporten zu werden (Faktor Freiheit).

Mehr VC-Angebote erforderlich

Laut David Hanf, Vorstandsmitglied im Startup-Verband Deutschland sowie CFO des Startups Thermondo, ist die Entwicklung in der grünen Startup-Szene positiv zu sehen. Neue Fonds und auch Unterstützung seitens des Staats seien zu begrüßen. Dazu gehören zum Beispiel der Deeptech Future Fund, der mit Mitteln des Zukunftsfonds und des ERP-Sondervermögens finanziert wird. Gerade im Bereich der grünen Wirtschaft seien solche unterstützenden Initiativen nötig, da man „bei Klimainvestitionen einen langen Atem braucht“. Die Kernaussage des Green Startup Monitor 2022: Die Startups fordern mehr Unterstützung von der Politik.

Die weiteren Erkenntnisse aus dem Green Startup Monitor 2022

  • Der größte Anteil grüner Startups findet sich im Bereich Energie und Elektrizität sowie in der Landwirtschaft (66 %). Der größte Aufholbedarf besteht in den Branchen Bau und Immobilien (25 %), Banken und Finanzen (19 %) und Tourismus (18 %).
  • Das größte Potenzial für Gründungen grüner Startups findet sich erfahrungsgemäß im Hochschulumfeld (29 %). Laut GSM22 gründen Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure am häufigsten.
  • Der Frauenanteil liegt in grünen Startups höher als in nicht-grünen jungen Unternehmen (21 % bzw. 16 %).
  • Die Kundengewinnung ist für die meisten grünen Startups die größte Herausforderung (63 %). Es folgen Produktentwicklung (44 %) und Kapitalbeschaffung (37 %).

Die Hintergründe des Green Startup Monitors

Der Green Startup Monitor 2022 stützt sich auf online erhobene Daten von 1.707 grünen Startups, die ihren Unternehmenssitz in Deutschland haben. Laut Monitor machen die grünen Startups 29 % der Startup-Szene aus (2019 waren es noch lediglich 21 %) – es zählen Unternehmen, die jünger als zehn Jahre sind und mit ihren Produkten oder Dienstleistungen einen Beitrag zu den ökologischen Zielen einer Green Economy leisten.

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Über den Autor

Autorenprofil: Andreas Fricke

Andreas Fricke

Andreas studierte 2013 nach seinem Abitur Journalismus & Unternehmenskommunikation in Köln. Parallel sammelte er Erfahrung bei den Redaktionen verschiedener Tageszeitungen. Nach dem Studium zog es ihn ins Online-Marketing, wo er mit dem Schwerpunkt auf SEO-Texte und Blogbeiträge fünf Jahre für verschiedenste Themen und Branchen schrieb. Seit März 2022 verstärkt er die Redaktion von Digital Beat und Gründer.de als Junior-Online-Redakteur.

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