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Finanzierungsformen für Startups: 6 Möglichkeiten zur Finanzierung

Die Geschäftsidee kann noch so gut sein, ohne vorhandenes Kapital lässt sich kein Startup finanzieren. Doch gerade diese Thematik macht vielen Existenzgründern Schwierigkeiten. Denn es erfordert neben dem Entwurf eines Businessplans und der Optimierung der eigenen Idee auch Wissen in der Bürokratie und Organisation. Zum Glück gibt es heutzutage aber viele verschiedene Möglichkeiten, mit denen Gründer ihr Startup finanzieren und somit ihre Geschäftsidee verwirklichen können. Doch nicht jede Finanzierungsform eignet sich für jedes Unternehmen. In diesem Artikel erfahren Existenzgründer, welche Finanzierungsmöglichkeiten sie haben und für wen sich diese eignen.

1.    Bankkredit aufnehmen

Die grundsätzlich einfachste Möglichkeit ist das Aufnehmen eines Kredits. Der Gründer stellt dem Bankberater seine Idee vor, listet auf, welche Gewinne er erzielen kann, welches Kapital er benötigt und erhält dieses im Anschluss von der Bank. So die Theorie. In der Praxis jedoch ist der Bankkredit eine der schwierigsten Finanzierungsformen für Startups.

Dies liegt daran, dass der Gründer außer einer bestenfalls guten Geschäftsidee nichts weiter vorzuweisen hat. Er stellt damit für die Bank ein hohes Risiko dar. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Wenn der Interessent über eigene Mittel verfügt. Er kann beispielsweise Immobilien und Sparverträge bei der Bank als Sicherheit hinterlegen. Die Voraussetzung hierfür ist jedoch eine gute Bonität. Wie eine Bonitätsprüfung abläuft, zeigt dieser Artikel.

2.    Crowdfunding

Crowdfunding ist eine noch relativ neue Finanzierungsform, die jedoch viel Anklang findet. Dabei wird die finanzielle Last auf vielen Schultern verteilt, denn der Gründer erhält nicht nur von einer Person Geldmittel. Dabei ist jedoch zwischen vier verschiedenen Crowdfunding-Modellen zu unterscheiden:

  • Klassisches Crowdfunding (eignet sich besonders für Startups mit Produktideen)

Der Unterstützer erhält als Dankeschön von dem Startup eine nicht-finanzielle Gegenleistung, beispielsweise das entwickelte Produkt.

  • Crowdinvesting (eignet sich für jedes gewinnorientierte Unternehmen)

Die Geldgeber sind kleinere Investoren an dem Projekt. Sie erhalten bei Erfolg des Unternehmens eine finanzielle Gegenleistung für ihre Mikroinvestition.

  • Crowdlending (eignet sich für alle Startups)

Der Existenzgründer erhält von der Crowd über eine feste Laufzeit einen Kredit mit Zinsen, den er zurückbezahlen muss. Diese Finanzierungsform ist eine gute Alternative zum Bankkredit.

  • Crowdfunding auf Spendenbasis (eignet sich für gemeinnützige und soziale Projekte)

Die Geldgeber erhalten für ihre Investition in der Regel keine Gegenleistung. Manche Unternehmen starten eine öffentliche Danksagung oder versenden eine Spendenurkunde, wodurch sich das Image der Crowd stärken lässt.

Weitere Informationen zum Crowdfunding als Finanzierungsform sind in diesem Artikel zu finden.

Beim Crowdfunding wird das Risiko auf viele Personen verteilt, weshalb es sich für neue und kreative Ideen gut als Finanzierungsform eignet.

Beim Crowdfunding wird das Risiko auf viele Personen verteilt, weshalb es sich für neue und kreative Ideen gut als Finanzierungsform eignet.

3.    Business Angels

Business Angels ist eine Vereinigung von erfolgreichen Unternehmern, die meist selbst als Startups begonnen haben. Sie verfügen nicht nur über umfassendes Know-how, sondern konnten mit ihren eigenen Firmen ein hohes Eigenkapital erwirtschaften. Dieses investieren sie in neue Gründer, die mit ihrer Idee den Markt erobern möchten.

Business Angels sind neben dem finanziellen Aspekt vor allem als Berater tätig. Sie stehen dem Jungunternehmer früh zur Seite und helfen ihm dabei, sein Produkt oder seine Idee erfolgreich zu vermarkten. Dabei kann das Startup auf das Netzwerk des Mentors zurückgreifen und eigene Kontakte knüpfen. Um erfolgreich mit Business Angels durchzustarten, muss der Existenzgründer einen umfassenden Businessplan haben, der Erfolg versprechend und lukrativ erscheint. Was es bei der Erstellung eines Geschäftsplans alles zu beachten gilt, wird hier erklärt.

4.    Venture Capital

Venture Capital als Finanzierungsform ähnelt stark den Business Angels. Während diese allerdings bereits in der Anfangsphase dem Gründer zur Seite stehen, steigen die Venture Capital-Investoren erst später ein. Meist sogar erst dann, wenn sich die Firma einigermaßen etabliert hat und das Risiko gesunken ist. Je nach Entwicklungsstand des Startups unterstützen sie es mit finanziellen Mitteln und mit umfassendem Know-how. Auch hier fungieren die Geldgeber als Berater und helfen dem Unternehmen dabei, Kontakte zu knüpfen und die Idee zu optimieren.

Das Startup trägt mithilfe dieser Finanzierungsform nicht nur eigene Risiken, sondern auch die der Investoren. Meist möchten diese in regelmäßigen Abständen Berichte über den Entwicklungsstand und die Umsätze. Dies kann ein Gefühl der Kontrolle beim Verantwortlichen auslösen. Aus diesem Grund eignet sich Venture Capital nur für Startups, die keine Schwierigkeiten damit haben.

Das Startup erhält nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern profitiert auch vom Know-how der Investoren.

5.    Staatliche Fördermittel

Mit staatlichen Fördermitteln lässt sich in der Regel nicht das gesamte Unternehmen finanzieren, es kann aber dabei helfen, Geldgeber zu finden und die ersten Phasen der Entwicklung zu durchlaufen.

Es gibt verschiedene staatliche Förderungen für Existenzgründer. Welche sich als geeignet erweist, ist abhängig von der Geschäftsidee. Beispielsweise bietet das Arbeitsamt einen Gründerzuschuss an, womit sie dem Betroffenen neue berufliche Perspektiven eröffnen möchten. Mehr dazu ist hier zu finden.

Die KfW bietet Startups ein Startgeld für ihr Gründervorhaben an. Meist muss dies über die Hausbank beantragt werden und der Gründer muss einen umfassenden Businessplan vorlegen. Wer eine besonders gute und herausragende Geschäftsidee hat, kann sich zudem um den KfW Award Gründen (ehemals GründerChampions) bewerben. Dieser zeichnet Startups sämtlicher Branchen aus, die sich in den ersten fünf Jahren ihrer Gründungsphase befinden.

6.    Bootstrapping

Beim Bootstrapping verzichtet der Unternehmen komplett auf Fremdkapital. Er finanziert sein gesamtes Unternehmen nur mit eigenen Mitteln. Dies führt dazu, dass er nur ein sehr begrenztes Budget hat und daher gut wirtschaften muss. Er steht zudem unter Druck, denn aufgrund der wenigen finanziellen Mittel muss er sein Startup schnellstmöglich auf den Markt bringen und dort etablieren. Sein Fokus liegt daher weniger auf der Entwicklung, sondern eher auf dem Vertrieb seiner Produkte oder Dienstleistungen.

Bootstrapping eignet sich daher nur für Startups, die über finanzielle Mittel verfügen, eine ausgefeilte Geschäftsidee haben und sehr gewinnorientiert sind. Zudem muss der Existenzgründer mit Druck umgehen können und sollte in der Lage sein, sich an einen knappen Zeitplan zu halten. Auch wenn Bootstrapping auf viele Unternehmer abschreckend wirkt, bringt diese Finanzierungsform erhebliche Vorteile mit sich. Gründer lernen von Beginn an, beschränkt und sparsam zu wirtschaften. Zudem haben sie keine Schulden oder Investoren, die ihnen im Nacken sitzen. Sie haben zudem eine gesteigerte Motivation und ihr Unternehmen läuft meist seit der Gründungsphase strukturiert und organisiert ab.

 

Pixabay.com © Tumisu (Pixabay-Lizenz)

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Benedikt Voigt

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