Ford plant den Bau eines Premium-Elektroautos

E-Truck-Startup Rivian liefert Elektroplattform an Ford

Das amerikanische E-Truck-Startup Rivian baut eine Elektroplattform für den Autokonzern Ford. Ziel ist es, dass Ford damit Premium Elektroautos baut. Zuvor hatte Ford rund eine halbe Milliarde US-Dollar in das E-Truck-Startup Rivian gesteckt.

Auch der Online-Händler Amazon hat bereits mehrere Hundert Millionen US-Dollar in das Unternehmen investiert. Ebenfalls soll General Motors an dem Startup beteiligt sein. Laut Bericht von Bloomberg hat das E-Truck-Startup Rivian somit bereits 2,85 Milliarden Dollar Fremdkapital gesammelt.

Mit der Elektroplattform, die Rivian zur Verfügung stellt, möchte Ford ein elektrisch betriebenes Premium-Auto bauen, so sagte der CEO von Rivian R.J. Scaringe. Auf der Rivian Elektroplattform basieren der Motor, die Akkus, das Computersystem und die Reifen. So kann Ford sein eigenes Design und die Innenausstattung auf die vorgegebene Technologie setzen. Wer das Fahrzeug letztendlich zusammenbauen wird, wie das Design genau aussehen wird und wann es gelaunched werden soll, hat Scaringe bisher noch nicht bekannt gegeben.

Ebenfalls Elektrofahrzeuge für Amazon geplant

Zudem baut Rivian eine Flotte an Elektrolieferwagen für den Online-Händler Amazon, die voraussichtlich im September 2021 auf den Markt kommen sollen. Von diesen Elektrowagen hat Amazon schon 100.000 Stück bestellt.

2020 sind zudem zwei eigene Elektroautos vom E-Truck-Startup Rivian für den Markteintritt geplant: der E-Pickup-Truck R1T und den E-SUV R1S. Der R1T soll mit dem größten Akku 640 km weit fahren können, ohne zwischendurch aufgeladen werden zu müssen. Die spurstärkste Variante dieses Modells soll in ungefähr drei Sekunden auf 100 km/h beschleunigen können. Das Basismodell kostet um die 69.000 US-Dollar, mit verschiedenen zusätzlichen Konfigurationen soll das teuerste Modell rund 100.000 US-Dollar kosten.

Wie viele Autos bereits eine Vorbestellung erhalten haben, wollte Rivian laut Bloomberg nicht konkret verraten. Das Unternehmen sei zufrieden mit der Nachfrage der eigenen Autos. Beobachter des E-Truck-Startup Rivian gehen aber davon aus, dass die Verkäufe der eigenen Autos auch künftig den Großteil des Unternehmensumsatzes ausmachen werden – trotz der Partnerschaften mit Ford und Amazon.

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