Alle Startups der fünften Folge in der Zusammenfassung

DHDL Staffel 12 Folge 5: Diese Gastjurorin suchte nach einem Deal

Eine Finanz-App, Gartendünger oder Fondanthüllen für kreative Motivtorten – uns erwarteten wieder spannende Startups, kreative Ideen und aufregende Pitches bei DHDL. Dieses Mal mit dabei: Gastjurorin Diana zur Löwen. Sie ist Influencerin, Unternehmerin und Investorin und hat die möglichen Deals ganz genau unter die Lupe genommen. Hier erfährst du, ob sie zugeschlagen hat!

Auch heute, in der 12. Staffel Folge 5, trauen sich erneut zahlreiche innovative Startups in die Höhle der Löwen, um ein lukratives Investment abzustauben. In der Höhle präsentieren die Gründer dafür ihren DHDL-Pitch und hoffen auf ein mögliches Angebot der Löwen. Die Jury besteht dieses Jahr aus Familienunternehmerin Dagmar Wöhrl, Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer, Handelsprofi Ralf Dümmel, Green-Tech-Investor Nico Rosberg, Konzernchef Nils Glagau, Beauty-Expertin Judith Williams sowie Medienmogul Georg Kofler.

1. Meminto Stories – Erinnerungen festhalten

Der erste Gründer, der sich bei DHDL vor die Investoren traut, ist Albert Brückmann. Meminto Stories ist ein digitaler Assistent, der die wichtigen Momente im Leben festhält und diese dann für ein Buch aufbereitet. Seine Oma war die Inspiration hierfür, denn sie hatte viele lose Blätter und Notizen ohne Struktur. Bei Meminto Stories wird zunächst ein virtuelles Interview geführt. Diese stellt Fragen aus einer Datenbank zu den verschiedensten Lebensabschnitten. Auch andere Familienmitglieder können bei dem Projekt mitwirken und ein Gemeinschaftsgefühl entsteht. Durch die beantworteten Fragen entstehen Geschichten, die mit Bildern und Videolinks ergänzt werden und letztendlich ein persönliches Buch bilden. Für weitere Produktentwicklung benötigt der Gründer 250.000 Euro und bietet den Löwen 15 Prozent der Unternehmensanteile.

Deal oder kein Deal?

Kein Deal! Die Löwen erhalten je ein Buch zur Ansicht. Für Georg Kofler klingt das Buch gar nicht so persönlich wie angekündigt, auch Judith Williams findet es etwas oberflächlich. Doch wie der Gründer erklärt, liegt das daran, dass die Investoren nur Probeexemplare von fiktiven Personen vor sich liegen haben. Dagmar Wöhrl schreibt selbst täglich Tagebuch, sie findet die Idee jedoch ebenfalls zu unpersönlich und ist daher gleich zu Beginn aus dem Rennen. Doch es folgt noch mehr, der Gründer stellt eine Technologie vor, die innerhalb des Buches digitalisierte Videos einbindet. Mit einem Scan können diese abgespielt werden.

Bereits über 30.000 Euro Umsatz konnte der Gründer mit Meminto verbuchen, Georg Kofler findet die Firmenbewertung dafür allerdings etwas hoch. Doch Gründer Albert hat Großes vor, zehn Millionen Euro Umsatz möchte er im kommenden Jahr bereits machen. Das scheint den Investoren doch sehr hoch. Daher steigt Nils Glagau aus – auch Judith Williams ist die Bewertung und der Buchpreis von 99 Euro zu hoch. Gastjurorin Diana zur Löwen ist ebenfalls nicht an einem Deal interessiert, sie glaubt nicht an das Geschäftsmodell. Auch der letzte Löwe, Georg Kofler steigt am Ende aus, für ihn scheitert es am Businessplan.

2. Gatepress – Beckenbodentraining neu gedacht

Viele Menschen haben Probleme mit einer schwachen Beckenbodenmuskulatur. Diese ist verantwortlich für den Schutz verschiedenster Organe, eine aufrechte Haltung und dass die Schließmuskulatur bei Blase und Darm funktioniert. Die Gründer von Gatepress Robin Städler, Andrea Falconnier und Timo Helbing möchten die Beckenmuskulatur mit ihrem Produkt trainieren. Das Trainingsgerät kann im Stehen, Sitzen oder kniend eingesetzt werden. Es wird zwischen den Füßen positioniert und zusammengedrückt. Durch diese Anspannung kann man den der Beckenboden automatisch trainieren, aber auch die umliegenden Muskeln stärken. Das unterscheidet das Produkt auch von den klassischen Beckenboden-Kugeln. Sechs Minuten Training am Tag sollen ausreichen, um den Rumpf zu stärken. Die Gründer möchten von den Investoren 150.000 Euro und bieten zehn Prozent der Unternehmensanteile.

Deal oder kein Deal?

Kein Deal! Judith Williams freut sich über das Tabu-Thema, welches die Gründer in Die Höhle der Löwen bringen. Gastlöwin Diana zur Löwen testet das Gerät aus. Auch die anderen Löwen trauen sich an den Gatepress. Insgesamt dauere es ungefähr drei Monate bis zum Beispiel Frauen nach der Geburt ihren Ursprungszustand des Beckenbodens wieder hergestellt haben, so die Gründer. Georg Kofler äußert Kritik bezüglich der Eindimensionalität des Produkts. Diana zur Löwen stört auch die fehlende sanfte Herangehensweise an das Thema, sie ist aus dem Rennen.

Nils Glagau interessieren die Kosten – 163,50 Euro ist der Preis des Geräts, 500 Stück haben die Gründer bereits verkauft. Momentan versuchen sie eine Zulassung als Medizingerät zu erhalten, doch damit hat Dagrmar Wöhrl bereits schlechte Erfahrungen gemacht. Sie erklärt, dass sie daher nicht investieren möchte. Das ist auch Gerog Kofler zu komplex, er schließt sich der Löwin an. Auch Nils Glagau ist der Vertrieb ohne nachweisende Studien und eine Zulassung durch Krankenkasse zu heikel, für Judith Williams ist das Produkt zu teuer und auch zu kompliziert in der Anwendung. Keiner der Löwen investiert daher.

3. Blattgold – Düngetücher für den Garten

Gründerin Sabine Wirz-Springe möchte den Löwen ihr Unternehmen Blattgold vorstellen. Die Idee hat ihre Oma inspiriert. Diese verwendete eine spezielle Düngemethode, sie arbeitete Pferdeäpfel, verpackt in alte Kartoffelsäcke aus Jute, in die Beete ein. So war ein kontinuierliches Düngen möglich. Heute wird häufig Flüssigdünger verwendet, doch dieser ist nach einmal gießen oder regnen verschwunden. Die Alternative: die Düngetücher von Blattgold. Sie enthalten organischen Dünger aus natürlichem Faserzellstoff. Indem sie um den Wurzelballen gewickelt werden, wird die Pflanze dauerhaft mit allen wichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien versorgt. Nach ungefähr sechs Monaten verwandelt sich das Produkt in Erde und jeglicher Müll wird vermieden. Werden die Löwen überzeugt sein und Sabine helfen, die Produkte in die Garten- und Baumärkte zu bringen? Sie wünscht sich ein DHDL-Investment von 50.000 Euro für 20 Prozent der Unternehmensanteile.

Deal oder kein Deal?

Deal! Die Löwen gehen direkt ans Werk und pflanzen selbst die ersten Pflanzen mit Blattgold. Sie sind begeistert, insbesondere Georg Kofler zeigt sich angetan. Nils Glagau fragt nach Kosten und auch der Verpackung. Ungefähr zehn Euro kosten zehn der Düngetücher, das Packaging allerdings noch etwas verbesserungswürdig. Dagmar Wöhrl kritisiert bei DHDL die Nachahmbarkeit des Produkts. So bezieht die Gründerin den Dünger selbst von einem externen Hersteller und produziert lediglich die fertigen Düngetücher. Für Nils Glagau ist hier der USP zu klein, er möchte nicht investieren. Auch Diana zur Löwen zweifelt am Produkt, deshalb ist auch sie raus. Judith Williams und auch Dagmar Wöhrl schließen sich dem an, trotzdem finden sie es eine schöne Idee. Investor Georg Kofler sieht das grundlegend anders – er hat alles, was die Gründerin braucht, und glaubt an das Produkt. Er bietet ihr 50.000 Euro für 20 Prozent der Unternehmensanteile. Die Gründerin nimmt das Angebot an und geht mit Deal aus DHDL heraus.

4. GetMoBie – Finanzielle Bildung per App

Finanzielle Bildung kommt in deutschen Schulen zu kurz, das behaupten die beiden Gründer Moritz Beier und Benjamin Schliebener. Mit ihrer App „GetMoBie“ lernen Kinder Eigenverantwortung für Geld zu übernehmen und gleichzeitig eine Grundbildung für Wirtschafts- und Finanzthemen zu erlernen. Die Eltern können sich über die App registrieren und ein Kinderkonto inklusive Taschengeld und Verfügungslimit einrichten. So können die Kinder dann Geld an Freunde senden, Spardosen anlegen und vieles mehr. Das ermöglicht finanzielle Selbstständigkeit. Gleichzeitig können sie sich auf der Plattform auch durch Videos, Quizzes und Spiele altersgerecht weiterbilden. „Wir wollen mit GetMoBie junge Menschen an die Finanzwelt heranführen und das aufholen, was Schulen versäumen“, sagt Moritz selbst. Bei DHDL fordern die Gründer 300.000 Euro für zehn Prozent an dem Startup. Wer wird hier zuschlagen?

Deal oder kein Deal?

Kein Deal! Diana zur Löwen interessiert sich vor allem dafür, wie die Kunden der ab 7-Jährigen erreicht werden wollen. Zielgruppe seien aber vor allem die Eltern, so die Gründer. Noch ist die App jedoch nicht online, sie befindet sich noch in der Testphase. Nils Glagau ist das noch zu früh, um zu investieren. Auch Dagmar Wöhrl fragt sich hier, inwiefern die hohe Bewertung von drei Millionen Euro gerechtfertigt ist. Vor allem das Marktpotenzial nennen die Gründer hier als Argument. Judith Williams sieht sich nicht als richtige Investorin, da sie nicht aus dem Felde kommt. Doch Dagmar Wöhrl scheint weiter interessiert, sie fragt nach den Plänen der Gründer für die Zukunft. 2026 soll der Break-Even mit einem Umsatz von 180 Millionen erreicht werden, 7 Millionen Abonnenten benötigen die Gründer hiervon. Georg Kofler glaubt nicht an diese Entwicklung, denn der Weg scheint ihm zu steil. Auch Dagmar Wöhrl ist am Ende das Risiko zu hoch, diese Entscheidung vertritt auch Diana zur Löwen. Kein Deal für GetMoBie.

5. Clever Cakes – Torten einfach zuhause backen

Als Laie eine aufwendige Torte selbst backen? Das scheint unmöglich. Nicht aber mit den Kits von Clever Cakes-Gründerin Elina Hoffmann. Sie hat eine Fondanthülle entwickelt, die sie an all diejenigen verkaufen möchte, die Unterstützung beim Dekorieren der Torte benötigen. In den Packages sind die Fondanthülle, Zuckerdekorationen, ein Zuckerkleber, die passende Form und beispielsweise eine Kordel zum Dekorieren enthalten. Als Hobby-Bäcker muss man dann nur noch die Böden backen, die Creme herstellen und alles in der Fondanthülle schichten. Anschließend muss der Kuchen durchkühlen, wird dann umgedreht und dekoriert. Sicherlich wird es bei DHDL auch eine kleine Verkostung geben, wird der Deal einem der Löwen schmecken? Für 50.000 Euro können sie 20 Prozent von Clever Cakes erhalten.

Deal oder kein Deal?

Deal! Die mitgebrachte Torte der Gründerin scheint den Löwen schon einmal zu schmecken. Auch der Fondant und das Kit gefällt den Löwen. Die Idee ist der Knaller, so Judith Williams. Bislang hat die Gründerin wenig Finanzmittel für Werbung ausgegeben und im Jahr 20.000 Euro an Umsatz generiert. Judith Williams argumentiert, dass eine Skalierung schwierig sei. Dem widerspricht Georg Kofler, er denkt die maschinelle Produktion wäre einfach umzusetzen. Nils Glagau ist die Produktion trotzdem zu unsicher, er möchte nicht investieren. Gastlöwin Diana zur Löwen ist kein Fondant-Fan, ihre Themenwelt passt nicht zu dieser Investition. Doch die Unternehmerin überzeugt bei DHDL, das sehen zumindest Dagmar Wöhrl, Judith Williams und Georg Kofler. Die beiden Investorinnen machen ihr ein gemeinsames Angebot und bieten 60.000 Euro für 30 Prozent des Unternehmens. Georg Kofler bietet hingegen 50.000 Euro für 20 Prozent der Anteile. Das kann die Gründerin nicht ausschlagen und landet im Team Kofler-Dümmel.

Die Löwen nehmen die fertige Fondanthülle genau unter die Lupe.

Du hast die letzte Folge verpasst oder möchtest dich über die vergangene Staffel informieren? Alle Deals und Highlights findest du in unserer ausführlichen DHDL Staffel 12-Übersicht. Alle bisher veröffentlichten Folgen kannst du außerdem über RTL+ nachsehen.

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Über den Autor

Autorenprofil: Luisa Färber

Luisa Färber

Luisa kommt ursprünglich aus einem kleinen Dorf in Oberfranken und entschied sich nach dem Abitur für ein Studium der Angewandten Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau in Thüringen. Durch die vielen praxisnahen Projekte konnte sie bereits Erfahrungen in verschiedenen Tätigkeiten innerhalb der Medienbranche sammeln. In mehreren Praktika entdeckte sie ihre Leidenschaft für die redaktionelle Arbeit und feilte an ihrem Textgefühl. Neben dem Studium war sie ehrenamtlich im Studierendenradio und in verschiedenen anderen Projekten tätig. Im Anschluss an ihren Bachelor macht sie nun seit Februar 2022 ihr Volontariat in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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